Konzentrationsstörungen

Deine Gedanken machen, was sie wollen?

published: 03.01.2007

Geistig abwesend? Konzentrationsfähigkeit lässt sich trainieren (Foto: shutterstock.com/dean bertoncelj) Geistig abwesend? Konzentrationsfähigkeit lässt sich trainieren (Foto: shutterstock.com/dean bertoncelj)

Kurz abgeschaltet?
Ein Lexikon definiert die Konzentration als „Zentrierung seelischen Geschehens; speziell die bewusste Steigerung der Aufmerksamkeit und ihre Bindung an ein vorgegebenes Ziel". Kurz gesagt: Konzentration ist die Fähigkeit, dort zu sein, wo man ist. Was so einfach klingt, fällt allerdings vielen Menschen schwer.

Es gibt zahlreiche potenzielle Konzentrationsblockaden, die die Aufmerksamkeit von der eigentlichen Aufgabe ablenken. Um Abhilfe zu schaffen, ist es wichtig zu wissen, weshalb es einem einfach nicht gelingt, bei der Sache zu bleiben.

Häufige Störfaktoren
Du willst dich auf eine schwere Prüfung vorbereiten, doch ständig klingelt das Telefon, deine Mitbewohner klopfen an deine Tür, das Radio oder der Fernseher dudeln vor sich hin und zwischendurch muss deine Kommilitonin noch kurz etwas besprechen. Wenn du pausenlos solchen Ablenkungen und Unterbrechungen ausgeliefert bist, ist an ein konzentriertes Arbeiten kaum zu denken.

Wenn du es nicht gewöhnt bist, deine Aufmerksamkeit über eine gewisse Zeitspanne auf eine bestimmte Tätigkeit zu richten, musst du diese Fähigkeit erst erlernen und trainieren. Es gibt nämlich so etwas wie die gewohnheitsmäßige Unaufmerksamkeit. Wer seine Gedanken ständig schweifen lässt und sie nicht bis zu Ende denkt oder ordnet, dem fällt es auch während der Arbeit schwer, seine Denkvorgänge zu steuern.

Besonders anstrengend kann es sein, eine Aufgabe motiviert anzupacken, wenn man das Thema langweilig findet. Gelingt es einem dann nicht, Interesse für solche Bereiche zu entwickeln, wird man leicht unaufmerksam.

Schwierig gestaltet sich das konzentrierte Arbeiten auch, wenn dir unklar ist, wie die Aufgabe zu lösen ist oder wozu sie dient. In so einem Fall passiert es schnell, dass du dich gegen die Beschäftigung mit ihr wehrst oder Angst hast, sie nicht bewältigen zu können.

Im Arbeits- bzw. Unialltag kommt es häufig vor, dass man sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Die Stapel auf dem Schreibtisch häufen sich und schnell ist der Überblick verloren. Das menschliche Hirn ist jedoch nur in der Lage, einem Gedanken zur Zeit zu folgen. Bist du überlastet, empfindest du es als schwer, Prioritäten zu setzen.

Einen großen Einfluss übt auch der emotionale Zustand einer Person auf ihre Konzentrationsfähigkeit aus. Ungelöste Probleme, eine Trennung oder Ereignisse, die zu großer Verunsicherung führen, wirken sich unmittelbar darauf aus.

Auch das körperliche Befinden spielt eine wichtige Rolle. Müdigkeit, Stress oder eine sich anbahnende Grippe mindern die geistige Leistungsfähigkeit erheblich.

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