Deutschlehrer Rolf-Peter Müller gibt eine Klausur zurück (Foto: ZDF/SWR)Daniel und Dennis Schellhase mit Marcus Mengert, Dipl.-Sportwissenschaftler, beim Cardio-test (Foto: Techniker Krankenkasse)Rekrut Basti Lämmle (Franz Dinda) stellt Überlegungen zur Manövertaktik an (Foto: Constantin)Anna Yina hat nicht nur eine Leidenschaft für Musik, sondern auch für coole Stylings (Foto: Public Address)Donnerstags um 23 Uhr ist Tobi Schlegl als Moderator von "extra 3" im NDR Fernsehen zu sehen  (Foto: Public Address)"Weltachse mit Hase" von August Natterer, Wegbereiter des Surrealismus aus der Psychiatrie (Foto: SWR/Sammlung Prinzhorn)Der Film "ostPUNK! / too much future" dokumentiert die Punk-Bewegung in Ostdeutschland  (SUBstitut)

Buch-/CD-Tipp

Earbook "Fidel Castro"

published: 03.09.2007

Das neue Earbook widmet sich dem kubanischen Staatschef Fidel Castro (Foto: Edel Classics)Das neue Earbook widmet sich dem kubanischen Staatschef Fidel Castro (Foto: Edel Classics)

Seit ein paar Jahren produziert der Verlag Edel Classics die so genannten Earbooks. Die Kombination aus Bildband und Musik spricht Auge und Gehör auf das selbe Thema an und soll damit eine ganz besondere Rezeptionserfahrung bereiten.

Das neueste Earbook steht ganz im Zeichen Fidel Castros, einer der umstrittensten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Der 120 Seiten umfassende Band besteht aus 100 Fotos des kubanischen Staatschefs und vier CDs mit traditioneller kubanischer Musik. Auf den Bildern ist er von seinen Jugendjahren bis jetzt zu sehen: Der Bogen spannt sich von seiner Zeit als Jurastudent und der Eroberung Kubas über den Kalten Krieg bis hin zum neuen Jahrtausend. Mal ist er als junger Anwalt, mal als Guerillero, Politiker, Sportler oder Privatmensch zu sehen.

Die dazugehörigen CDs bieten die spätestens seit dem Film "Buena Vista Social Club" bekannt gewordenen rhytmischen Gitarren-, Piano- und Bongoklänge gepaart mit fröhlichem und gleichzeitig schmerzvollem Gesang. Neben etwas berühmteren Jazz- und Salsa-Interpreten wie Frank Emilio Flynn, Andrés Alén oder dem Cuarteto Carenas sind es Aufnahmen von eher unbekannten Musikern und Chören. Die Tracks reichen von Kinderlied-ähnlichen Chorliedern bis hin zu Klassikern wie "Chan Chan" oder "Yolanda".

Die Bilder, die durch die Musik hervorgerufen werden, stimmen nicht mit den dargestellten Fotos überein. Das mag zwar teilweise zu einem künstlerisch wertvollen Gegensatz führen, macht aber auf lange Sicht einen unstimmigen Eindruck. Wer den wunderbar harmonisch-rhytmischen Klängen der kubanischen Musik lauscht, möchte sich zurücklehnen, entspannen und von einem Cuba Libre im Sonnenuntergang von Havanna träumen - und nicht Bilder von Che Guevara im Guerillakrieg oder Fidel Castro bei seinem Besuch in Ost-Berlin 1972 anschauen.

Die Fotos sind teilweise von schlechter technischer Qualität und künstlerisch wenig aussagekräftig. Die Musik macht jedoch gute Laune. Zu verschenken nur an absolute Fidel Castro-Fans. Fazit: zwar sehr hörbar, aber nicht unbedingt sehenswert.

[Hana Scheltat]

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung