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Social Media Week 2013

published: 25.02.2013

Durch die Diskussion zum Panel "Kinder. Social Media. Verantwortung." Social Media Week 2013 führte Bruno Kollhorst (links), der Leiter Social Media bei der TK (Foto: Public Address)Durch die Diskussion zum Panel "Kinder. Social Media. Verantwortung." Social Media Week 2013 führte Bruno Kollhorst (links), der Leiter Social Media bei der TK (Foto: Public Address)

"Kinder und Jugendliche brauchen kompetente Ansprechpartner“, sagte Katrin Viertel. Die Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin von medienlotse.com gehörte zum Kreis der Experten bei der Veranstaltung "Kinder. Social Media. Verantwortung.", zu dem die Techniker Krankenkasse am 22. Februar im Rahmen der Social Media Week 2013 eingeladen hatte. Die Social-Media-Fachleute beantworteten außerdem, welcher Umgang mit Medien für Kinder und Jugendliche sinnvoll ist und diskutierten über die Schulung von Medienkompetenz bei jungen Menschen.

"Digitale Tätowierungen"

Jugendliche von zwölf bis 19 Jahren nutzen bevorzugt soziale Netzwerke, Videoportale und Shoppingseiten, berichtete Viertel. Die Verantwortung für die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen sollten sich Eltern, Pädagogen und die Gesellschaft, aber auch die Anbieter von Medien teilen. Diese seien besonders im Bereich Datenschutz gefragt, da sich Jugendliche oft keine Gedanken machten über die sogenannte "digitale Tätowierung", also die Daten und Spuren, die jeder im Internet hinterlässt und eventuell nur schwer bis gar nicht mehr entfernen kann, so Viertel.

Scoolz auf der Social Media Week in Hamburg

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Drohender "Social-Media-Burnout"

Wichtig sei auch, dass Eltern über die Online-Aktivitäten ihrer Kinder Bescheid wissen und mit ihrem Nachwuchs eine Medien-Nutzungsdauer festlegen, empfahl die Medienlotse-Expertin. Bei dem heutigen Druck, immer erreichbar zu sein, und der ständigen Informationsflut drohe nämlich ein "Social-Media-Burnout". Zwar gebe es noch keine wissenschaftlichen Studien, die diese These belegen, aber vielfache Erfahrungen zeigten, dass eine übertriebene Nutzung sozialer Medien zum Erschöpfungssyndrom beitragen könne. Auch die Unterscheidung von redaktionellen Inhalten und Werbeanzeigen sei ein wichtiger Bestandteil der Medienkompetenz. Die Webseite "Sicherheit macht Schule", bietet Eltern und Lehrern dazu hilfreiche Ideen, Hintergründe und Materialien zur Medienkompetenzentwicklung bei Kindern und Jugendlichen.

Social Media Week 2013 (9 Bilder)

Social Media Week 2013
Social Media Week 2013
Social Media Week 2013
Social Media Week 2013


Auch Lehrer sind gefragt

Bei der anschließenden Diskussion zum Thema "Kinder. Social Media. Verantwortung." vertrat Sabine Frank, die Leiterin Jugendschutz und Medienkompetenz von Google Deutschland, die Meinung, dass sich ein "verantwortungsbewusster Umgang mit dem Internet im Dialog" ergebe. Der Datenschutzbeauftragte Hamburg, Prof. Dr. Caspar, betonten: "Datenschutzkompetenz ist Teil der Medienkompetenz". Diplom-Psychologe York Scheller von der Techniker Krankenkasse machte sich für die Förderung sozialer Kompetenz stark. Der Medienpädagoge Ingo Kriebisch vertrat den Standpunkt, dass medienpädagogische Kompetenz unabdingbar für Lehrer sei. Für "Kein Nutzen sozialer Netzwerke ohne Regeln" machte sich der Journalist Thomas Feibel stark. Bei der wichtigen, aktuellen Smartphone-Nutzungs-Problematik an Schulen waren die Experten uneins und konnten kein Patentrezept liefern.

[Jan]

Links

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Social Media Week 2013
"Sicherheit macht Schule" im Web

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