Interview mit Akin Demirdalic

Berufsorientierung bei Beiersdorf

published: 07.07.2010

Akin Demirdalic ist begeistert von den Erfahrungen, die er bei Beiersdorf sammeln konnte (Foto: Public Address)Akin Demirdalic ist begeistert von den Erfahrungen, die er bei Beiersdorf sammeln konnte (Foto: Public Address)

Das Kosmetikunternehmen Beiersdorf AG beschäftigt weltweit über 20.000 Mitarbeiter. Es führt mit Nivea die weltgrößte Marke im Bereich der Haut- und Schönheitspflege, andere bekannte Marken sind beispielsweise Labello und Hansaplast. Mit dem neuen Projekt "Spiel LernWirtschaft" hat der Konzern nun 100 Schülerinnen und Schülern von fünf Hamburger Gesamtschulen einen neuen Weg der Berufsorientierung ermöglicht. Zwei Tage lang erhielten die Schüler der Jahrgangsstufen neun und zwölf praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder.

Dafür lösten sie Aufgaben im Labor und in der Werkstatt, schauten sich kaufmännische Tätigkeiten an und lernten außerdem, was bei guten Bewerbungen zu beachten ist. Zentraler Bestandteil des Workshops war ein spezielles Wirtschaftsplanspiel, in dem die Jugendlichen die unterschiedlichen Rollen in einem Unternehmen einnahmen. Auf spielerische Art und Weise lernten sie dabei ökonomische Zusammenhänge kennen. Dafür traten die Schüler in Teams für ihre jeweilige Schule gegeneinander an. Scoolz sprach mit Teilnehmer Akin Demirdalic, der den Wettbewerb gewann.

Ich habe gehört, Du bist Schulsprecher an Deiner Schule?
Akin Demirdalic: "Stufensprecher, ja. An der Julius-Leber-Gesamtschule in Schnelsen."

Wie alt bist Du?
"Ich bin 19 und gehe in die zwölfte Klasse."

Das heißt, Du machst bald Dein Abitur?
"Genau, ein Jahr habe ich noch vor mir."

Was hast Du an den zwei Tagen bei Beiersdorf gemacht?
"Die zwei Tage waren vollgestopft mit unterschiedlichen Programmen. Es fing an mit dem Wirtschaftsspiel 'Spiel LernWirtschaft', bei dem es darum ging, dass man seine eigene Firma hat. Ich war der Fabrikbesitzer von Beiersdorf und hatte meine zwei Arbeiter. Da musste man sich dann strategisch den höchsten Gewinn errechnen und strategisch mit den Zwischenhändlern und der Handelskette handeln. Das habe ich ganz gut hinbekommen, weil man das bei uns auf der Schule auch so in der Art macht. Bei uns gibt es auch eine Woche, bzw. das geht über einen Monat, in dem man seine eigene Firma besitzt und damit möglichst viel Gewinn erwirtschaften muss. Ansonsten haben wir beispielsweise Bewerbungstraining gemacht und einfach auch mal mit den Azubis über die Zukunft und die Zukunftspläne gesprochen: wie man sich am besten bewirbt, wie man sich verhält, wie der Alltag im Berufsleben ist."

Könntest Du Dir vorstellen, bei Beiersdorf zu arbeiten?
"Ich könnte mir vorstellen, dass ich da ein duales Studium in Richtung International Management mache. Wir haben auch mit den Trainees gesprochen, die da waren, und deren Aufgabengebiet hat mir sehr gut gefallen. Ehrlich gesagt geht meine Tendenz aber eher in Richtung Elektrotechnikstudium oder Maschinenbau. Von International Management muss ich mich noch ein bisschen überzeugen lassen und mich über den Beruf informieren."

Ich persönlich finde solche Veranstaltungen ja ganz spannend, weil ich immer feststelle, dass ich mehr erfahre und Berufe kennenlerne, die ich vorher noch gar nicht kannte...
"Genau. Ich kannte den Beruf zwar schon, es hat mich aber nicht interessiert - bis ich auf die Trainees getroffen bin und das sind ja Nachwuchsführungskräte. Das hat schon meine Begeisterung geweckt und ich kann mir auch vorstellen, so was zu machen. Die waren von der Persönlichkeit auch sehr locker und man hat gemerkt, dass es ihnen Spaß macht. Die haben das echt gut gemacht dort."

Was hat Dich am meisten beeindruckt in den zwei Tagen?
"Das Wirtschaftsspiel, das ich auch anschließend gewonnen habe." (lacht)

Fändest Du es wichtig, dass andere Firmen dem Beispiel folgen?

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Links

"Spiel LernWirtschaft"
www.beiersdorf.de

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