Entwurf der Kultusminister

Neues Zulassungs­system zum Medizin­studium

published: 07.12.2018

Die Kultusminister der Länder haben ein neues Zulassungssystem für das Medizinstudium erarbeitet (Foto: lenetstan/Shutterstock.com) Die Kultusminister der Länder haben ein neues Zulassungssystem für das Medizinstudium erarbeitet (Foto: lenetstan/Shutterstock.com)

Jahrelange Wartezeit, adé: Zukünftig soll die Zulassung zum Medizinstudium an deutschen Hochschulen neu geregelt werden. Betroffen sind die Fächer Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie. Darauf hat sich die Kultusministerkonferenz geeinigt. Die Wissenschaftsminister der Länder erarbeiteten einen Entwurf für einen Staatsvertrag, der u.a. vorsieht, dass man sogar ohne Abitur Medizin studieren kann. Dies ist jedoch nur möglich, wenn eine berufliche Qualifizierung vorliegt. Kommt der Bewerber beispielsweise aus einem medizinnahen Beruf wie Rettungssanitäter, kann dies gegeben sein.

Dass mit der neuen Zulassungsregelung weniger Einser-Abiturienten für das Medizinstudium an deutschen Universitäten zugelassen werden, ist nicht der Fall. In der Tat wird die Quote für besonders gute Schülerinnen und Schüler sogar erhöht: Zukünftig werden statt 20 sogar 30 Prozent der Studienplätze aufgrund der Abiturbestenquote vergeben. Neu ist dagegen eine Eignungsquote, über die unabhängig von der Abiturnote zehn Prozent der Plätze verteilt werden. Mehr als die Hälfte der Plätze, 60 Prozent, sollen zudem dezentral von den Hochschulen vergeben werden. Dazu haben diese einen Facheignungstest durchzuführen. Auch die Abiturnote kann zur Bestimmung der Qualifikation der Bewerber im Auswahlverfahren der Hochschulen herangezogen werden.
 

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Wenn die Konferenz der Ministerpräsidenten sowie die Parlamente der 16 Bundesländer dem Entwurf der Kultusminister zustimmen, tritt die Neuregelung zum Sommersemester 2020 in Kraft. Es bewerben sich zurzeit pro Jahr etwa 50.000 Menschen für einen der etwa 11.000 Studienplätze der Medizin. Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, mehr Studienplätze zu schaffen?
 

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Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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