Hannover

Jugend-Uni begeistert Schüler

published: 01.07.2009

Wolfgang Kiehl erzählte den Teilnehmer der dritten Jugend-Uni aus seinem Leben als Drogensüchtiger (Foto: Public Address)Wolfgang Kiehl erzählte den Teilnehmer der dritten Jugend-Uni aus seinem Leben als Drogensüchtiger (Foto: Public Address)

Mit einer ehrlichen Lebensbeichte erschütterte der ehemalige Drogenabhängige Wolfgang Kiehl knapp 300 Schülerinnen und Schüler bei der 3. Jugend-Uni in Hannover. Der Ex-Leistungssportler, der inzwischen als Drogenberater in der Suchtmittel-Prävention arbeitet, gehörte mit seinem Vortrag zu den spannendsten Teilen der Veranstaltung auf dem Geländer der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Kein Wunder denn der 46-Jährige weiß wovon er redet. Jahrelang war er heroinabhängig und glitt ab in ein Leben, das sich nur noch um Drogen und Beschaffungskriminalität drehte. Inzwischen hat er den Ausstieg geschafft und will mit seinen Erfahrungen anderen helfen. Zusammen mit der Techniker Krankenkasse (TK) hat er Suchtmobil e.V. ins Leben gerufen. Mit der einzigen mobilen Drogenberatungsstelle in Deutschland will er aufklären und abschrecken.


Scoolz zeigt euch die Höhepunkte der Jugend-Uni in Hannover

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Dr. Thomas Gösling und Wolfgang Kiehl eröffneten die dritte Jugend-Uni (Foto: Public Address)Dr. Thomas Gösling und Wolfgang Kiehl eröffneten die dritte Jugend-Uni (Foto: Public Address)

Im Rahmen der Jugend-Uni Hannover konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zwölf auch andere interessante Dinge erfahren. Im Hörsaal F der MHH hatten sicher viele erstmals die Gelegenheit, eine Hochschule zu besuchen und spannende Vorträge rund um das Thema Unfälle anzuhören. Den Teilnehmern wurde von erfahrenen Medizinern erklärt, wie die Rettungskette bei einem Unfall funktioniert, warum Knochen überhaupt wieder zusammenwachsen und wie schnelle Hilfe bei Sportverletzungen aussehen sollte.

Damit es nicht allzu theoretisch zuging, konnten sich die Schülerinnen und Schüler auch einigen Tests unterziehen. Wie es sich anfühlt, wenn man mit Alkohol im Blut unterwegs ist, konnte mit einer Rauschbrille, einem Fahrsimulator und einem Reaktionstest simuliert werden.

[Jörg/Volker]

Links

www.suchtmobil.de

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