Museum für Völkerkunde in Hamburg

Auf den Spuren buddhistischer Pilger

published: 05.04.2005

Das Museum für Völkerkunde in Hmaburg (Foto: Hauptfassade zur Rothenbaumchaussee von Carol.Christiansen lizensiert durch gemeinfrei) Das Museum für Völkerkunde in Hmaburg (Foto: Hauptfassade zur Rothenbaumchaussee von Carol.Christiansen lizensiert durch gemeinfrei)

Der Blick vom Dach der Welt schweift weit. Vom 3. April 2005 bis 22. Januar 2006 lässt das Museum für Völkerkunde Hamburg vor dem Auge des Besuchers ein Bild von der Vielfalt der Welt des tibetischen Buddhismus entstehen. Man erfährt vom Alltag eines tibetischen Dorfes, taucht ein in das Leben mongolischer Reiternomaden und begleitet Gläubige aus verschiedenen Ländern auf ihrem Weg ins Zentrum buddhistischer Spiritualität.

In den vollständig neu gestalteten Ausstellungsräumen treten die Besucher in die Fußstapfen von Pilgern, die seit Jahrhunderten aus Nepal und Bhutan, der Mongolei und China nach Tibet reisen. Der Weg führt an vollständig eingerichteten tibetischen Häusern vorbei zu einer mongolischen Jurte. Schritt für Schritt erkunden die Besucher auf rund 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche die Facetten des tibetischen Buddhismus, der mittlerweile auch viele Anhänger in Europa und Nordamerika hat. Am Ziel angelangt, betreten sie einen prächtigen tibetischen Tempel, einen Ort der Ruhe und Konzentration.

Figur der Göttin Tara (Foto: Museum für Völkerkunde Hamburg)Figur der Göttin Tara (Foto: Museum für Völkerkunde Hamburg)

Die etwa 1.600 Objekte der europaweit einzigartigen Sammlung werden in ihrer Gesamtheit erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Das Museum hat auf Leihgaben verzichtet und stattdessen auf seine Archive zurückgegriffen. Zu den Glanzlichtern zählen die Figur eines Bodhisattvas ("Erleuchtungswesen") aus dem elften Jahrhundert sowie ein Rollbild (tibetisch: Thangka) der "Göttin mit dem weißen Schirm", die vom Dalai Lama zur Schützerin Norddeutschlands erklärt wurde.

Ein Veranstaltungsprogramm begleitet die Ausstellung: Verschiedene Thangka-Künstler aus Nepal werden im Haus malen. Sie vermitteln einen unmittelbaren Eindruck von dieser so eng mit dem tibetischen Buddhismus verbundenen Kunstrichtung. Ebenso werden sich die in Hamburg ansässigen buddhistischen Zentren vorstellen. Zu Themen wie "Asiatische Medizin" oder "Tibetische Architektur" sind spezielle Aktionstage geplant.

Öffnungszeiten:
Di. bis So. 10 - 18 Uhr, Do. bis 21 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 6 EUR / erm. 3 EUR / Familien 10 EUR

[PA]

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