Ostern weltweit

Skurrile Osterbräuche — Teil 2

published: 15.04.2017

Wie wär´s zu Ostern mit frisch gefärbten roten Eiern im Gesicht? Das ist in Bulgarien so üblich... (Foto: Public Address) Wie wär´s zu Ostern mit frisch gefärbten roten Eiern im Gesicht? Das ist in Bulgarien so üblich... (Foto: Public Address)

Auf in eine zweite Runde Oster-Wahnsinn! In Teil 1 haben wir dir bereits fünf skurrile Osterbräuche vorgestellt — jetzt folgen, wie versprochen, die nächsten Traditionen fernab von brav Eiersuchen und anschließend Osterlamm schnabulieren. Das kennen wir ja alles schon aus unserer Kindheit. Langweilig; oder wie man damals bei ICQ noch schrieb: *gähn* — ja, das war noch was. Und da ja immer propagiert wird, man solle offen für Neues sein, kommen hier unsere alternativen Gestaltungspläne: Wieso dieses Ostern den Freund nicht mit einem roten Ei durch's Gesicht streicheln wie in Bulgarien oder wie die Philippiner die kleine Schwester beim Läuten der Kirchenglocken am Kopf in die Luft heben? In diesem Sinne: Viel Spaß mit Teil 2 der skurrilsten Osterbräuche ever!  

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1. Lettland: großes Osterschaukeln

Ja, in Lettland, da haben an Ostern nicht nur die Kinder ihren Spaß, sondern auch die Erwachsenen: Osterschaukeln — woop! Wer an Ostern wild schaukelt, der ist im kommenden Sommer nicht nur vor Mücken geschützt, sondern auch dessen Vieh und Getreide haben eine rosige Zukunft vor sich. Bloß eins darf man beim Osterschaukeln nicht vergessen: Das anschließende Verbrennen der Schaukel, denn sonst wird man von bösen Hexen heimgesucht. Und wer will das schon.

2. Frankreich: fliegende Glocken

Von Gründonnerstag bis Karsamstag ertönt in Frankreich keine Kirchenglocke. Nicht etwa, weil der Glöckner Osterurlaub macht oder so, sondern weil die Kirchenglocken einer Legende nach an diesen Tagen zum Papst nach Rom fliegen und ihn dort besuchen. Pah, da ist ein fliegender Teppich nichts gegen. Am Ostersonntag kehren sie dann endlich zurück und bringen für alle Eier, Schokolade und Geschenke mit. Souvenirs gehören eben zu einem richtigen Urlaub dazu.
 

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3. Philippinen: das Wachstumsritual

Popei hat den Spinat, um groß und stark zu werden — die Filipinos Ostern. Denn wenn die Osterglocken läuten, heben sie ihre Kinder am Kopf hoch. Ja, richtig gelesen. Warum sie das tun? Dieses Strecken soll wachstumsfördernd sein und sicherstellen, dass die kleinen Filipinos später ganz, ganz groß werden. Dabei enthalten Ostereier schon genug Folsäure für das Wachstum der Kinder — aber naja, die Filipinos werden schon wissen, was sie tun. Oder?

4. Mexiko: wie im Horrorfilm

Wer nach Horrorfilmen überlegt, einen Waffenschein zu machen oder einfach nie wieder aus dem Haus zu gehen, der sollte Ostern lieber nicht in Mexiko verbringen. Denn dort braucht man vor allem eins: starke Nerven. Zwar gehen die Osterfeierlichkeiten fast zwei Wochen und die Straßen sind wunderschön und bunt geschmückt — doch an Karfreitag, da hilft das alles nichts. Denn nachdem nachgestellt wurde, wie Jesus von den Römern nach Golgatha gebracht wurde, schließt sich am Nachmittag die Nachstellung der unheimlichen, düsteren Kreuzigungsprozession an #creepy.

5. Bulgarien: ein rotes Ei ins Gesicht

In Bulgarien ist man an Ostern ganz streng — und skurril — was die Eier-Tradition betrifft: Am Gründonnerstag wird mit dem Einfärben der Eier begonnen; angefangen wird immer mit der Farbe rot. Mit den roten Eiern streicht dann die älteste Frau im Haus den Kindern durchs Gesicht. Für Gesundheit und Stärke und so. Sind dann alle Eier gefärbt und das letzte Gesicht gestreichelt, beginnt die Eier-Schlacht: Am Ostersonntag werden nach der Messe Familie und Kirche wild mit Eiern beworfen; wessen Ei am Ende noch heile ist, der wird im nächsten Jahr am meisten Erfolg haben. ,
 

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PS: Wer jetzt so richtig in Osterstimmung ist, kann das Pointer-Quiz "Was weißt du über Osterbräuche?" lösen und sein skurriles Wissen testen — ist garantiert auch guter Gesprächsstoff, wenn man an Ostern mit der ganzen Familie am Tisch sitzt und die Frage kommt "Und, was wirst du mit deinem Studium jetzt später nochmal?". — Dann einfach schnell die Legende der fliegenden Glocken erzählen. Funktioniert zur Ablenkung bestimmt. Also: Frohe Ostern!

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Zum Artikel "Skurrile Osterbräuche — Teil 1"
Zum Pointer-Quiz "Was weißt du über Osterbräuche?"

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