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#hilfefürandreas

Raus aus der Obdachlosigkeit — dank App

published: 20.04.2017

Ohne Wohnung, ohne Hoffnung: Die Geschichte von Dennis und dem obdachlosen Andreas macht bewusst, wie wichtig es ist, seinen Mitmenschen zu helfen (Foto: Shutterstock/Kidsana Maimeetook) Ohne Wohnung, ohne Hoffnung: Die Geschichte von Dennis und dem obdachlosen Andreas macht bewusst, wie wichtig es ist, seinen Mitmenschen zu helfen (Foto: Shutterstock/Kidsana Maimeetook)

"Es war einmal…“ — der klassische Anfang eines jeden Märchens, wie wir sie aus unserer Kindheit kennen. Doch auch in der Gegenwart werden noch immer welche geschrieben: So begeistert aktuell die Geschichte von Dennis und dem obdachlosen Andreas die sozialen Medien sowie die bundesweite Presse. Es ist eine Geschichte, wie sie sich die Brüder Grimm nicht besser hätten ausdenken können: Zwei Männer lernen sich im Krankenhaus kennen, einer von ihnen ist unfreiwillig obdachlos. Der andere beschließt, ihm zu einem neuen Leben zu verhelfen — und findet dabei zahlreiche Unterstützer.

Am Ende kommen nicht nur Tausende Euro an Spenden zusammen, sondern es wird vor allem eins klar: Wahre Helden, die gibt’s eben nicht nur im Märchen, sondern manchmal liegen sie auch einfach mit dir im gleichen Krankenzimmer. Was die ungewöhnliche Geschichte von Dennis und Andreas mit der Studenten-App Jodel zu tun hat und wie du Teil des modernen Märchen werden kannst — das erfährst du hier auf Pointer.



Wie alles begann

Dennis liegt mit einer Niereninfektion in einem Mainzer Krankenhaus, als er dort seinen Zimmernachbarn Andreas kennenlernt. Das aus dieser Zufallsbekanntschaft wenige Wochen später eine ernsthafte Freundschaft entstehen würde, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch keiner von Beiden. Während der gemeinsamen zwei Wochen im Krankenhaus vertraut Andreas Dennis die traurige Geschichte seiner Obdachlosigkeit an — von der Frau samt Kind verlassen, alkoholsüchtig geworden, Job sowie Wohnung verloren. Sein größter Wunsch: Runter von der Straße, zurück ins normale Leben! Sein größtes Glück: Dennis.

Denn für Dennis steht fest, dass er Andreas helfen will. Dazu startet er einen Spendenaufruf mit Hilfe der Studenten-App Jodel — eine Mitteilungs-App, die Nutzern innerhalb von zehn Kilometern vor allem lustige Sprüche anderer Nutzer anzeigt. Doch Dennis zweckentfremdet die Social-Media-App, um auf Andreas' Schicksal aufmerksam zu machen. Und das klappt! Die Resonanz ist überwältigend: In kürzester Zeit bieten Jodler ihren Keller als Stauraum für Andreas' wenige Habseligkeiten an, wollen ihm einen Friseurbesuch bezahlen oder Kleidung spenden. Dennis bestärkt dieser Support darin, weiterzumachen: Er gründet eine eigene Homepage sowie Facebook-Seite, kreiert den Hashtag #hilfefürandreas, telefoniert mit Ämtern und Obdachlosenheimen.



Über 6.000 Euro Spenden — und ein Happy End in Sicht

Doch damit nicht genug: Da Andreas vor allem Geld braucht, um sich eine Wohnung leisten zu können, startet Dennis auf der Website leetchi einen offiziellen Spendenaufruf. Und auch damit hat er großen Erfolg: Bisher sind schon über 6.000 Euro zusammen gekommen. Unter dem Aufruf versichert Dennis, dass das Geld sinnvoll eingesetzt und jeder Beleg dokumentiert sowie veröffentlich wird. Die nächste geplante Investition: Eine Monatskarte für’s Schwimmbad, damit Andreas regelmäßig duschen und somit ordentlich bei kommenden Bewerbungsgesprächen erscheinen kann. Und ein mögliches Happy End ist sogar schon in greifbarer Nähe: Wie der Merkurist berichtet, gibt es mittlerweile schon das erste richtige Jobangebot für Andreas — von einem Garten- und Landschaftsbetrieb in Rüsselsheim.

Ein Erfolg, der ohne die Unterstützung der Social-Media-Community, dem bundesweiten Medienecho — vor allem aber nicht ohne das selbstlose und zu Tränen rührende Engagement von Dennis möglich gewesen wäre. Chapeau! Es bleibt nur zu hoffen, dass Andreas seine unfreiwillige Obdachlosigkeit möglichst schnell beenden und in ein normales Leben zurückfinden kann. Damit auch dieses moderne Märchen bald mit dem Satz begonnen werden kann "Es war einmal...".

Falls du ebenfalls für Andreas spenden möchtest, kannst du dies hier tun.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Links

Die App "Jodel" im App-Store downloaden
Zur leetchi-Spendenseite von #hilfefürandreas
Zum Merkurist-Artikel "Nach Jodel-Aufruf für Obdachlosen: Erstes Jobangebot für Andreas"
Zur Website "#hilfefürandreas"
Zur Facebook-Seite "Hilfefuerandreas"

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