DVD-Box

"Rolling Stone Music Movies"

published: 23.10.2009

Die "Rolling Stone Music Movies" DVD-Box ist bereits erschienen (Foto: Arthouse)Die "Rolling Stone Music Movies" DVD-Box ist bereits erschienen (Foto: Arthouse)

Das Genre Musikfilm ist ja generell etwas speziell. Von Dokus mit historisch-detailliertem Anspruch bis hin zu klamaukigen Komödien oder tödlichen Dramen um den Niedergang von Musikstars ist alles dabei. Eine bunte Sammlung von zwölf ausgewählten Werken hat nun die Musikzeitschrift "Rolling Stone" zusammengestellt. Darunter befinden sich sowohl Meilensteine des Genres wie der kultisch verehrte "Blues Brothers", der Oscar-Abräumer "Ray" oder die umstrittene Doors-Biografie "The Doors" von Oliver Stone.

"Lumbalpunktion" und Hardrock

Was die Box vor allem interessant macht, sind Perlen des Genres wie der seinerzeit völlig unterschätze irische Streifen "Once", die humorvolle Komödie "24 Hour Party People“ über die Musikszene von Manchester oder "This Is Spinal Tap", der Kultstreifen schlechthin. Besonders letzterer Vertreter, eine Pseudo-Doku über eine Hard-Rock-Band, die sich auf dem absteigenden Ast befindet, ist so etwas wie die Mutter aller Musik-Komödien und die erste sogenannte Mocumentary der Filmgeschichte. Erdacht von Regisseur Rob Reiner, schildert der Film die fiktive Geschichte der Hard-Rock-Combo Spinal Tap (die griffige deutsche Übersetzung: "Lumbalpunktion"). Längst haben es etliche Zitate aus dem Streifen in den Wortschatz sämtlicher Hobby-Gitarristen und Roadies geschafft. Denn spätestens seit "Spinal Tap" weiß jeder Musikfreak, dass echte Verstärker bis 11 aufgedreht werden und dass tanzende Zwerge um einen Haufen Pappmaschee noch lange nicht die Karriere retten.

"This Is Spinal Tap": Sehen so Patienten nach einer "Lumbalpunktion" aus? (Foto: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment)"This Is Spinal Tap": Sehen so Patienten nach einer "Lumbalpunktion" aus? (Foto: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment)

24 Stunden Spaß

Etwas weniger Kultstatus genießt dagegen "24 Hour Party People", dabei ist der Film über die Musikszene von Manchester um den legendären Club Haçienda nicht nur unterhaltsam sondern auch informativ. Zwar ist die Story um den Lokaljournalisten Tony Wilson und das von ihm gegründete Plattenlabel Factory Records mit einer gehörigen Portion verfilmter Gerüchte und Legenden gespickt, einen Eindruck der entscheidenden Ereignisse liefert der Film aber trotzdem. Wilson, der im Film von dem britischen Comedian Steve Coogan gespielt wird, entdeckte Ende der 70er Jahre stilbildende Bands wie Joy Division, die später zu New Order wurden, oder die Happy Mondays.

Schade ist natürlich, dass es einige wichtige Filme nicht in die Box geschafft haben. Zum Beispiel "End Of Century" oder "Die Commitments" oder "Walk The Line" oder "Tommy" oder "Rude Boy" oder "Crossroads" oder oder oder. Aber es muss ja noch genug Stoff für ein Sequel übrig bleiben...

Alle Filme der Box können auch einzeln erworben werden.

"Shine A Light", USA 2007[/b]
"This Is Spinal Tap", USA 1983
"Year Of The Horse", USA 1997
"24 Hour Party People", Großbritannien 2002
"The Doors", USA 1990
"The Filth And The Fury", Großbritannien/USA 2000
"Lou Reed’s Berlin", USA/Großbritannien 2007
"Ray", USA 2004
"Control", Großbritannien/USA/Australien/Japan 2007
"8 Mile", USA 2002
"Once", Irland 2006
"The Blues Brothers", USA 1980

[Jörg]

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www.arthaus.de

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