Buch-Tipp

Jonathan Stroud - "Drachenglut"

published: 25.02.2007

Jonathan Stroud - "Drachenglut"  (Foto: Boje Verlag) Jonathan Stroud - "Drachenglut" (Foto: Boje Verlag)

Als schriftstellerischer Vater von „Bartimäus“ feierte Jonathan Stroud schon große Erfolge. Wurde doch der erste Teil der Trilogie, „Das Amulett von Samarkand“, für den deutschen Jugendbuchpreis nominiert. Und der dritte Teil, „Die Pforte des Magiers“, mit dem Corine, dem internationalen Buchpreis, in der Kategorie Jugendbuch ausgezeichnet. Durchaus nicht ungewöhnlich ist es da, dass nun auch die früheren Werke Strouds hinsichtlich der deutschen Veröffentlichung unter die Lupe genommen werden. Mit Erfolg, einer seiner früheren Romane „Buried Fire“ erscheint jetzt in Deutschland unter dem Titel „Drachenglut“.

Aufgrund der Erfolge von „Bartimäus“ wird Stroud wohl auf ewig das Genre Fantasy anhaften. Aber das trifft bei „Drachenglut“ eigentlich nicht den Kern, denn auch eine gehörige Portion Thriller ist in dem Roman enthalten. Obgleich der Titel schon darauf schließen lässt, dass ein thematisch nicht ganz alltäglicher Roman den Leser erwartet. Denn Drachen sind, auch in England, wohl nicht so ganz am Puls der Zeit. Der Drache in Strouds Roman jedenfalls nicht, denn er liegt schon seit Jahrhunderten unter der Erde. Dort lebt er zwar, ist hinsichtlich seiner Handlungsalternativen doch recht eingeschränkt. Nicht ganz allerdings, wie Protagonist Michael am eigenen Leib erfahren muss. Formulieren wir es einmal so: Ein Teil der Wesenheit des Drachen geht auf ihn über. Und auch auf seinen Bruder Stephen kommt einiges hinsichtlich des Drachens zu. Und als Gemeindepfarrer Tom hinter der Kirche auf ein uraltes keltisches Kreuz stößt, dass schon seit Ewigkeiten in der Erde liegt, wird schnell klar: Hier werden bald zwei Parteien gegeneinander antreten, Gut gegen Böse.

Wer allerdings genau auf welcher Seite steht, entwickelt sich erst im Laufe der Handlung. Denn es stellt sich heraus, das nicht nur die beiden Brüder Kontakt mit dem Drachen hatten, sondern auch andere Dorfbewohner. Und die haben eine sehr deutliche Vorstellung davon, wie es denn nun weiter gehen soll. Dem Showdown soll an dieser Stelle nicht vorgegriffen werden, nur soviel: Wer sich mit Drachen abgibt, der sollte eines nicht vergessen: Sie sind keine freundlichen Geschöpfe…

Mit „Drachenglut“ gelang Stroud ein richtiges Weg-Lese-Buch: Einmal anfangen, nicht mehr aufhören. Gerade die Kombination aus Fantasy- und Spannungselementen macht es so reizvoll und abwechslungsreich. Und durch die klare, einfache und gut übersetzte Sprache fällt es dem Leser leicht, sich durch die verschiedenen Handlungsstränge und -orte zurecht zu finden.

[Volker]

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Links

www.drachenglut- dasbuch.de
www.bartimaeus.de

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