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Theater-Tipp

"Hamburger Autorentheatertage"

published: 29.05.2006

Das Thalia Theater in Hamburg (Foto: Fassade des Thalia Theaters Hamburg von AndreasPraefcke lizensiert durch CC BY-SA 3.0) Das Thalia Theater in Hamburg (Foto: Fassade des Thalia Theaters Hamburg von AndreasPraefcke lizensiert durch CC BY-SA 3.0)

Das Hamburger Thalia Theater gehört sicherlich zu den renommiertesten Bühnen des Landes. Als eines der ersten Schauspiel-Häuser schaffte die Kulturstätte nahe der Hamburger Binnenalster den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Seit den 80er Jahren steht das Thalia Theater für ein junges revolutionäres Theater ebenso wie für Klassisches und Altbewährtes.

Mit den "Hamburger Autorentheatertagen" stellt das Haus unter der Leitung von Intendant Ulrich Khuon nun schon zum sechsten Mal ein buntes und vor allem junges Programm auf die Beine. Vom 23. Mai bis 8. Juni werden Gastspiele aus Brasilien, Wien, München, Stuttgart, Mannheim, Weimar und Hannover für reichlich Unterhaltung und hochkarätige Bühnenstücke in der Hauptresidenz in der Hamburger Innenstadt und der kleineren "Filiale" in der Altonaer Gaußstraße sorgen.

Auch wenn die Autorentheatertage erst seit sechs Jahren über die Bühne gehen, ist das Festival bereits zu einer festen Größe in der deutschen Theaterlandschaft geworden. Zu den Höhepunkten des diesjährigen Programms zählt eine Adaption von Lars von Triers "Dogville" des Staatstheater Stuttgart. Das düstere Dogma-Stück sorgte in der Kinoversion mit einer glänzenden Nicole Kidman in der Hauptrolle für Furore.

Einblicke in die Welt des Theaters
Das Tolle an den Autorentheatertagen: Sie zeigen nicht nur das fertige Produkt, das aufgeführte Stück, sondern lassen auch Raum für eher seltene Einblicke in die Welt des Theaters. So beginnt das gut zweiwöchige Programm mit einer öffentlichen Probe zu einer Uraufführung in der kommenden Theatersaison: Elfriede Jelineks neuestem Stück "Ulrike Maria Stuart", inszeniert von Nicolas Stemann. Außerdem wird das weltberühmte Wiener Burgtheater mit "Babel" noch ein weiters Stück von Jelinek aufführen. Überhaupt scheint die österreichische Autorin es den Hamburgern angetan zu haben. Ein weiterer Abend porträtiert die streitbare Nobelpreisträgerin in einer Lesung aus dem Buch von Verena Mayer und Roland Koberg.

Neben solchen raren Einblicken wird das Programm durch Lesungen und Diskussionen bereichert. Auch musikalische Unterhaltung wird es auf der Theaterbühne geben: Das österreichische Bläserseptett Mnozil Brass gibt während des Festivals mit dem Abend „Das Trojanische Boot“ schon einmal einen Ausblick auf sein sechstägiges Sommergastspiel am Thalia Theater.

Für schräges Programm sorgt Kultur-Punk Schorsch Kamerun. Der Underground-Star, Mitbetreiber des legendären "Golden Pudel Klub", Autor und Musiker der Punkband Die Goldenen Zitronen bringt sein Stück "Der Chinese im Kinderbett" auf die Bühne.

Ein brasilianisches Gastspiel
Mit "A Vida Na Praca Rossevelt" am 29. und 30. Mai um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße kommt sogar ein deutsch-brasilianisches Stück zum Festival. Mit dem Auftrag, ein Stück über die Mega-Metropole São Paulo zu schreiben, reiste die deutsche Dramatikerin Dea Loher nach Brasilien, lebte dort und schrieb. Heraus kam das Stück „Das Leben auf der Praça Roosevelt“. Für das Festival kommt die brasilianische Theatergruppe Espaço Os Satyros mit ihrer Version nach Hamburg. Regisseur Rodolfo Vázquez spürt den tief verzweifelten Heiterkeiten in Dea Lohers Text nach artikulierte die Sehnsucht der Autorin nach Moral und Liebe in einer lieblosen, unmoralischen Zeit.

Die "Langen Nacht der Autoren"
Den Abschluss des Festivals und auch einen ihrer Höhepunkte bildet am 8. Juni die "Lange Nacht der Autoren". Nach zweiwöchiger Probenphase während des Festivals werden vier Stücke als Werkstattinszenierungen gezeigt. Für die ausgewählten Autoren wurde ein Wettbewerb veranstaltet. Aus über 150 Texten wählte der diesjährige Juror und renommierte Literatur- und Theaterkritiker Hubert Spiegel die Arbeiten von Morten Feldmann, Andreas Jungwirth, Anna Annegret Pein und Stefanie Schütz und Polle Wilbert aus.

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Links

www.thalia-theater.de

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