Neue Bezahlsysteme

Nach Google Pay kommt Apple Pay

published: 07.11.2018

Apple Pay ist jetzt auch in Deutschland verfügbar (Foto: LightField Studios / Shutterstock.com) Apple Pay ist jetzt auch in Deutschland verfügbar (Foto: LightField Studios / Shutterstock.com)

"Warten Sie, ich hab's passend"! Dieser Satz steht sinnbildlich als Albtraum für viele an der Supermarktkasse. Wenn jemand vor dir gefühlt stundenlang das Kleingeld aus seinem Portemonnaie kramt, wird nicht selten der Geduldsfaden aufs Äußerste gespannt. Deutschland ist das Land der Barzahler - doch mit der Einführung von mobilen Bezahlmöglichkeiten könnte sich das ändern. Seit Sommer ist bereits der Bezahldienst Google Pay in Deutschland verfügbar, nun folgt Apple Pay.

Was ist Apple Pay?


Bezahlen kann so einfach sein: Das Smartphone ans Kassenterminal halten, kurz aufs Piepen warten, fertig. Während andere noch ihres Wechselgeldes harren oder ihre PIN eingeben, kannst du deine Waren schon einpacken. Möglich macht diesen schnellen Vorgang das sogenannte Mobile Payment. Es basiert auf einem Standard, den es schon seit einigen Jahren bei vielen Kassenterminals gibt. So kann man schon länger kontaktlos mit der Kreditkarte bezahlen, indem man diese nur kurz an das Lesegerät hält. Das Smartphone fungiert beim mobilen Bezahlen als Kreditkarte und kann so ebenfalls zum kontaktlosen Bezahlen benutzt werden. Der Vorteil ist, dass man seine Kreditkarte gar nicht mehr mitnehmen muss, weil diese im Smartphone gespeichert ist. Durch einen Code, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ist die Karte auf dem Gerät gesichert.
 

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LIDL, ALDI und REWE unterstützen kontaktloses Bezahlen


Die zwei größten Anbieter für dieses System sind Google Pay für Android-Smartphones und Apple Pay für iPhones. Mit der Kamera des Smartphones scannt man bei der Einrichtung seine Kreditkarte ein, nach ein paar weiteren Schritten ist das mobile Bezahlsystem bereit. Auf den jeweiligen Supportseiten gibt es ausführliche Tutorials für die Einrichtung von Apple Pay und Google Pay. Nutzen kann man die leichte Art des Bezahlens in allen Geschäften, die auch das kontaktlose Bezahlen per Kreditkarte anbieten. Die Läden müssen dafür mit einem passenden Kassenterminal ausgestattet sein. In Deutschland sind das momentan etwa 475.000 von 800.000 installierten Terminals. Ob ein Geschäft und die eigene Kreditkarte kontaktloses Bezahlen unterstützen, erkennt man an einem Zeichen mit vier Kreisbögen, welches an das W-Lan-Symbol erinnert. In großen Discounterketten wie Lidl, Aldi oder Rewe ist mobiles Bezahlen ohne Probleme möglich.
 

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Bezahlen mit der Apple Watch


Man kann übrigens nicht nur mit dem Smartphone bezahlen, sondern auch mit einer Smartwatch wie der Apple Watch. Auch hier können Kreditkarten gespeichert werden. An der Kasse dreht man nach Aufrufen der Karte kurz das Handgelenk in Richtung Lesegerät, schon ist der Bezahlvorgang abgeschlossen. Mit der Uhr zu bezahlen, ist also noch intuitiver, da man dafür nicht mal das Smartphone aus der Tasche holen muss.

Ob und in welcher Reichweite sich das mobile Bezahlen in Deutschland durchsetzt, bleibt abzuwarten. Denn während andere Staaten wie Schweden sogar nahe an einer kompletten Abschaffung des Bargeldes sind, werden knapp drei Viertel der Transaktionen in Deutschland bar abgewickelt. Insbesondere das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarte wird in der Bundesrepublik nur sehr selten genutzt. Der Start von Apple Pay und Google Pay könnte aber neuen Schwung in die Sache bringen - und die Wartezeiten an der Supermarktkasse verkürzen.

Google Pay wird von nahezu allen Android-Smartphones unterstützt, die mindestens auf dem Betriebssystem Android 4.4 KitKat laufen. Für Apple Pay ist mindestens ein iPhone 6 erforderlich. Außerdem muss die jeweilige Bank das mobile Bezahlen unterstützen. Das sind in Deutschland längst nicht alle. Einige Banken bieten auch ihre eigenen Insellösungen an, wie die Sparkasse oder die Volksbanken Raiffeisenbanken.

Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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