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Buch-Tipp

"Amy Winehouse und ihr viel zu kurzes Leben"

published: 10.01.2012

"Back To Black - Amy Winehouse und ihr viel zu kurzes Leben" von Alexander Schuller und Nicole von Bredow (Goldmann)"Back To Black - Amy Winehouse und ihr viel zu kurzes Leben" von Alexander Schuller und Nicole von Bredow (Goldmann)

Wer in den letzten Jahren aufmerksam Amy Winehouse' Karriere verfolgt hat, wird nicht viel Neues in der Biografie von Alexander Schuller und Nicole von Bredow erfahren. Zusammengetragene Geschichten und Aussagen von Freunden, Familie und Insidern bieten aber dennoch einen zusammenfassenden Überblick von Amys Leben. Ab und zu sind die Autoren sogar ein bißchen über das Ziel hinausgeschossen: In dem Willen, auch wirklich jede Kleinigkeit zu erwähnen und in jedem möglichen Kontext zu verarbeiten, verwirrt das Buch an einigen Stellen eher als es aufklärt.

Ruhm wichtiger als Gesundheit?

Die Biogafie behandelt nicht nur das Leben, sondern auch den Tod der Sängerin und die Frage, wer Mitschuld an ihrem frühen Ende im Alter von nur 27 Jahren trägt. Während des Lesens ensteht schnell der Eindruck, dass die Leute in Amys Umfeld womöglich mehr an ihrem Ruhm und Erfolg interessiert waren als an ihrer Gesundheit. So erfährt man, dass Amys Vater zum Zeitpunkt ihres Todes in New York war, um sein eigenes Album aufzunehmen. Leicht kommt da der Verdacht auf, dass dieser die Karriere seiner Tochter als eigenes Sprungbrett nutzte. Auch der Plattenfirma scheint der Profit wichtiger als alles andere zu sein: Zum Erscheinen von Amys zweitem Album stellte diese ein Spiel ins Netz, in dem man die animierte Amy mit Whiskey abfüllen konnte. Angesichts der Tatsache, dass die Sängerin an einer Alkoholvergiftung starb, mutet das aus heutiger Sicht nicht nur geschmacklos, sondern makaber an.



Kreative Tiefen?

Vielleicht trägt auch Blake Fielder-Civil, Ex-Ehemann der Sängerin, einen Anteil der Schuld am Tod der Sängerin. So bedauerte dieser, vor Amy harte Drogen genommen und ihr somit in die Sucht verholfen zu haben. In seinem Fall ist späte Einsicht wohl auch nicht besser als gar keine. Natürlich bleibt Amy aber die Hauptverantwortliche für den Verlauf ihres Lebens. Laut den Autoren brauchte die "Back To Black"-Sängerin gar ein gewisses Tief, um kreativ zu sein. Bei ihrem ersten Album "Frank" fungierten die Scheidung ihrer Eltern und die Trennung von ihrem Freund Chris Martin als Gründe. Bei "Back To Black" waren es offenbar die Beziehung zu und die Trennung von Blake Fielder-Civil, die sie "wie ein Teufel" Songs schreiben ließen. "Sonst hätte ich doch nichts gehabt, worüber ich schreiben könnte", soll die Sängerin in diesem Zusammenhang gesagt haben.

Leser im Zwiespalt

Während des Lesens entwickelt man ein zwiespältiges Gefühl in Bezug auf Amy. Auf der einen Seite erscheint sie als verzweifelter, verunsicherter Mensch, der sich laut der Journalistin Daphne Barak "in der Gesellschaft von Mädchen viel sicherer fühlt, als in der Gesellschaft Erwachsener" und den man einfach nur in den Arm nehmen möchte. Die TV-Journalistin hatte Amy 2009 einige Zeit begleitet, um die Dokumentation "Saving Amy" zu drehen. Auf der anderen Seite ist da die andere Amy, die Heroin in Tütchen schluckt, um auch im Urlaub mit ihren Drogen versorgt zu sein. Diese Amy möchte man einfach nur schütteln, um sie zum Aufhören zu bewegen.

Für die Fans

Mit bunten Bildern und Kapiteln, die nach Songs von Amy benannt sind, ist das Drumherum des Buches ganz hübsch arrangiert, was die Biografie zu einem netten Gesamtpaket macht. Fans der Sängerin bietet das Buch eine schöne Möglichkeit, die Stationen in Amys Leben noch einmal nachzuvollziehen.

"Back to black - Amy Winehouse und ihr viel zu kurzes Leben"
Autorin: Alexander Schuller/Nicole von Bredow
Verlag: Goldmann
Softcover, 224 Seiten
Preis: 12,99 Euro
ISBN-13: 978-3442157303
ISBN-10: 3442157307


[Laura Frahm]

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Links

www.amywinehouse.com

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