Hörspiel-Tipp

"Drizzt - Die Saga vom Dunkelelf. Teil 4-6"

published: 27.08.2007

Drizzt - "Im Zeichen des Panthers"  (Foto: LAUSCH) Drizzt - "Im Zeichen des Panthers" (Foto: LAUSCH)

Drizzt Do`Urden
Es ist kein sehr einfaches Leben, welches der Dunkelelf Drizzt führt. Angewidert von der unvorstellbaren Brutalität seiner eigenen Rasse, den Drow, verlässt er seine Heimat. Was ihm seine Familie sehr übel nimmt. So übel, dass sie ihn unbedingt töten will. Da kommt ihm seine Ausbildung zugute, vor allem die Tatsache, dass er der beste Schwertkämpfer der Drow ist. Eine Fähigkeit, die ihm das Überleben in der Unterwelt von Faerûn überhaupt erst ermöglicht. Dort geht es ruppig zu, wie in den ersten drei Teilen der Saga nach der Romanvorlage von Robert A. Salvatore eindrucksvoll erzählt wird. Jetzt sind die nächsten drei Teile der Saga im Handel.

"Im Zeichen des Panthers"
Eine für Drow sehr ungewöhnliche Eigenschaft tritt im vierten Teil der Saga in Drizzts Leben: Freundschaft. Und zwar die Freundschaft zwischen Drizzt und dem Tiefengnom Belwar Dissengulp. Die beiden sind ein wahrhaft ungewöhnliches Paar, da normalerweise Dunkelelfen und Tiefengnome Todfeinde sind. Das liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass Dunkelelfen die Todfeinde jeder anderen Rasse sind. Das merkwürdige Paar wächst im Laufe der gemeinsamen Wanderung durch die Unterwelt zu einem noch sehr viel merkwürdigeren Trio an. Denn es schließt sich Clacker an, ein Pech, der von einem äußerst unangenehmen Zauberer in die Gestalt einer Sichelschrecke verwandelt wurde. Und Sichelschrecken erreichen in der Unterwelt eine Höhe von über drei Meter. Ein Trio, das Aufmerksamkeit weckt und Ärger förmlich anzieht. Zumal Drizzt nach wie vor von seiner hasserfüllten Familie gejagt wird - unter anderem in Person seines toten Vaters, der für diesen Job wieder ins Leben zurück gerufen wird.

Es kommt, wie es kommen muss: Am Ende des vierten Teils nehmen die Probleme derart überhand, dass Drizzt sich entscheiden muss. Entweder er gefährdet weiterhin das Leben seiner Freunde oder er verlässt die Unterwelt und flieht ins Oberreich. Keine leichte Entscheidung, aber Drizzt entschließt sich für das Leben im Licht. Nicht einfach für einen Drow, der durch seine schwarze Haut, sein schlohweißes Haar und seine elfenhafte Gestalt natürlich auffällt.

"In Acht und Bann"
Im fünften Teil hat Drizzt für sein Leben in der Oberwelt nur einen Wunsch: Frieden. Diesem Wunsch stellen sich zwei wesentliche Probleme entgegen. Erstens ist die Oberwelt keineswegs so friedlich wie sich Drizzt erhofft hatte. Das liegt unter anderem an Gnollen, Bargest-Welpen, Winterwölfen und einer unangenehm großen Anzahl Orks. Zweitens fürchten Menschen und Elfen Drizzt wie den wandelnden Tod, der er ja als Drow auch normalerweise wäre. Keine guten Aussichten für ein friedliches Leben im Wald.

Als dann noch eine komplette Familie niedergemetzelt wird und man Drizzt die Schuld an dieser Tat zuspricht, wird die Flucht wieder zum alltäglichen Dasein. Aber neben einem unversöhnlichen Feind, dem Kopfgeldjäger Roddy McGristle, findet Drizzt überraschenderweise auch einen Freund. Einmal mehr bildet sich ein ungewöhnliches Paar, denn der Dunkelelf schließt sich dem blinden Waldläufer Montolio de Brouchee an, dessen Eule für ihn einfach mitsieht. Er weiht Drizzt in die Geheimnisse der Oberwelt ein. Zum Beispiel erfährt er, dass gefrorenes Wasser Schnee heißt und ein typischer Begleiter des Winters ist. Als Drizzt dann noch einer Gruppe Waldläufer bei einem Überfall hässlich gesinnter Steinriesen beisteht, keimt doch die Hoffnung auf ein wenig Frieden auf.

"Der Hüter des Waldes"
Diese Hoffnung zerschlägt sich im sechsten Teil recht schnell. Schuld daran sind Robby McGristle und die Orks, die Drizzt und Montolio nachstellen. Es kommt zu einer gewaltigen Schlacht, bei der es auf der einen Seite zwar Orks in rauen Mengen dahin gerafft werden, aber auf der anderen Seite auch Montolio. Somit muss Drizzt wieder Abschied von einem Freund nehmen.

Ziellos streicht er durch die Lande und schließt sich einer Gruppe leidender Mönche an. Leidende Mönche gehen in ihrer Philosophie davon aus, dass es auf der Welt eine endliche Menge Leid gibt. Und je mehr sie davon selber ertragen, desto weniger bleibt für die anderen Bewohner von Faerûn übrig. Die Schrägheit seiner Begleiter zieht sich quasi wie ein roter Faden durch Drizzts Leben. Mit den Mönchen zieht der Drow zur Stadt "Zehn-Städte", wo ihm ein Angebot gemacht wird, dass im ein wenig Ruhe in sein rastloses Dasein bringen kann. Ob die Ruhe aber von Dauer ist, werden erst die nächsten Teile der Saga "Drizzt – der Dunkelelf" zeigen.

[Volker Ruckelshauss]

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