Das Thalia-Theater in Hamburg (Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thalia_Theater_(Hamburg)#mediaviewer/File:Hamburg_Thalia-Thetaer_2010.jpg" target="_blank">Fassade des Thalia Theaters Hamburg</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:AndreasPraefcke" target="_blank">AndreasPraefcke</a> lizensiert durch <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>)Hannelore Hoger im Interview (Foto: Public Address)"A Clockwork Orange" ("Uhrwerk Orange"), GB/USA 1970-71. Alex DeLarge (Malcolm McDowell) und seine Droogs im Haus des Schriftstellers Mr. Alexander (Patrick Magee) (Foto: Warner)Ben Becker (Foto: Public Address)Audrey Tautou im Interview (Foto: Public Address)Leslie Silbert (Foto: Public Address)Natalia Wörner im Interview (Foto: Public Address)

Zum 50. Todestag des Schriftstellers

Lübeck ruft Thomas-Mann-Jahr aus

published: 07.02.2005

Thomas Mann 1926 (Foto: Kulturstiftung Hansestadt Lübeck/Buddenbrookhaus) Thomas Mann 1926 (Foto: Kulturstiftung Hansestadt Lübeck/Buddenbrookhaus)

Mit über 100 Veranstaltungen ehrt die Hansestadt Lübeck ihren Sohn Thomas Mann, eine der Zentralfiguren der deutschen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts. Am Donnerstag stellte die Kulturstiftung das Programm am biografisch beziehungsreichen Ort vor: in Thomas Manns ehemaligem Klassenzimmer im Lübecker Gymnasium Katharineum.

Unter dem Titel "50 Jahre Thomas Mann in Deutschland" umfassen die Planungen zahlreiche Einzelveranstaltungen, darunter eine große Ausstellung in der Katharinenkirche und eine Festwoche, deren Höhepunkt ein Festakt am 13. August mit Bundespräsident Horst Köhler und Marcel Reich-Ranicki als Redner.

"Thomas Mann gehört nicht den Germanisten allein", so Dr. Hans Wißkirchen, Direktor der Kulturstiftung. Der Lebenslauf dieses Autors und seiner Familie sei aufs Engste mit der deutschen Geschichte verknüpft. So sei er zu einer deutschen Projektions- und Identifikationsfigur geworden

Anlässlich des Thomas-Mann-Jahres werden sich über 100 Veranstaltungen dem Leben und Wirken Thomas Manns widmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Jubiläumsaustellung "Das zweite Leben. Thomas Mann 1955 - 2005". Sie vermittelt die unterschiedlichen Perspektive auf den Schriftsteller, Familienvater und Nobelpreisträger, und wird vom 20. Mai bis zum 31. Oktober 2005 in der Katharinenkirche zu sehen sein.

Katia und Thomas Mann vor dem zerstörten Buddenbrookhaus 1953 (Copyright: Kulturstiftung Hansestadt Lübeck/Buddenbrookhaus)Katia und Thomas Mann vor dem zerstörten Buddenbrookhaus 1953 (Copyright: Kulturstiftung Hansestadt Lübeck/Buddenbrookhaus)

Thomas Mann selbst war ein Meister der Selbstinszenierung. Er vermittelte von sich das Bild des bürgerlichen humanistischen Autors. Dies blieb bis 20 Jahre nach seinem Tod in groben Zügen bestehen. Mit der Veröffentlichung seiner Tagebücher Ende der siebziger Jahre begann die Dekonstruktion dieses Bildes. Der Schriftsteller wurde als Mensch vermehrt kritisch betrachtet: Man schrieb über Thomas Mann als schlechten Familienvater, als unglücklichen Homosexuellen, als Hypochonder.

So entstanden und entstehen verschiedene Perspektiven auf Leben und Werk Thomas Manns. Dieser Rezeptionsgeschichte, die mit dem 50. Todesjahr von Thomas Mann keineswegs abgeschlossen ist, widmen sich neben der Ausstellung noch viele weitere Veranstaltungen.

Höhepunkt des Jahres bildet die Festwoche vom 7. bis zum 14. August 2005. Sie beginnt mit der Verleihung des Thomas-Mann-Preises der Hansestadt Lübeck. Ein internationales Kolloquium, literarische Exkursionen, Lesungen und Gespräche mit Gästen, unter anderem Frido Mann und Siegfried Lenz, bilden das Hauptprogramm der Festwoche. Am 13. August wird sie schließlich mit einem Festakt mit Bundespräsident Horst Köhler und einem Festvortrag von Marcel Reich-Ranicki beschlossen.

Ebenfalls im Rahmen dieser Festwoche wird der Thomas-Mann-Förderpreis der Thomas-Mann-Gesellschaft an einen herausragenden Nachwuchswissenschaftler verliehen. Das Buddenbrookhaus in Lübeck zeigt ganzjährig eine Reihe von Verfilmungen der Werke Thomas Manns - populäre Klassiker sowie Neu- und Wiederentdeckungen.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

Mehr

Saftige Süße des Sommers
So schmeckt der Salat!
Rhabarber-Muffins mit Haselnüssen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung