Medienkompetenztag

Sicher surfen und telefonieren

published: 21.09.2009

Seid ihr täglich im Internet? Diese Frage konnten fast alle Schüler mit Ja beantworten  (Foto: Public Address)Seid ihr täglich im Internet? Diese Frage konnten fast alle Schüler mit Ja beantworten (Foto: Public Address)

Beim Medienkompetenztag in Hamburg haben sich Schüler am 21. September über die Risiken, die von Handys und Online-Communities ausgehen, informiert. Rund 300 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren haben sich auf dem Heiligengeistfeld an der interaktiven Veranstaltung der Telefónica O2 Germany beteiligt. Zu Beginn des Events flimmerten Interviews mit Gleichaltrigen zum Thema Handynutzung über die Bildschirme neben der Bühne, es folgte ein Vortrag der Kulturpädagogin Kati Struckmeyer vom Münchner Institut für Medienpädagogik (JFF).

Vorsicht beim Austausch von Handydaten

96 bis 97 Prozent der Jugendlichen in Deutschland besitzen nach aktuellen Erhebungen ein Handy, doch nur wenige wissen von den Gefahren, die dieses Kommunikationsmedium birgt. Mit dem Besitz von Gewaltvideos etwa machen sich Schüler strafbar und Nutzer von Bluetooth sind leichte Beute für Hacker, klärte Struckmeyer die Jugendlichen im Publikum auf, die sich rege an der Diskussion beteiligten. Aus gesundheitlichen Gründen sollte man beim Kauf eines Handys außerdem auf einen geringen SAR, also Strahlenwert, achten.

Zu viel Leichtsinn in sozialen Netzwerken

Auch Online-Communities wie Facebook oder SchülerVZ sind nicht ganz ungefährlich, wie die Pädagogin im zweiten Teil ihres Vortrags berichtete. Wer seine Telefonnummer oder Adresse in sein Profil stellt, ist vor Datenmissbrauch nicht geschützt. Außerdem wurde das Publikum vor den strafrechtlichen Konsequenzen von Urheberrechtsverletzung und Cyberbullying, also Mobbing im Netz, gewarnt. Im schlimmsten Fall kann allzu sorgloses Veröffentlichen von privaten Angaben sogar das Berufsleben gefährden. "Eine Freundin von mir hat einen Job nicht bekommen, weil dem Chef ihr Online-Profil nicht gefiel", erzählte ein Junge aus dem Publikum.

Anschließend konnten die Schüler während einer Handyfilmaktion ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihr zuvor erworbenes Wissen daraufhin beim Quiz "Wer wird Handyonär?" unter Beweis stellen. "Durch die Medienkompetenzschulungen möchten wir auf spielerische Weise die grundlegenden Regeln für den Umgang mit Medien vermitteln", so Günther Anfang, Abteilungsleiter der Medienpraxis am JFF. Das JFF veranstaltet in diesem Rahmen auch den Handyfilmwettbewerb "Ohrenblick mal!", an dem Jugendliche zwischen zwölf und 20 Jahren hier teilnehmen können. Einsendeschluss ist der 15. Oktober.

[Michaela]

Links

Zum Handyfilm-Wettbewerb

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung