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Ausstellungs-Tipp

"Psychoanalyse"

published: 03.07.2006

Das Ich ist laut Freud nicht Herr im eigenen Haus, sondern vom Unbewussten und den Trieben gesteuert (Foto: shutterstock.com/Pressmaster) Das Ich ist laut Freud nicht Herr im eigenen Haus, sondern vom Unbewussten und den Trieben gesteuert (Foto: shutterstock.com/Pressmaster)

Am 6. Mai 2006 wäre Sigmund Freud 150 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass informiert das Jüdische Museum in Berlin in einer aktuellen Sonderausstellung über Freuds Lebensgeschichte und die Grundbegriffe seiner Lehre. Noch bis zum 27. August ist "Psychoanalyse. Sigmund Freud zum 150. Geburtstag" zu sehen.

Die Psychoanalyse
Heilen durch Reden? Wer sich auf die Couch legt, hat vermutlich einen „Sprung in der Schüssel“! Mit derartigen Vorurteilen hat die Psychoanalyse bis heute zu kämpfen. Von Beginn an gab es große Vorbehalte gegenüber Freuds Therapieverfahren zur Heilung von Neurosen und psychischen Störungen, wobei er die frühkindliche Entwicklung, die Sexualität und das Unbewusste in den Mittelpunkt stellte. Er führte die drei psychischen Instanzen „Ich“, „Es“ und „Über-Ich“ ein, sprach in seiner Traumdeutung von „Unbewusst“, „Vorbewusst“ und „Bewusst“. Seine Entdeckung: Große Teile unseres Verhaltens unterliegen nicht unserer bewussten Kontrolle, sondern werden aus dem Unbewussten gesteuert. Seelische Störungen sind verdrängte, meist sexuelle Ängste, Wünsche und Vorstellungen.

In den drei Stationen der Ausstellung wird Freuds Leben, Werk und Lehre beleuchtet und der Frage nachgegangen: Sind Freuds Theorien vom Penisneid und Ödipuskomplex rund 100 Jahre nach ihrer Entstehung noch aktuell?

Die Ausstellung
Das Leben des österreichischen Arztes wird in 24 Szenen mit Puppen und Hörspielen auf einer vier Meter hohen Geburtstagstorte dargestellt: eine glückliche Kindheit, Schulausbildung und Medizinstudium an der Wiener Universität, Forschungsstipendium an der Zoologischen Versuchsstation in Triest und schließlich die Gründung einer eigenen Praxis. Thematisiert wird auch die Isolation durch seine revolutionäre Theorie und seine jüdischen Herkunft, welche ihn fast das Leben gekostet hätte.

Freud hat seine Theorie ausgehend von der Arbeit mit den Patienten entwickelt: der Versuch, den Graben zwischen Körper und Seele, Biologie und Kultur zu überbrücken. Die sechs berühmtesten der mehr als 130 von ihm analysierten Patienten werden im Rahmen der Ausstellung vorgestellt.

Das wichtigste Arbeitsgerät eines Analytikers ist bis heute die Couch. 140 Berliner Therapeuten haben speziell für die Ausstellung Fotos ihrer Therapiemöbel beigesteuert, die in einer Bilderserie zu sehen sind. Auch eine Installation von Freuds Behandlungsraum findet sich hier. Die minimalistische Ausstattung – eine Couch, ein Sessel – ist bis heute in der Praxis zu finden.

Wann:
noch bis 27. August 2006

Wo:
Jüdisches Museum Berlin, Libeskind-Galerie (EG)
Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin (Mitte)

Öffnungszeiten:
Mo 10.00-22.00, Di-So 10.00-20.00

Eintritt:
4 Euro, ermäßigt 2 Euro

[Melanie Eberlein]

Links

www.freud2006.de
www.jmberlin.de/freud

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