Edouard-Manet-Ausstellung in München

Manet in der Neuen Pinakothek

published: 13.01.2005

Edouard Manet: " Un bar aux Folies-Bergère" (Foto: The Samuel Courtauld Trust, Courtauld Institute of Art Gallery, London) Edouard Manet: " Un bar aux Folies-Bergère" (Foto: The Samuel Courtauld Trust, Courtauld Institute of Art Gallery, London)

Die Neue Pinakothek in München zeigt zwei der bedeutendsten Gemälde des 19. Jahrhunderts: Edouard Manets „Le déjeuner“ (1868), bisher bekannt unter dem Titel „Frühstück im Atelier“, und „Un bar aux Folies-Bergère“ (1881/82). Die impressionistischen Meisterwerke sind vom 21. Januar bis zum 10. April 2005 als Sonderausstellung zu sehen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mit der Courtauld Institute of Art Gallery, London.

Vor etwa 100 Jahren waren die beiden Gemälde bereits als Teil der Sammlung Auguste Pellerin in der einflussreichen „Modernen Galerie“ Heinrich Thannhausers in München zu sehen. Im selben Jahr von Cassirer gekauft, gelangte „Le déjeuner“ 1911 als Schenkung von Georg Ernst Schmidt-Reißig im Rahmen der Tschudi-Spende in die Neue Pinakothek. „Un bar aux Folies-Bergère“ erwarb der englische Textilmagnat Samuel Courtauld 1926 für seine Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Malerei. Zuletzt wurden die beiden Gemälde – wenn auch nicht im selben Raum - anlässlich des 100. Todestages Manets in der großen Retrospektive 1983 in Paris und New York gemeinsam ausgestellt.

Edouard Manet: Edouard Manet: " Un bar aux Folies-Bergère" (The Samuel Courtauld Trust, Courtauld Institute of Art Gallery, London)

Der damalige Ausstellungskatalog stellte heraus, dass „Le déjeuner“ eine Serie von Bildern des modernen Lebens initiierte, die mit „Un bar aux Folies-Bergère“ enden sollte. Tatsächlich verbindet die beiden Werke eine Reihe von Gemeinsamkeiten: Sie haben ein ähnliches Format und weisen eine ähnliche Komposition mit einer Dreiviertel-Figur im Vordergrund einer zeitgenössischen Genre-Szene auf. Jedes der Bilder ist bestechend, da die Figuren im Verhältnis zum Bildformat sehr groß und so gemalt sind, als seien sie der Bildebene sehr nah. Sie stehen regungslos da und scheinen in Richtung des Betrachters zu schauen. Gleichzeitig wirken sie selbstbezogen und distanziert. Die innerbildlichen Ungereimtheiten geben bis heute Anlass für eine Vielzahl von Interpretationsversuchen.

Der Eintritt für die Sonderausstellung Manet beträgt 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

[PA]

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung