"Terror - Ihr Urteil"

Schuldig oder Unschuldig?

published: 18.10.2016

v.l.n.r.: Verteidiger (Lars Eidinger), Staatsanwältin (Martina Gedeck), Kampfpilot Lars Koch (Florian David Fitz), Richter (Burghart Klaußner) (Foto: ARD Degeto/RBB/Julia Terjung" (S2) ) v.l.n.r.: Verteidiger (Lars Eidinger), Staatsanwältin (Martina Gedeck), Kampfpilot Lars Koch (Florian David Fitz), Richter (Burghart Klaußner) (Foto: ARD Degeto/RBB/Julia Terjung" (S2) )

Es war das typische "Trolley-Problem", ein moralisches Dilemma. Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten? Am Montagabend thematisierte der Spielfilm "Terror - Ihr Urteil" in der ARD genau diese Frage. Durfte der Kampfpilot Lars Koch ein Passagierflugzeug abschießen, um zu verhindern, dass ein Terrorist dieses auf ein vollbesetztes Fußballstadion stürzen lässt? Ist Lars Koch ein Held oder ein Mörder? Die 6,88 Millionen Zuschauer durften dabei Schöffe spielen und über den Ausgang des Films abstimmen. 86,9 Prozent stimmten für "unschuldig", 13,1 Prozent für "schuldig". Somit wurde das Ende ausgestrahlt, bei dem der Kampfpilot freigesprochen wurde. Seit Montagabend wird im Netz unter dem Hashtag #TerrorIhrUrteil hitzig diskutiert.



Das 90-minütige Gerichtsdilemma mit Florian David Fitz in der Rolle des Angeklagten Lars Koch und seinem Verteidiger, gespielt von Lars Eidinger, basiert auf dem Theaterstück von Ferdinand Schirach, das bereits über 400 Mal aufgeführt wurde. Die Staatsanwältin (Martina Gedeck) und die Nebenklägerin Franziska Meiser (Jördis Triebel) brachten Punkte für die Verurteilung von Koch, wie "Dürfen wir Unschuldige töten, um andere Unschuldige zu retten? Und ist es eine Frage der Zahl? Lassen sich Leben gegeneinander rechnen, wenn für den Tod eines Menschen 400 andere gerettet werden können?" an. Verteidiger Biegler dagegen sagte: "Kein Prinzip der Welt kann wichtiger sein, als 70.000 Menschen zu retten" Der Zuschauer musste also mitdenken, abwägen, entscheiden. Auch in Österreich und in der Schweiz entschieden die Zuschauer sich mit großer Mehrheit für einen Freispruch, mit ebenfalls 86.9 Prozent und 84 Prozent.



Allerdings muss sich die ARD wohl auch gefallen lassen, dass die Zahlen wohlmöglich anders hätten aussehen können. Viele ärgerten sich im Netz darüber, dass es anscheinend technische Probleme während der Abstimmung gab. Die Internetseite war schwer erreichbar, beide Telefonummern besetzt oder man kam nicht durch. Das alternative "Schuldig-Ende" kannst du dir trotzdem hier ansehen.









[PA]

Links

Alle Infos zum Spielfilm
Hier gibt´s das Video zum alternativen Ende

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