„Genius: A Night For Ray Charles“ (Foto: Universal)Ray Charles (Foto: Public Address)Ray Charles (Foto: Public Address)Ray Charles (Foto: Public Address)Das Thalia-Theater in Hamburg (Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thalia_Theater_(Hamburg)#mediaviewer/File:Hamburg_Thalia-Thetaer_2010.jpg" target="_blank">Fassade des Thalia Theaters Hamburg</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:AndreasPraefcke" target="_blank">AndreasPraefcke</a> lizensiert durch <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>)The Donnas (Foto: Public Address)Snoop Dogg (Foto: Public Address)

„Der Lord“ im St. Pauli-Theater

Tukur als Gentleman-Gangster

published: 11.01.2005

"Der Lord" im St. Pauli-Theater (Foto: St. Pauli Theater am Spielbudenplatz von Pavel Krok lizensiert durch CC BY-SA 2.5) "Der Lord" im St. Pauli-Theater (Foto: St. Pauli Theater am Spielbudenplatz von Pavel Krok lizensiert durch CC BY-SA 2.5)

Er war ein Gentleman-Gangster alter Schule: Julius Adolf Petersen aus Barmbek. Von der Presse „Der Lord“ genannt, wurde er am Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik der bekannteste Hamburger Ein- und Ausbrecher. Kein Tresor war vor ihm sicher, er und seine vierhundert Kopf große Bande klauten alles, was nicht niet- und nagelfest war. Seine Barmbeker Verbrechergesellschaft war streng organisiert. Er selbst gab sich gern als moderner Robin Hood, die hanseatische Polizei stand zum ersten Mal vor dem Phänomen von organisierter Kriminalität.

Sein Mythos hat sich bis heute erhalten, weil er zu den charismatischen Menschen gehörte, die den gesetzlich vorgeschriebenen Weg zu Reichtum und Ruhm nicht einhalten wollten und damit erstaunlich lange Erfolg hatte. Sein Ende in den Fängen der Nazijustiz ist elend und bis heute nicht erzählt.

Aufstieg und Fall dieses Barmbeker „Briten“ ist der Stoff für die neue Produktion des St. Pauli-Theaters mit Ulrich Tukur aus der Reihe Hamburgischer Geschichten. Die Musik dazu besteht aus wenig bekannten Liedern von Hans Albers und neuen, von Tukur selbst geschriebenen Songs.

Von Frank Göhre, Ulrich Tukur und Ulrich Waller

Mit: Gerhard Garbers, Niels Hansen, Eddy Kante, Torsten Krogh, Ulrich Mayer, Günter Märtens, Kalle Mews, Volker Zack Michalowski, Iris Minich, Mario Ramos und Ulrich Tukur
Regie: Ulrich Waller
Bühne und Kostüme: Ezio Toffolutti
Musik: Richard Kula

Aufführungen: 12. Januar bis 6. Februar 2005, Di-So, 20 Uhr

[PA]

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