Ausbildungsbeginn

Der erste Tag als Azubi

published: 16.11.2005

Nervosität und Herzklopfen sind am ersten Tag als Azubi völlig okay (Foto: Odua Images/shutterstock.com) Nervosität und Herzklopfen sind am ersten Tag als Azubi völlig okay (Foto: Odua Images/shutterstock.com)

Aller Anfang ist schwer
Herzklopfen, Bauchweh und Vorfreude – der erste Tag als Azubi ist für viele aufregend, andere sind vor ihrer Lehre krank vor Sorge. Doch keine Angst, wenn du einige geschriebene und ungeschriebene Regeln beachtest, wirst du merken, dass die neue Situation zwar ungewohnt ist, aber auch viele aufregende Veränderungen mit sich bringt. Eine fremde Umgebung, neue Kollegen, unterschiedliche Vorgesetzte, ein langer Arbeitstag und jede Menge Fachwissen. Der erste Tag im neuen Job ist besonders wichtig. Was musst du beachten und tun? Was solltest du besser lassen? Bekanntlich zählt der erste Eindruck, daher kannst du dich mit einem guten Start selbst ins positive Licht rücken. Und nur Panik! Als Neuling wirst du auf viele hilfsbereite Kollegen treffen, die dir mit Rat, Tat und viel Erfahrung die ersten Schritte erleichtern. Die ersten Stunden sind dazu da, herumgeführt zu werden, die Kollegen kennen zu lernen und deinen Arbeitsplatz erklärt zu bekommen. Um dich gut einzuleben, gibt es ein paar einfache Regeln:

Wissen was abgeht
Gut informiert ist halb gewonnen. Basisinfos über das Unternehmen, in dem du deine Ausbildung beginnst, kannst du schon vorher sammeln. Seit wann gibt es den Betrieb? Wer sind die Kunden? Wie sind die Abläufe? Welche Abteilungen gibt es? So bist du gut vorbereitet und kannst mit deinem Wissen und Interesse glänzen.

Keine Hektik
Den ersten Stein im Brett hast du, wenn du überpünktlich an Ort und Stelle bist. Also lieber den Wecker rechtzeitig bimmeln lassen und einen Bus früher nehmen. Informiere dich vorzeitig über den Fahrweg und wie lange du brauchst. So kommt keine Panik am Tag X auf.

Top Outfit
Achte darauf, dass du bereits am ersten Tag passend gekleidet bist. Ist ein Business-Outfit gefragt oder spezielle Arbeitskleidung? Welche Schuhe sind sinnvoll? Ist Schmuck passend? Im Zweifel machst du dich rechtzeitig schlau. Dass auch Haare, Fingernägel und Körpergeruch nichts zu Wünschen übrig lassen ist selbstredend!

Anrede
Sei aufmerksam, was den Umgang untereinander angeht. Wie werden einzelne Personen angesprochen (sie, du, eventuell mit Titel)? Duzen ist solange Tabu, bis dir direkt das „Du“ angeboten wird. Solange du unsicher bist heißt es „Herr -“ oder „Frau Müller-Meier-Schulze“.

Hallo, ich bin neu
So kommst du gut an: Freundlich, offen und mit einem Lächeln gehst du auf deine neuen Kollegen zu. Versuche, dir gleich Namen und Gesichter zu merken. So kannst du später die Kollegen persönlich anreden und sie werden beeindruckt sein.

Aufschreiben
Es werden viele neue Informationen auf dich zukommen. Es hilft daher, wenn du dir Notizen machst. Klug ist es auch, eine Liste mit den Kollegen, Telefonnummern und ihren Positionen zu erstellen. Die wirst du in der ersten Zeit brauchen.

Beobachten und Fragen
Halte die Augen und Ohren offen. Beobachte erst einmal in Ruhe, wie die ungeschriebenen Gesetze deiner neuen Firma lauten. Was sich nicht von selbst beantwortet, kannst du dann immer noch fragen. Denn den Mund brauchst du nicht zu halten, Fragen sind erwünscht. Was habe ich hauptsächlich zu tun? Was wird von mir erwartet? Wo finde ich bestimmtes Material? Keine Angst: Du nervst nicht, sondern wirkst interessiert und lernwillig.

Kein Vollgas
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ heißt es in einem alten Sprichwort. Das stimmt heute immer noch, denn du musst zunächst kleine Brötchen backen, auch wenn dich das manchmal nervt. Du solltest also am ersten Tag nicht mit tollen Verbesserungsvorschlägen kommen oder gar Ansprüche stellen. Für Kreativität ist immer noch Zeit.

Kleiner Tipp: Nicht überheblich oder besserwisserisch, aber auch nicht zu schüchtern herüber kommen. Die Mischung macht’s.

Was nicht gut ankommt
Fragen wie: „Was ist, wenn ich krank bin?“ oder „Brauch ich eine Entschuldigung, wenn ich nicht kann?“.Aussagen wie: „Das kann ich nicht“ oder „Ich möchte lieber in eine andere Abteilung.“

Vorsicht: persönlich plaudern
Klar hoffst du, bei der Arbeit auch neue Freunde zu finden. Am ersten Tag solltest du jedoch nicht zu ausgelassen über dein Privatleben plaudern. „Ey, findest du HipHop auch cool“ oder „Wenn ich Urlaub habe, werde ich Fallschirmspringen“ solltest du dir für später aufheben.

Aus dem Staub machen
Ein Wort zum Feierabend. Warte unbedingt bis man dir sagt, dass du nach Hause gehen darfst. Auch wenn deine Arbeitszeit offiziell bis 18 Uhr geht, lass nicht um Punkt sechs den „Hammer“ fallen. Wenn sich keiner um dich kümmert, dann frag, ob du noch etwas tun kannst.

Bedenke: Ein neuer Azubi ist oft erst einmal eine Belastung, da du eingewiesen und mit deinen Aufgaben vertraut gemacht werden musst. Das kostet Zeit und Nerven anderer Mitarbeiter. Wenn sich also niemand ausführlich mit dir befasst, brauchst du das nicht persönlich zu nehmen. Frag dich einfach durch und zeige dein Interesse an der Arbeit.

[TK]

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung