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Zukunftsängste

Abi um jeden Preis?

published: 09.03.2008

Wer sein Abi schafft, darf mit Recht stolz auf seine Leistung sein. Doch das Abitur ist nicht Alles (Foto: Public Address) Wer sein Abi schafft, darf mit Recht stolz auf seine Leistung sein. Doch das Abitur ist nicht Alles (Foto: Public Address)

Eigentlich war es nie eine Frage, ob ihr das Abi macht oder nicht? Eure Geschwister gehen aufs Gymnasium und für eure Eltern und Freunde ist ganz klar, dass auch ihr nach zwölf oder dreizehn Schuljahren euer Abitur in der Tasche habt? Und was ist mit euch?

Wer auf dem Gymnasium nur schwer zurecht kommt, ständig schlechte Noten schreibt, permanent unter Hochdruck steht oder gar sitzen bleibt, ist sich seiner Sache oft gar nicht mehr so sicher. Einerseits möchtet ihr wahrscheinlich den Erwartungen eurer Lieben entsprechen, andererseits seid ihr vielleicht auch unsicher, wie ein "Leben ohne Abi" aussehen könnte.

Die Techniker Krankenkasse stellt euch einige Alternativen zum Gymnasium vor und gibt euch Tipps, wie ihr möglicherweise auch auf anderen Wegen ans Abitur kommt.

Sehr frühe Prognose
Leider entscheidet sich in den meisten Bundesländern bereits nach der vierten Klasse, welche Schulform für euch die angeblich richtige ist. In diesem Alter sind eure späteren Fähigkeiten zum Teil jedoch noch schwer vorhersagbar, das heißt, eine Prognose kann sich als vollkommen falsch herausstellen. Unter Umständen bedeutet das für euch, dass ihr ständig unter sehr starkem Druck steht, um die Leistungsziele eurer Klassenstufe zu erreichen.

"Bin ich nicht gut genug?"
Wer ständig mit Misserfolgen konfrontiert ist und mit dem durchgenommenen Stoff einfach nicht zurecht kommt, fühlt sich auf Dauer meist sehr schlecht. Bohrende Zweifel stellen sich ein: "Bin ich nicht gut genug? Sind die anderen alle klüger als ich?" Diese dauerhafte Belastung nagt sehr am Selbstwertgefühl und kann zu fehlender Motivation, Konzentrationsschwierigkeiten oder sogar Depressionen führen.

Dabei haben schlechte Noten in der Schule meist nichts damit zu tun, wie schlau man ist. Manche Schüler haben einfach Probleme mit theoretischen Abhandlungen oder dem Frontalunterricht, kommen dafür aber in der Praxis viel besser zurecht. In so einem Fall entspricht die jeweilige Schulform nicht den Talenten eines Schülers: Vielleicht liegen euch zwar der Satz des Pythagoras oder die binomischen Formeln nicht, dafür habt ihr aber ein Händchen für Organisation oder steckt bei handwerklichen Herausforderungen alle in die Tasche.

"Ich will niemanden enttäuschen!"
Wer das Gefühl hat, dass besonders den Eltern das Abitur sehr am Herzen liegt, steckt meist in einem großen Dilemma. Viele Eltern wünschen sich diesen Schulabschluss für ihre Kinder, weil sie meinen, dass er ihnen die meisten Chancen im späteren Leben eröffnet. Leider vergessen sie dabei manchmal, dass es auch einen alternativen Weg zum Abitur über die Realschule oder die Hauptschule gibt oder dass ihr vielleicht ganz andere Pläne mit eurem Leben habt.

Meistens setzen eure Eltern euch mit diesen Sorgen und Erwartungen nicht absichtlich unter Druck, sondern weil sie befürchten, dass eure Zukunft von einer erfolgreichen Schullaufbahn auf dem Gymnasium abhängt. Wenn ihr euch damit vollkommen überfordert fühlt, redet unbedingt mit ihnen und erklärt, wie es euch geht.

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