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Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi

Echten Schnee versprochen

published: 11.07.2007

In mehreren Sprachen appellierte Putin an das Internationale Olympische Kommitee - erfolgreich (Foto: Public Address) In mehreren Sprachen appellierte Putin an das Internationale Olympische Kommitee - erfolgreich (Foto: Public Address)

Josef Stalin ließ sich hier einst eine Datscha erbauen, und heute ist Wladimir Putin in Sotschi stolz auf seine Präsidentenresidenz Botscharow Rutschej. Jetzt hat sich auch das Olympische Komitee als Fan der 300.000-Einwohner-Stadt geoutet. In dem Bade- und Kurort an der Nordküste des Schwarzen Meeres finden die Olympischen Winterspiele vom 7. bis 23. Februar 2014 statt.

Die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) gaben dem russischen Bewerber den Vorzug vor Pyeongchang in Südkorea und dem drittplatzierten österreichischen Salzburg. Mit 51:47 Stimmen entschieden sich die Verantwortlichen bei ihrer Vollversammlung in der zweiten Runde für Wladimir Putins Favoriten. Nach den Sommerspielen 1980 in Moskau richtet Russland nun erstmals Winterspiele aus.

Als das IOK in Guatemala-City die Siegerstadt bekannt gab, tobten in Sotschi trotz nachtschlafender Zeit Zehntausende auf dem großen Platz vor dem Theater. Fassungslosigkeit, Überraschung, Freude herrschten. Nicht zuletzt wegen der jüngsten politischen Auseinandersetzungen mit dem Westen hatten viele nicht an ein gutes Ende geglaubt.

Die Wettkampfstätten will Russland erst noch bauen. Für zwölf Milliarden Dollar soll ein Wintersportzentrum die Stadt an der Grenze zu Georgien olympiatauglich machen. Sotschi soll als moderner Wintersportort die Schwarzmeerküste mit den Bergen des Kaukasus verbinden. Weitere eineinhalb Milliarden Dollar beträgt das operative Budget für die zwei Wochen der Spiele. Und echten Schnee werde es geben, hatte Putin in einer flammenden Rede vor dem Komitee versprochen.

Die Ausgaben für Arenen, Sportcenter, Pisten und Lifte in Sotschi sollen nach dem Willen des Staatschefs den Wintertourismus dort langfristig etablieren. Für die russischen Athleten entstünden zudem in dieser Region Trainingsstätten, die seit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion gefehlt hätten.

Bis dahin gibt es viel zu tun: Zurzeit sind einige Viertel nicht einmal an Strom oder Gas angeschlossen. Auch an Hotels und anderen Unterkünften fehlt es. Für zigtausende Besucher sollen nun Übernachtungsgelegenheiten geschaffen werden. Ob bei dem ganzen Bautrubel ausreichend Rücksicht auf die landschaftliche Substanz genommen wird, ist fraglich: Naturschutzgebiete und Nationalparks könnten dem nationalen Präsentationsdrang und dem Profitstreben der Investoren entgegenstehen.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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