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Feinstaub in Taxis

published: 13.01.2006

Bei einer Taxifahrt ist der Passagier einer dreimal höheren Feinstaubbelastung ausgesetzt, als wenn er mit seinem eigenen Auto gefahren wäre (Foto: Fingerhut) Bei einer Taxifahrt ist der Passagier einer dreimal höheren Feinstaubbelastung ausgesetzt, als wenn er mit seinem eigenen Auto gefahren wäre (Foto: Fingerhut)

Bei einer Taxifahrt ist der Passagier einer dreimal höheren Feinstaubbelastung ausgesetzt, als wenn er mit seinem eigenen Auto gefahren wäre. Das haben englische Wissenschaftler in einer Studie festgestellt, die im Fachmagazin "Atmospheric Environment" veröffentlicht wurde. Die Forscher haben dazu fünf Fortbewegungsarten verglichen und die Schadstoffmenge gemessen, der man dabei exponiert ist.
Dazu bewegten sich Probanden mit einem Messgerät durch eine viel befahrene Straße im Zentrum Londons. Begleitet wurden sie von einem weiteren Freiwilligen, der mit einer Video-Kamera die Tätigkeiten des Probanden filmte. Dadurch konnte später im Labor gesehen werden, wann genau Spitzenwerte gemessen wurden.
Am stärksten belastet waren Fahrgäste im Taxi. Sie waren durchschnittlich 108.000 Nanopartikeln pro Kubikzentimeter Luft ausgesetzt. Busfahrer rangierten knapp unter 100.000 Partikeln/Kubikzentimeter, während bei Verkehrsteilnehmern, die ihr eigenes Auto benutzten, mit etwa 36.000 Partikeln/Kubikzentimetern die geringste Verschmutzung gemessen wurde.
Obwohl Radfahrer und Fußgänger selbst keine Schadstoffe emittieren, war ihre Belastung enorm: Auf einen Radler kamen ca. 84.000 Partikel/Kubikzentimeter, per pedes war man im Durchschnitt 46 000 Partikeln/Kubikzentimeter ausgesetzt.
Warum sind nun gerade Taxis am stärksten belastet? Feinstaub-Experte Dr. Eberhard Reimer von der FU Berlin: "Taxis stecken mitten im Verkehrsfluss und saugen mit der Durchlüftung die Abgase des vorderen Fahrzeugs an."

[TK]

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