Einstellungstests

Das kommt auf dich zu

published: 16.11.2005

Mit Einstellungstests im Rahmen deiner Bewerbung musst du rechnen (Foto: Robert Kneschke/shutterstock.com) Mit Einstellungstests im Rahmen deiner Bewerbung musst du rechnen (Foto: Robert Kneschke/shutterstock.com)

Unter die Lupe nehmen
Manche Unternehmen checken nicht nur deine Schulnoten oder begnügen sich mit einem ersten Eindruck im Vorstellungsgespräch: Sie laden dich nach deiner schriftlichen Bewerbung zu einem Bewerbungstest bzw. Eignungs-, Einstellungs- oder Auswahltest ein. Warum? Man will feststellen, ob du bestimmte Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse mitbringst, um die fachlichen Anforderungen der Ausbildung zu bewältigen. Bist du für den Beruf überhaupt geeignet? Bist du kreativ, kommunikativ, geschickt oder wortgewandt? Passt du zum Unternehmen? Dementsprechend wird der Test von Ausbildung zu Ausbildung sehr unterschiedlich ausfallen. Je größer das Unternehmen, desto wahrscheinlicher musst du dich mit anderen Bewerbern in einem Einstellungstest messen.

Deine Chance
Man will dein Allgemeinwissen, deine Flexibilität und dein logisches Denkvermögen einschätzen und wesentliche Charaktermerkmale finden. Meist wird Schulstoff abgefragt. Die Grundrechenarten solltest du sicher beherrschen. Vor allem für Bürojobs sind gute Rechtschreibkenntnisse wichtig. Beherrscht du Groß- und Kleinschreibung? Die Ergebnisse zeigen dem Unternehmen, wie du als künftige(r) Auszubildende(r) lernst und arbeitest, wie motiviert und engagiert du bist. Dann werden diese mit denen anderer Bewerber verglichen. Ein großer Vorteil: Auch mit Schwächen im Zeugnis hast du die Möglichkeit zu zeigen, was wirklich in dir steckt. Sieh den Test also als Chance!

Das kann auf dich zukommen:
Kenntnistests, Intelligenz- und Leistungstests, Persönlichkeitstests, Eignungs- oder Konzentrationstests, Tests zum technischen Verständnis, Tests zu bürokaufmännischen Fähigkeiten, Tests zur sozialen Kompetenz, so genannte Komplextests (bestehend aus Teilen der hier genannten Tests) oder auch praktische Tests.

Das Assessment Center
Um zum Unternehmen passende Azubis zu finden, wird oft ein Assessment-Center (AC) durchgeführt. „Assessment“ bedeutet „Einschätzung“ oder „Beurteilung“. Einzeln oder in der Gruppe werden Verhaltensübungen von mehreren Beobachtern bewertet. Das können Personalfachleute aber auch Psychologen sein. Als Übungen dienen Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Präsentationen usw. Das AC dauert von einem halben bis zu drei Tagen. Getestet wird deine Initiative, Flexibilität, Entscheidungsfreudigkeit, Belastbarkeit und/oder Kreativität. Diese Art von Test kann sich auch als „Übungsrunde“ oder „Gruppeninterview“ tarnen.

Der Kenntnistest
Behörden und Betriebe testen hier deine Schulkenntnisse in Deutsch und Mathe, aber auch deine Allgemeinbildung. Einfache Fragen aus Politik, Geschichte und Erdkunde sollte jeder beantworten können. In welchem Jahr ist die Mauer gefallen? Wer malte die Mona Lisa? Oder welche Parteien bilden die Bundesregierung? Rechtschreibung wird gerne in einem Diktat oder Lückentext geprüft, dein Allgemeinwissen durch Multiple-Choice-Aufgaben. Auch ein Aufsatz zu einem bestimmten Thema ist denkbar. Wenn du dich bisher auf deinen Taschenrechner verlassen hast, dann solltest du dringend deine Rechenmaschine im Kopf anwerfen. Denn technische Hilfsmittel sind meist nicht erlaubt.

Der psychologische Test
Diese Art der Überprüfung ist meist sehr ungewohnt. Oft ist kaum zu erkennen, was überhaupt getestet werden soll. Nun gilt es, sich nicht verunsichern zu lassen. Logisches Denken, Sprachverständnis, Umgang mit Zahlen, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Grundverständnis und dein Charakter an sich können in Intelligenz-, Konzentrations-, Leistungs- und Persönlichkeitstest zur Debatte stehen.

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