Referate richtig halten

Alle hergehört!

published: 08.05.2009

Versucht, mit euren Zuhörern ins Gespräch zu kommen (Foto: Public Address)Versucht, mit euren Zuhörern ins Gespräch zu kommen (Foto: Public Address)

Nicht nur Anfängern wird bei der Vorstellung, einen Vortrag vor der ganzen Klasse zu halten, etwas mulmig in der Magengegend. Damit ihr euch am Tag X so sicher wie möglich in eurer Haut fühlt, gibt euch die Techniker Krankenkasse einige Tipps für ein gelungenes Referat.

Ablauf erklären
"Den Höhepunkt seiner Macht erreicht Karl der Große, als er im Jahr 800 von Papst Leo dem III. zum Kaiser gekrönt wurde." Huch, nicht so schnell! Bevor ihr mit dem Vortrag loslegt, solltet ihr euren Klassenkameraden erklären, worum es darin überhaupt geht. Stellt das Thema vor und erklärt kurz, wie ihr euer Referat gegliedert habt. Geht ihr vielleicht erst auf historische Hintergründe ein, beschreibt dann eine Epoche sehr detailliert und schildert zum Schluss die besonderen Leistungen einer bekannten Persönlichkeit? Wenn ihr eure Zuhörer wissen lasst, was auf sie zukommt, können sie sich während des Vortages leichter orientieren. Vielleicht stellt ihr die wichtigsten Stationen sogar auf der Tafel oder dem Flipchart dar. Klärt nun noch, ob Fragen sofort oder erst am Ende des Referats gestellt werden sollen – und dann los!

Das Beste zum...Anfang!
Der Einstieg eures Vortrages ist entscheidend: Gelingt es euch, das Interesse eurer Zuhörer zu wecken oder schlafen sie schon nach drei Sekunden ein? Etwas Lustiges, eine kniffelige Frage oder ein kleines Quiz machen das Publikum wach und neugierig. Stachelt ihren Ehrgeiz an, sich zu beteiligen, vielleicht löst ihr das Rätsel erst am Ende der Stunde auf oder versteckt die Antwort in eurem Vortrag - und vergebt eine kleinen Preis an den Gewinner? Egal wie, wenn ihr die Neugierde eurer Zuhörer erst einmal angefacht habt, ist es garantiert leichter, ihre Aufmerksamkeit auf euer Thema zu lenken.

Lebendig vortragen
Es ist nicht immer leicht, jemandem über einen längeren Zeitraum zuzuhören. Damit eure Klasse euch dennoch gut folgen kann, bemüht euch, kurze und klare Sätze zu bilden. Wenn ihr selber schon kaum noch wisst, wie der letzte Satz eigentlich angefangen hat, wissen es die Zuhörer bestimmt nicht mehr.
Sprecht laut und deutlich und benutzt Mimik und Gesten, um das Gesagte zu unterstreichen. Allerdings solltet ihr auch nicht übertreiben - übt am besten zu Hause vor dem Spiegel, vor euren Geschwistern oder Eltern. Übrigens: Wer frei spricht, formuliert meist am Verständlichsten und kann sich besser auf die Zuhörer konzentrieren. Um den Faden nicht zu verlieren, helfen euch Karteikarten, auf denen ihr Stichpunkte notiert.

Kein Fachchinesisch!
Zu viele Fremdwörter und Fachbegriffe bewirken, dass euer Publikum nicht mehr folgen kann und das Interesse verliert. Überlegt euch, welche Begriffe wichtig für euer Thema sind und erklärt sie, bevor ihr sie verwendet. Damit dr Vortrag lebendiger wird, versucht – besonders bei komplizierten Zusammenhängen – das Gesagte anhand einfacher Beispiele darzustellen. Wählt dabei alltägliche Begebenheiten, mit denen jeder etwas anfangen kann oder witzige Anekdoten. Am Ende jeder Station solltet ihr das Wesentliche noch einmal kurz und bündig zusammenfassen. Lockert euren Vortrag mit anschaulichen Grafiken, Zeichnungen oder Tabellen auf. Achtet jedoch darauf, dass diese auch für Klarheit sorgen und nicht zusätzliche Verwirrung stiften. Das Handout solltet ihr übrigens erst zum Schluss austeilen. Sonst riskiert ihr, dass eure Mitschüler die Notizen lesen, anstatt euch zuzuhören! Viel Glück!

[TK]

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