Tipps gegen Prüfungsstress

Panik vor der Klausur?

published: 11.02.2017

Um sofort Anspannung abzubauen, hilft manchmal ein lauter Schrei (Foto: shutterstock.com/Voyagerix) Um sofort Anspannung abzubauen, hilft manchmal ein lauter Schrei (Foto: shutterstock.com/Voyagerix)

Am Ende des Semesters wird es ernst: Die Prüfungen stehen an. So manch ein Faulenzer verwandelt sich nun in einen gestressten Workaholic und wohin man schaut, herrscht geschäftige Betriebsamkeit. Doch beim wochenlangen Büffeln häuft sich nicht nur Wissen zu einem stattlichen Berg an, auch Druck und Anspannung steigen ständig.

Um zwischen Schreibtisch und Klausur nicht die Nerven zu verlieren, solltet ihr in Prüfungsphasen für ausreichend Entspannung sorgen. Einigen hilft es, in Stresssituationen richtig "Dampf abzulassen", andere wiederum brauchen Ruhe. Welche Methoden sich eignen, verrät euch die Techniker Krankenkasse.




Den Frust loswerden

Ihr seid vom Lernen angespannt, reizbar und geht bei jeder Kleinigkeit sofort in die Luft? Dann solltet ihr eurem Körper die Möglichkeit geben, diese negative Energie abzubauen, denn dauerhafte Anspannung schwächt das Immunsystem: Der Organismus produziert Stresshormone, der Kreislauf und der Stoffwechsel verändern sich und die körpereigenen Abwehrkräfte sinken.

Um sich schnell Erleichterung zu verschaffen, hilft es schon, kräftig mit der Faust auf den Tisch zu schlagen, mit den Füßen zu trampeln oder einmal laut zu schreien – für Letzteres eignet sich übrigens das Auto ideal, falls ihr eure Mitbewohner nicht verschrecken wollt. Wer Aggressionen loswerden will, bearbeitet am besten sein Kopfkissen, Sofapolster oder, falls vorhanden, einen Sandsack. Auch ein Stressball aus Schaumstoff lässt sich wunderbar gegen Wände feuern. Habt ihr abends noch zu viel Energie, könnt ihr euch auf einer Party den ganzen Stress von der Seele tanzen.

Um dauerhaft relaxt zu bleiben, hilft es, sich regelmäßig beim Sport auszupowern. Ob Joggen, Walken oder Radfahren – schon 20 Minuten reichen, um die Stresshormone herunterzufahren und die Energiespeicher aufzuladen. Gönnt eurem Körper täglich etwas Bewegung an der frischen Luft und kommt mindestens zweimal wöchentlich richtig ins Schwitzen. Das stärkt gleichzeitig das Immunsystem.




Entspannung für die Lernpausen

Eigentlich wollt ihr konzentriert lernen, fühlt euch aber ruhelos und nervös? Dann kann es helfen, sich einige Minuten bewusst zu entspannen. Um euer Gehirn mit Sauerstoff zu versorgen und den Organismus zu entkrampfen, atmet tief ein, haltet den Atem einige Sekunden an und atmet dann langsam wieder aus. Wiederholt dies einige Male. Am wirksamsten ist diese Übung, wenn ihr sie am geöffneten Fenster oder an der frischen Luft macht – auch kurz vor der Prüfung hilft sie, um nicht den Kopf zu verlieren.

Eine ähnliche Wirkung hat die so genannte "Atemreise". Dafür schließt ihr die Augen und konzentriert euch auf euer Inneres. Atmet tief ein und schickt beim Ausatmen die Luft durch den gesamten Körper. Beginnt mit den Beinen, sendet den Atem dann in die Arme, in den Brustkorb, den Nacken und den Kopf. Ihr werdet merken, wie ihr euch nach und nach entspannt.

Wenn ihr beim Lernen absolut nicht weiter kommt, ist meist der richtige Zeitpunkt für eine kleine Ablenkung. Legt das Buch für eine Weile beiseite und widmet euch einer anderen Aufgabe: Vielleicht müsst ihr ein Telefonat erledigen, einen Einkaufszettel schreiben oder ihr habt Lust auf einen kurzen Spaziergang. Wichtig ist, dass ihr den Lernstoff für kurze Zeit komplett vergesst, damit ihr später wieder frei und unverkrampft weitermachen könnt.




"Feierabend" auch für Lerner

Nach einem anstrengenden Lerntag habt ihr euch eine Erholung redlich verdient. Es ist wichtig für Geist und Körper, sich regelmäßig ausreichend lange "Auszeiten" zu nehmen, um neue Energie zu tanken. Achtet also darauf, dass ihr nach dem Lernen nicht einfach ins Bett fallt, sondern plant - besonders in längeren Prüfungszeiten - die tägliche "Relaxstunde" mit ein.

Sucht euch für diese Zeit etwas, das euch wirklich entspannt. Besucht beispielsweise eine Sauna, macht Autogenes Training oder Yoga oder nehmt ein ausgiebiges Bad. Legt eure Lieblings-CD ein und faulenzt auf dem Sofa oder lasst euch von eurem Schatz massieren. Auch ein Kinobesuch oder ein Treffen mit Freunden kann dazu beitragen, dass ihr den Kopf frei bekommt und euch besser fühlt. Erlaubt ist, was relaxt!

[Franzisca Teske]

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