Ausstellungs-Tipp

documenta 12 in Kassel

published: 19.06.2007

Das Fridericianum ist der Veranstaltungsort der documenta seit der ersten Stunde (Foto: Fridericianum von Daquella manera lizensiert durch CC BY 2.0) Das Fridericianum ist der Veranstaltungsort der documenta seit der ersten Stunde (Foto: Fridericianum von Daquella manera lizensiert durch CC BY 2.0)

Nun ist sie für das Publikum eröffnet, die documenta 12 in Kassel. Kunstliebhaber aus der ganzen Welt finden sich nun in der drittgrößten Stadt Hessens ein. Für 100 Tage steht Kassel ganz im Zeichen der zeitgenössischen Kunst - bis zum 23. September.

 (Logo: documenta GmbH)(Logo: documenta GmbH)

Schon vor Beginn der eigentlichen Ausstellung ist ein Werk der aus Chile stammenden Künstlerin Lotty Rosenfeld zerstört worden. Lotty Rosenfeld hatte auf Straßen in Kassel weiße Kreuze aufgemalt. Die unwissende Kasseler Stadtreinigung hatte diese gewissenhaft entfernt. Ein ähnlicher Fall hatte Berühmtheit erlangt, als 1986 ein Putzfrau die "Fettecke" von Joseph Beuys in der Kunstakademie in Düsseldorf einfach wegputzt hatte.

Die documenta ist weltweit die bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Die erste documenta ging 1955 unter der Leitung von Arnold Bode über die Bühne. Alle fünf Jahre findet sie in Kassel statt und dauert 100 Tage. Die Vorbereitungen für die documenta 12 dauerten dreieinhalb Jahre. Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt präsentieren 500 Ausstellungsstücke an den Hauptstandorten Museum Fridericianum, Neue Galerie, documenta-Halle und Aue-Pavillon.

Die weißen Kreuze kann man sich auf Kassels Straßen nun nicht mehr anschauen (Foto: documenta GmbH)Die weißen Kreuze kann man sich auf Kassels Straßen nun nicht mehr anschauen (Foto: documenta GmbH)

Die diesjährige documenta steht unter den drei Leitmotiven, die Frage nach der Moderne, nach dem bloßen Leben und nach der Bildung. Sie stellt an die Kunst und das Publikum gleichzeitig die drei dazugehörige Fragen "Ist die Moderne unsere Antike?", "Was ist das bloße Leben" und bezüglich der Bildung "Was tun?". In jedem der Kunstwerke der Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen, wie documenta 12 magazines und dem Filmprogramm, ist mindestens eins dieser Leitmotive wieder zu finden.

Weitere Informationen zur documenta 12 findet ihr hier.

[Jan van Hamme]

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