Urheberrecht

Darauf solltest du beim Posten achten

published: 23.04.2017

Auch Social Media ist kein rechtsfreier Raum (Foto: fotogestoeber / Shutterstock.com) Auch Social Media ist kein rechtsfreier Raum (Foto: fotogestoeber / Shutterstock.com)

Über die Hälfte der Deutschen ist in sozialen Netzwerken aktiv. Social Media ist Normalität im Alltag geworden - und das Posten von Bildern, Musik oder Videos ist mittlerweile für viele selbstverständlich. Was dabei oft vergessen wird, ist das Urheberrecht. Denn das gilt nicht nur offline, sondern natürlich auch online. Für unvorsichtige User kann es teuer werden. Was du bei der Nutzung von Facebook, Twitter und Co. beachten musst, erfährst du hier.
 

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Durch das Urheberrecht wird die juristische Beziehung zwischen dem Urheber und seinem Werk definiert und gesetzlich geregelt. So soll das Werk geschützt werden und der Urheber hat Anspruch auf eine entsprechende Vergütung. Unter das Urhebergesetz fallen diverse Schöpfungen, im Zusammenhang mit Social Media sind vor allem Fotos, Musik und Videos von großer Bedeutung.

Bilder

Es fängt beim Profilbild an und hört beim Vorschaubild eines Websitelinks auf: Die Gefahr, eine Urheberrechtsverletzung beim Veröffentlichen von Bildern in den sozialen Netzwerken zu begehen, ist groß. Denn beim Verwenden und der Verbreitung von fremden Bildern benötigt man die Einwilligung des Rechteinhabers. Deswegen solltest du dich beim Posten oder Teilen von Bildern anderer vergewissern, dass du dazu auch berechtigt bist. Bietet ein Urheber eines Bildes das Teilen sogar schon bei Facebook als Option an, ist er vermutlich einverstanden. Ansonsten kann aber auch nur das Teilen von Bildern problematisch sein.

Das erstbeste Bild, das du bei Google findest, als Profilbild zu benutzen - nicht unbedingt die beste Idee. Denn dann droht dir eine Abmahnung, die teuer werden kann. Selbst wenn du Bilder in einer Bilddatenbank erworben hast, bedeutet das nicht automatisch, dass du sie auch in den sozialen Netzwerken verwenden darfst. Hier sind häufig gesonderte Nutzungsrechte notwendig - also besser nochmal informieren. Eine Grauzone bilden die Vorschaubilder von Weblinks, die Facebook oder Twitter beim Posten eines Links automatisch erstellen. Einige Juristen sind der Meinung, dass auch das Posten eines Links mit Vorschaubild das Urheberrecht verletzt - allerdings gibt es hierzu noch keine eindeutige Rechtssprechung. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Vorschaubilder in den Einstellungen von Facebook oder Twitter aber auch einfach deaktivieren.
 

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Sogar bei selbst geschossenen Bildern musst du aufpassen. Hier liegt das Urheberrecht natürlich bei dir. Wenn aber andere Personen auf dem Bild sind, brauchst du vor dem Posten ihr Einverständnis. Das ist allerdings nicht notwendig, wenn du Bilder von Menschenansammlungen postest oder wenn die Personen nicht im Vordergrund stehen und für das Motiv nicht wichtig sind.
 

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Musik

In den sozialen Netzwerken kann vor allem die Verwendung von Hintergrundmusik für eigene Videos problematisch werden. Denn auch Musik unterliegt dem Urheberrecht. Deswegen solltest du bei eigenen Videos mit Hintergrundmusik am besten gemeinfreie Musik nutzen. Dabei handelt es sich um geistige Schöpfungen, bei denen kein Schutz durch das Urheberrecht besteht, weil dieses beispielsweise bereits verjährt ist.

Tipps, um Abmahnungen zu vermeiden

1. Poste eigene Inhalte oder kläre eine Veröffentlichung mit dem Urheber ab.
2. Prüfe vor dem Teilen von Beiträgen, ob der Urheber einer Verbreitung zugestimmt hat.
3. Besorge dir von Personen, die auf deinen Fotos abgebildet sind, vor einer Veröffentlichung das Einverständnis dafür.
 

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Alles in allem werden aber nur die wenigsten Nutzer von sozialen Medien wirklich abgemahnt - obwohl sehr viele gegen das Urheberrecht verstoßen. Ein vollkommen unverantwortlicher Umgang mit fremdem Eigentum kann teuer werden. Deswegen solltest du vielleicht beim nächsten Bild einmal kurz innehalten und überlegen, ob du es wirklich so ohne weiteres auf Facebook posten darfst.

Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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