Karneval

Gesund durch die Faschingszeit

published: 17.02.2012

Damit du an Fasching nur Arztverkleidungen und keine richtigen Ärzte sehen musst, solltest du einige Dinge beachten (Foto: Public Address)

Ob als Pirat, Marienkäfer oder Pilot, an Karnveal ist Verkleiden nicht nur erlaubt, es ist sogar ausdrücklich gewünscht. Als Narr gilt das Motto: je bunter, desto bessser. Doch gekaufte Kostüme und Verkleidungen bergen Gefahren, die das Fest schnell vermiesen können. Damit du auch weiterhin die fünfte Jahreszeit genießen kannst, hat die Techniker Krankenkasse hier ein paar Dinge auf die du achten solltest.

Finger weg von Billigware

Zur Faschingszeit kannst du fast überall Kostüme und andere Verkleidungsaccessoires kaufen. Im Internet, beim Discounter oder im Kaufhaus werden die Kostüme oft zu sehr günstigen Preisen angeboten. Viele dieser Kostüme sind billige Saison-Ware, die in Fernost mit minderer Qualität hergestellt wurden. Sie beinhalten bedenkliche Farbstoffe, die Allergien und sogar Krebs auslösen können. Um solche Gefahren zu minimieren, sollte man beim Verkleiden einiges beachten: Bevor du das Kostüm überhaupt anziehst, solltest du es als auf jeden Fall einmal gewaschen haben. Danach ziehe am besten ein T-Shirt und eine Leggings unter deine Verkleidung an, damit deine nackte Haut möglichst wenig damit in Berührung kommt.

Eine weitere Gefahr der Billigwaren birgt die schnelle und leichte Entflammbarkeit. So testete Stiftung Warentest diverse Faschingskostüme mit dem erschreckenden Ergebnis, dass diese lediglich zehn Sekunden brauchen, um zu entzünden. Hier empfiehlt es sich stattdessen Karnevalskostüme aus Baumwollstoffen zu wählen. Die entzünden erstens nicht so leicht und beugen zudem auch noch unangenehmen Körpergeruch vor. Um eine noch höhere Sicherheit zu gewährleisten, kannst du dein Kostüm auch mit einem handelsüblichen Brandschutzmittel bearbeiten. Ebenfalls Brandgefahr gilt bei Bärten, Perücken oder Clownsnasen, die schnell Feuer fangen und dann zu gefährlichen Verbrennungen im Gesicht führen können.

Auch solltest du auf Schnüre und Kordeln im Halsbereich achten. Leicht bleibt man damit irgendwo hängen und kann sich im schlimmsten Fall sogar strangulieren. Am besten schneidest du sie ab und nimmst Knöpfe und Klettverschlüsse als Ersatz. Bei Sheriffsternen, Prinzessinnenkronen und anderen Accessoires ist zudem auf scharfe Kanten und Spitzen zu achten. Schnell kannst du dich oder andere damit verletzen.

Achtung vor Weichmachern

So gruselig und zugleich lustig Frankenstein- und Hexenmasken auch anzusehen sind, mit ihnen ist nicht zu Spaßen. Denn viele der Masken enthalten gefährliche Weichmacher. Das sind Chemikalien, die hartes Plastik in elastisches Kunststoff verwandeln. Sie greifen in den Hormonhaushalt ein und können die körperliche Entwicklung beeinflussen.

Falls dein Kostüm nicht ohne eine Maske auskommt, musst du daher einiges beachten. Bei dem Kauf solltest du von stark nach Chemie riechenden Masken lieber die Finger lassen. Achte außerdem darauf, dass die Atmungslöcher groß genug sind und keine Erstickungsgefahr besteht. Vor dem Tragen lüfte die Maske am besten einige Tage aus, damit der Anteil von flüchtigen Verbindungen verschwindet. Des Weiteren solltest du sie so kurz wie möglich tragen und dabei so oft wie möglich absetzen. Danach ist es wichtig, dein Gesicht und die Hände gründlich zu waschen. Als Alternative könntest aber du aber auch eine selbstgebastelte Maske aus Pappe oder Schminke verwenden.

Schminke vorher Testen

Allerdings gibt es auch bei der Schminke einiges zu beachten. Denn im Gegensatz zur Alltagskosmetik enthält Karnevalsschminke in der Regel mehr Farbstoffe. Deshalb ist es wichtig, die Produkte vorher auf einer Stelle der Haut, am besten die Ellenbogenbeuge oder auf dem Unterarm, zu testen. Wenn dort keine Rötungen oder Pusteln auftreten, kannst du sie auch in deinem Gesicht anwenden. Benutze dafür am besten Schminke auf Wasserbasis, dann kann deine Haut besser atmen und sie lässt sich auch leichter entfernen. Zur Hautpflege solltest du dein Gesicht gründlich Abschminken, am besten mit einem in Salatöl getauchtes Wattepad, und sowohl vorher und nachher sorgfältig Eincremen.

[TK]

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