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Stress mit Lehrern

"Der hat mich auf dem Kieker!"

published: 05.10.2008

Viele Schüler wissen nicht, wie sie sich bei Problemen mit Lehrern verhalten sollten (Foto: Public Address)Viele Schüler wissen nicht, wie sie sich bei Problemen mit Lehrern verhalten sollten (Foto: Public Address)

Probleme mit Lehrern reichen von einer kleinen Erschütterung bis hin zu mittelschweren Erdbeben. Wer von seiner Klassenlehrerin zur Ruhe ermahnt wird, obwohl eigentlich der Tischnachbar die Plaudertasche war, hat den Ärger vermutlich schon am nächsten Tag vergessen. Doch wenn das intensiv vorbereitete Geschichts-Referat eurer Meinung nach vollkommen ungerecht bewertet wurde, geht der Unmut vermutlich schon bedeutend tiefer. Und manchmal fühlt man sich sogar über einen langen Zeitraum ungerecht behandelt oder gar absichtlich vor den Klassenkameraden bloßgestellt.

Leider kommt es in Streitfällen nicht immer darauf an, ob die Empfindung tatsächlich der Realität entspricht. Steht das schlechte Gefühl erst einmal im Raum, erwächst daraus schnell ein stattlicher Berg an Aggressionen, Scham oder Ängsten. "Wie im normalen Leben entstehen auch im Klassenzimmer Konflikte, weil zwei Menschen aneinander vorbeireden", sagt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes in Nordrhein-Westfalen. Missverständnisse und Unmut würden sich so aufbauen und fortsetzen.

Im schlimmsten Fall führen solche Probleme dazu, dass sich die schulischen Leistungen verschlechtern und ihr jedes Mal mit einem miesen Gefühl in der Magengegend zum Unterricht geht. Die TK gibt euch einige Tipps, wie ihr euch bei Konflikten mit einer Lehrkraft verhalten könnt.

Sucht ein direktes Gespräch
Der beste Weg, ein Problem zu lösen, sei immer ein persönliches Gespräch unter vier Augen, rät Peter Silbernagel. "Beide Seiten haben dann die Möglichkeit, ihr Gesicht zu wahren", so der Oberstudienrat. Wer glaubt, dass Lehrer sowieso am längeren Hebel sitzen und jedes Gespräch reine Zeitverschwendung ist, versäumt wahrscheinlich einiges. Immerhin sind Lehrer ganz normale Menschen und in der Regel gern bereit, mit ihren Schülern über deren Probleme zu reden. Silbernagel bestätigt: "Zwischen Lehrern und Schülern sollte ein partnerschaftliches Verhältnis vorherrschen. Lehrer, die nicht für Kritik seitens der Schüler offen sind, sind in einem pädagogischen Beruf fehl am Platz."

Könnt ihr mit euren Lehrern über Probleme reden?

  • Ja, bisher haben meine Lehrer immer ein offenes Ohr für mich gehabt.

  • Das habe ich noch nie versucht.

  • Nein, die haben nie Zeit oder wimmeln mich einfach ab.

Besonders, wenn ihr eigentlich ein normales oder sogar gutes Verhältnis zu der Lehrkraft habt, solltet ihr diese Möglichkeit nicht unversucht lassen. Überlegt euch vorher genau, was ihr sagen möchtet und versucht, eure Lage so sachlich wie möglich darzustellen. Fragt beispielsweise, wie es zu einer Note gekommen ist und erklärt, weshalb ihr nicht damit zufrieden seid. Selbst, wenn ihr keine Änderung erreicht, bekommt ihr vielleicht die Chance, die Note durch einen Aufsatz oder ein Referat zu verbessern.

Lehrer sind auch nur Menschen!
Schüler sind keine Engel – Lehrer aber auch nicht! Genau wie bei euch kommt es vor, dass sie schlechte Tage haben, es ihnen nicht gut geht und sie grundlos ungerecht oder unsensibel reagieren. Natürlich ist das nicht in Ordnung, aber menschlich. "Gerechtigkeit ist das größte Kompliment, das einen Lehrer erreichen kann", findet Silbernagel. Lehrer müssten sich allerdings um eine Vielzahl an Schülern kümmern. Bei dem Versuch, allen gerecht zu werden, könnten schon einmal Fehler passieren.

Falls ihr normalerweise keine Probleme mit der entsprechenden Lehrkraft habt, überlegt euch, ob es den Konflikt tatsächlich wert ist. Handelt es sich lediglich um eine ungerechtfertigte Maßregelung, seht eurem Lehrer oder eurer Lehrerin doch einmal etwas nach. Natürlich könnt ihr auch in einem ruhigen Moment das Gespräch noch einmal darauf lenken und die Situation aufklären. Meist lohnt es sich, vorher etwas Zeit verstreichen zu lassen, damit sich die Gemüter beruhigen.

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