Jobs für Schüler

Sommer, Sonne, Job?

published: 04.07.2008

Arbeiten in der Eisdiele: In den Ferien steht mancher Schüler auch mal auf der anderen Seite der Eistheke (Foto: Public Address)Arbeiten in der Eisdiele: In den Ferien steht mancher Schüler auch mal auf der anderen Seite der Eistheke (Foto: Public Address)

Falls die Möglichkeit der Vorab-Info fehlt, könnt ihr solche wichtigen Details aber auch bei einem Vorstellungsgespräch erfragen. Ist euer Arbeitgeber nicht bereit, euch entsprechende Auskünfte zu geben, solltet ihr lieber die Finger von dem Job lassen, bevor ihr eure Gesundheit riskiert. Sprecht auch mit euren Eltern über die Bedingungen, damit sie euch gegebenenfalls bei der Einschätzung der Lage unterstützen können.

Ihr solltet euch auch erkundigen, ob ihr eventuell Schichtarbeit leisten müsst, da ihr, wie oben erwähnt, gesetzlich eventuell noch gar nicht zu bestimmten Uhrzeiten arbeiten dürft. Nur wenn ihr sicher seid, dass ihr weder mit eurer Gesundheit noch mit dem Gesetzgeber in Konflikt geratet, können diese Tätigkeiten eine gute Geldquelle darstellen.

Angemessene Bezahlung
Als Schüler seid ihr keine ausgebildeten Fachkräfte, trotzdem heißt das noch lange nicht, dass ihr nur für ein paar Cent in der Stunde arbeiten müsst. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf meldet, dürfen nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz Studenten, Schüler und Aushilfen nicht schlechter bezahlt werden als fest angestellte Mitarbeiter, die die gleiche Tätigkeit ausüben.
Auch hier solltet ihr euch daher vor Jobantritt über die üblichen Löhne eures möglichen Arbeitgebers erkundigen. Überdies ist es stets sinnvoll, einen schriftlichen Arbeitsvertrag abzuschließen. So seid ihr auf der sicheren Seite, falls es einmal zu Unstimmigkeiten wegen der Höhe der Bezahlung oder der vereinbarte Arbeitszeit kommt.

Ferienjobs im Ausland
Monatelang kellnern, früh morgens Zeitungen austragen oder ewiges Babysitten unter dem Schuljahr sind nicht euer Ding? In den Urlaub fahren würdet ihr allerdings trotzdem gerne – oder zumindest einmal etwas andere Luft schnuppern? Wie gefällt euch dann die Vorstellung, als Aufsichtsperson Jugendgruppen ins Ausland zu begleiten oder einige Wochen in einer Familie als Au-pair-Mädchen oder -Junge unterzukommen?

Wer volljährig ist, kann sich bei verschiedenen Organisationen für mehrwöchige Jobs als Jugendbetreuer, Reiseleiter oder Babysitter bewerben. Beim Vermitteln von Au-pair-Stellen sind spezielle Agenturen sehr hilfreich. Zwar verdient ihr in der Regel etwas weniger als ihr vielleicht in heimischen Gefilden bekommen würdet, dafür habt ihr jedoch die Chance, in fremde Länder, Kulturen und Familien hineinzuschnuppern.

Falls nach Tarif bezahlt wird, können sich die Jobber beim Betriebsrat über die geltenden Tarifverträge informieren. Unbedingt sollten die geleisteten Stunden aufgeschrieben und abgezeichnet werden.

Übrigens...
Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hat gezeigt, dass in der Regel weder die Schule noch sonstige Freizeitaktivitäten leiden, wenn Schüler einen Job ausüben. Vielmehr seien jobbende Schüler auch sonst oft aktiver als ihre Altersgenossen und würden gleichzeitig schon einmal die ersten Berufserfahrungen sammeln.

Checkliste - darauf solltet ihr achten:
- Sprecht mit euren Eltern über Pro und Contra des Sommerjobs
- Eure Arbeitszeiten und -bedingungen müssen rechtlichen Richtlinien entsprechen
- Achtet darauf, dass eure Arbeit körperlich leistbar ist. Wenn ihr unsicher seid, fragt eure Eltern oder sogar euren Hausarzt (Unbedingt Arbeit mit Abgasen, bei zu hohen Temperaturen, mit giftigen Substanzen oder auch zu schweres Heben oder Tragen vermeiden)
- Fordert einen schriftlichen Arbeitsvertrag
- Klärt die Bezahlung vor Jobantritt
- Trotz des Jobs braucht ihr genügend Zeit, euch zu erholen - denkt daran, dass eure Ferien auch Erholungsphasen bieten: Gönnt euch ausreichend Pausen nach der Lern- und Arbeitszeit

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[TK]

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