Späterer Tagesrhythmus

Licht stört den Schlaf

published: 22.01.2012

Der Körper braucht den Schlaf als Erholungs-, und Aufbauphase (Foto: Public Address)Der Körper braucht den Schlaf als Erholungs-, und Aufbauphase (Foto: Public Address)

Je heller es nachts in Wohngebieten ist, desto später gehen Jugendliche ins Bett, dies hat jetzt eine Studie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ergeben. Untersucht wurden dafür 1500 Schüler aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Testpersonen mussten einen Fragebogen zu bevorzugten Schlafenszeiten, Nutzung von elektronischen Bildschirmmedien (Mobiltelefon, Computer, Fernsehen), Konsum von Stimulanzen (Alkohol, Kaffee, Zigaretten), Pubertätsstadium, Alter, Geschlecht und dem Wohnort ausfüllen. Die Werte wurden dann mit den nächtlichen Lichtverhältnissen anhand von Satellitenbildern verglichen.

Späterer Tagesrhythmus

Dabei hat sich gezeigt, dass Jugendliche in nachts hell beleuchteten, städtischen Wohnvierteln einen späteren Tagesrhytmus haben als Jugendliche in dunklen, ländlichen Gegenden. Diese Erkenntnis ist durchaus problematisch. Eine spätere innere Uhr kann zu Tagschläfrigkeit führen, die wiederum Auswirkungen auf Schulleistung, Drogenkonsum und Gesundheit des Jugendlichen haben kann. So erwies die Studie auch, dass Schüler, die später schlafen gehen, viel eher Stimulanzen konsumieren.

Obwohl das Licht der stärkste Zeitgeber für die innere Uhr ist, können auch andere Ursachen für das Verschieben des Tagesrhythmus verantwortlich sein. Das späte Nutzen von elektronischen Bildschirmmedien ist eine solche Ursache, da das blaue Bildschirmlicht zusätzlich wach hält.

Schlaf ist lebensnotwendig

Wie wichtig der Schlaf für unseren Körper ist, zeigt sich dadurch, dass wir ein Drittel unseres Lebens schlafen. Genug Schlaf ist für den Menschen lebensnotwendig, daher wird erzwungener Schlafentzug sogar als Folter gewertet. Die Menge an Schlaf, die ein Mensch braucht, verändert sich allerdings mit dem Alter. Brauchen Säuglinge noch bis zu 16-18 Stunden Schlaf, wird es mit dem Alter immer weniger. Bei Erwachsenen sind es schließlich nur noch sechs bis acht Stunden.

Links

www.ph-heidelberg.de

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