Theater-Tipp

RuhrTriennale 2007

published: 01.09.2007

Die Münchner Kammerspiele inszenieren Kleists Drama "Prinz Friedrich von Homburg" mit Paul Herwig, Sandra Hüller und Annette Paulmann (v.l.) (Foto: Andreas Pohlmann)Die Münchner Kammerspiele inszenieren Kleists Drama "Prinz Friedrich von Homburg" mit Paul Herwig, Sandra Hüller und Annette Paulmann (v.l.) (Foto: Andreas Pohlmann)

Bühnenbildner Alex Harbs kreierte dieses Modell für das Musiktheaterstück "Unter Eis" (Foto: Martin Reiter)Bühnenbildner Alex Harbs kreierte dieses Modell für das Musiktheaterstück "Unter Eis" (Foto: Martin Reiter)

Am 1. September beginnt die Saison 2007 der RuhrTriennale, das internationale Fest der Künste im Ruhrgebiet. Bis zum 14. Oktober werden die Industriedenkmäler des Ruhrgebiets wieder in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Theater, Tanz und Literatur umgewandelt.

Der Vorhang öffnet sich unter anderem für fünf Uraufführungen und zwei deutsche Erstaufführungen. Das Musiktheaterstück "Unter Eis" von Jörn Arnecke und Falk Richter etwa schockiert durch die minutiöse Analyse der Sprache und Ideologie der Unternehmensberater und ihrer Weltanschauung.

"Next Level Parzival" von Tim Staffel handelt von sieben jungen Leuten, die sich zu einer LAN-Party treffen. Dort taucht ein Computervirus namens "Parzival" auf, der nach und nach, wie die gleichnamige Figur aus dem Mittelalter, die Welt um ihn herum in Unordnung bringt. Mit der berüchtigten Sprech-Tanz-Performance "Requiem für eine Metamorphose" widmet der belgische Künstler und Choreograph Jan Fabre seinen verstorbenen Eltern eine farbenfrohe Totentanzrevue.

Jan Fabres "Requiem für eine Metamorphose" ist ein farbenfroher Totentanz mit Blumen (Foto: Filip Van Roe)Jan Fabres "Requiem für eine Metamorphose" ist ein farbenfroher Totentanz mit Blumen (Foto: Filip Van Roe)

Neben innovativ anmutenden Stücken sind ebenso Interpretationen klassischer Theaterstücke wie Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" der Münchner Kammerspiele und Schillers "Die Jungfrau von Orleans", gespielt vom Berliner Ensemble, dabei.

In sechs Wochen bietet die RuhrTriennale insgesamt 28 Produktionen in 99 Vorstellungen, in denen 580 Künstlern aus 18 Ländern auf der Bühne stehen werden. Außerdem werden in den ehemaligen Maschinenhallen und Kokereien neuartige Entwicklungen der bildenden Kunst, Führungen sowie Pop- und Konzertmusik zu bestaunen sein.

Die RuhrTriennale findet seit 2002 in einem Zyklus von jeweils drei Jahren unter wechselnder künstlerischer Leitung statt.
Die II. RuhrTriennale 2005-2007 befindet sich unter der Leitung von Theaterintendant und Filmregisseur Jürgen Flimm. Nach Romantik und Barock konzentriert sich das künstlerische Programm der Saison 2007 auf die Epochenschwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit.

Spielstätten:
Jahrhunderthalle, Bochum
Gebläsehalle, Duisburg
Maschinenhalle Zeche Zweckel, Gladbeck
PACT Zollverein, Essen
Salzlager Zollverein, Essen
Salzfabrik Zollverein, Essen
Maschinenhaus Zeche Carl, Essen
Theater Duisburg
Schauspielhaus Bochum
Kino Casablanca, Bochum

[Hana Scheltat]

Links

www.ruhrtriennale.de

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