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Besser konzentrieren

Mit System ans Ziel

published: 11.10.2010

In Lernpausen solltest du dir eine Nase frische Luft gönnen (Foto: vadim kozlovsky/shutterstock.com) In Lernpausen solltest du dir eine Nase frische Luft gönnen (Foto: vadim kozlovsky/shutterstock.com)

Der Fernseher läuft, die Mutter meckert, eine wichtige SMS kommt auf dein Handy und ganz nebenbei versuchst du, Vokabeln für die nächste Englischarbeit zu büffeln. Wer wird dabei nicht nervös und zerstreut? Meist sind wir einer totalen Reizüberflutung ausgesetzt. Und die Lage scheint in Zukunft nicht besser zu werden. Die Informations- und Unterhaltungsangebote werden immer vielfältiger, eine gute Konzentration daher immer wichtiger. Wir müssen zunehmend mehr in wesentlich kürzerer Zeit aufnehmen. Da gilt es, voll bei der Sache zu sein. Denn konzentriertes Lernen führt zu Erfolgserlebnissen und motiviert dich für kommende Aufgaben. Um deine Aufnahmefähigkeit zu steigern, solltest du einige Dinge beachten.

In der Ruhe liegt die Kraft:

Konzentration bedeutet, voll und ganz bei einer Sache zu sein. Sobald man zwei Dinge gleichzeitig tut, fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Also: Fernseher und laute Musik aus.

Chaos vermeiden:

Ein ordentlicher Arbeitsplatz sorgt für eine bessere Konzentration. Was dich ablenken könnte, gehört nicht auf deinen Schreibtisch. Egal, ob es das Handy, Fotos oder eine Zeitschrift ist – weg damit.

Die richtige Tageszeit:

Du bist unmotiviert? Kein Wunder, wenn es bereits abends um 23 Uhr ist. Finde heraus, wann deine Leistungshochs sind. Bei den meisten Menschen liegen die Zeiten für optimale Konzentration zwischen 8.00 und 12.00 Uhr und zwischen 18.00 und 21.00 Uhr.

Rechtzeitig anfangen:

Mache nicht alles auf den letzten Drücker, sondern fange rechtzeitig an zu lernen. Bei Angst oder Stress lassen Motivation und Konzentration nach und du brauchst wesentlich länger.

Scoolz wollte wissen, wie und wann ihr bevorzugt lernt

Scoolz-Umfrage zum Thema Motivation Teil2


Die richtige Ernährung:

So genanntes "Brainfood" hilft dir, dich besser zu konzentrieren. Gut für die Gehirnzellen sind Dinkel, Leinsamen, Hülsenfrüchte, Soja- und Milchprodukte, Nüsse, Spinat, Fleisch und Fisch.

Ausreichend trinken:

Deine Gehirnleistung lässt nach, wenn du nicht genügend Flüssigkeit zu dir nimmst. Die Regel lautet: ca. zwei Liter Wasser, Fruchtsaftschorle oder Frucht- bzw. Kräutertee pro Tag. Wenn du bereits durstig bist, hat deine Konzentration schon lange nachgelassen.

Genügend Schlaf:

Achte darauf, dass du rechtzeitig im Bett bist, um frisch und ausgeschlafen ans Werk zu gehen. Und: Im Schlaf verarbeitet dein Gehirn alle Informationen – es lernt.

Frische Luft:

Nutze Pausen, um das Zimmer gut durchzulüften. In einer miefigen Umgebung macht das Gehirn schnell schlapp.

Gutes Licht:

Wer ohne eine ausreichende Beleuchtung versucht zu lesen, oder sich zu konzentrieren, der schadet nicht nur seinen Augen, sondern wird auch schnell müde. Ideal ist natürliches Tageslicht.

Laut sprechen:

Wenn du dich auf eine Sache nicht so richtig einlassen kannst, hilft es, laut mit sich zu sprechen oder laut etwas vorzulesen. Du kannst beispielsweise mit dir selber über ein Thema diskutieren. Man wird dich schon nicht für verrückt halten.

Probleme lösen:

Sorgen sind besonders störend, wenn du dich konzentrieren musst. Du hast übermorgen eine Prüfung? Dann solltest du zuerst den Streit mit deiner Freundin begraben oder wichtige Diskussionen mit deinen Eltern führen.

Verspannungen vorbeugen:

Ein richtiger Stuhl und ein perfekt eingestellter Computer sind ebenso wichtig für optimale Konzentration. Wer durch Schmerzen abgelenkt wird, muss länger sitzen und wird noch verspannter.

Interesse motiviert:

Konzentration ist erlernbar, aber nicht erzwingbar. Spüren wir lediglich den Erfolgsdruck, dann lässt uns die Anspannung unkonzentriert werden, und wir machen Fehler. Wer sich jedoch für eine Sache interessiert und den Sinn darin sieht, der ist auch motiviert und konzentriert.

Fünf Minuten Pause:

Konzentration braucht Pausen. Wir können uns immer nur eine bestimmte Zeit mit einer Sache beschäftigen, dann werden wir unkonzentriert. Das ist übrigens bei Jedem so. Recke und strecke dich, gehe zum Fenster und atme frische Luft ein oder mache Entspannungsübungen oder einen kurzen Spatziergang.

Tipp: Die Pause sollte immer dann sein, wenn du merkst, dass du leicht unkonzentriert wirst. Nicht erst, wenn du bereits total erledigt und müde bist. Pause heißt nicht, den Fernseher anzuschalten oder zu telefonieren. Lasse bewusst die Spannung von dir abfallen, so kannst du erfrischt eine neue Sache anpacken. Mit etwas Übung werden die Konzentrationsphasen immer länger. Erwarte also nicht zu viel von dir.

[TK]

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