Halloween

Das Grusel-Fest

published: 25.10.2015

Wir erzählen die Geschichte von Halloween (Foto: Shutterstock.com/gsk2014) Wir erzählen die Geschichte von Halloween (Foto: Shutterstock.com/gsk2014)

Ihr kennt es wahrscheinlich aus Filmen: In der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November ziehen kleine Monster, Hexen, Vampire und alles, was sonst noch gruselt, durch die Straßen und klingeln ohne zu zögern an fremden Türen und rufen: "Trick or treat", worauf die Menschen den Kleinen normalerweise ordentlich Süßigkeiten in die eigens dafür mitgebrachten Tüten und Taschen schütten.

In Amerika ist Halloween eines der größten Feste im Jahr, da es Fasching oder Karneval nicht gibt und auch der "Mardi Gras" nur in den Südstaaten zelebriert wird. Halloween erweist sich in den USA als größter Verkaufsschlager: Für aufwendige Dekoration wird inzwischen mehr Geld ausgegeben als für Weihnachtsartikel.


Hierzulande ist Halloween weithin als "das Fest mit dem Kürbis" bekannt und gilt als amerikanische Erfindung. Es stimmt zwar, dass Halloween in Amerika am stärksten zelebriert wird, seinen Ursprung hat das Fest aber in Irland. Dort nahm die Geschichte um den Kürbis ihren Lauf und zwar handelt es sich um ein Fest mit keltischem Ursprung. Seit ungefähr 5000 Jahren ist es in Irland bekannt und gehört somit zu den ältesten Festtagen der Menschheit.

Warum das Ganze?

Seinerzeit feierte man in Irland das sogenannte "Samhain", was soviel bedeutet wie "Sommer-Ende" und eben darum ging es auch bei diesem Brauch. An diesem Tag ging das Sommerhalbjahr zu Ende und am ersten November begann das kalte und düstere Winterhalbjahr. Damals glaubten die Menschen, die Trennwand zwischen den Lebenden und der Welt der Toten sei zu dieser Zeit besonders dünn. Man hatte also Angst, dass durch einen gewissen Bruch im Zeitgefüge, nämlich in der Nacht, die zwischen dem letzten Tag des Sommers und dem ersten des Winters liegt, die Toten auf die Erde zurückkehren. Klingt ganz schön unheimlich, was?!

Der Kürbis ist eines der wichtigsten Accessoires zu Halloween (Foto: Public Address)Der Kürbis ist eines der wichtigsten Accessoires zu Halloween (Foto: Public Address)

Wie der Kürbis ins Spiel kam
Eine einfache Erklärung wäre, dass zu der herbstlichen Zeit, in der das Fest liegt, der Kürbis ganz einfach auf dem Speiseplan der Menschen in Irland stand. Einer anderen Sage zufolge wurde der Kürbis auf andere Weise Halloween-Symbol: In dieser Legende geht es um den fiesen Zeitgenossen Jack O´Lantern, der sogar so unausstehlich war, dass ihm nicht einmal in der Hölle Eintritt gewährt wurde. Statt dessen gab ihm der Teufel eine glühende Kohle, um in den dunklen Gängen der Unterwelt sehen zu können. Die Kohle war aber nun sehr heiß und darum steckte Jack O´Lantern sie in eine ausgehöhlte Rübe. Der Einfachheit halber benutzte man später einen Kürbis, da dem ausgehöhlten und von innen leuchtenden Kürbis fortan die Eigenschaft zugeschrieben wurde, den Teufel abzuschrecken.

(K)ein christliches Fest
Im neunten Jahrhundert ordnete der Papst an, das heidnische Fest "Samhain" in einen christlichen Feiertag zu ändern. Dabei wurde die eigentliche Bedeutung des Fests jedoch nicht außer Acht gelassen und am ersten November war nun ‚Allerheiligen‘. So einfach, wie die christliche Kirche sich es vorstellte, war es aber nicht, den Iren ihre Jahrhunderte alten keltischen Bräuche zu nehmen und somit wurde der Abend vor Allerheiligen einfach zum christlichen "All Hallows Eve" umfunktioniert, in der Kurzform dann "Hallowe’en" und später einfach Halloween.


Und bei uns?
Wer den 31. Oktober die letzten Jahre nicht komplett verschlafen hat oder außer Landes war, wird mitbekommen haben, dass Halloween in unsere Gefilde Einzug hält. Schon im September stehen auch in Deutschlands Supermärkten die Regale voll mit Halloween- Artikeln, in den Vorgärten findet man bald die selbst geschnitzten orange-gelben Kürbislaternen und überhaupt hört man immer öfter: Halloween! Wer dann am Abend des 31. Oktobers noch ahnungslos zu Hause sitzt und sich darüber wundert, dass es klingelt und kleine Monster vor der Tür stehen, die Tüten aufhalten und "trick or treat" oder auch landesüblicher "Süßes, oder es gibt Saures!" rufen, der hat wirklich etwas verpasst.

Bloß eine schnöde Kopie? Nun behaupten böse Zungen, Halloween hier zu Lande zu feiern, wäre bloß mal wieder eine Sache mehr, die wir aus dem Amerikanischen übernehmen. Ohne mit dem Fest etwas zu verbinden und nur, weil wir es hip oder cool finden. Abgesehen davon sei das Ganze reiner Kommerz und ein gefundenes Fressen für die Industrie. Aber eine richtige Halloween-Party muss nicht viel kosten: Kerzen, Kürbis und ein bisschen Schminke tun es auch. Hauptsache, man hat Spaß! Denn an Halloween kann man mal wieder so richtig loslegen, sich verkleiden, schlemmen und tanzen.

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