Dr. Karin Anderson über Facebook

Schütze deine Privatsphäre!

published: 26.12.2010

Dr. Karin Anderson gibt Tipps zum vernünftigen Umgang mit Social Communities im Netz (Foto: Public Address)Dr. Karin Anderson gibt Tipps zum vernünftigen Umgang mit Social Communities im Netz (Foto: Public Address)

Würdest Du Fotos von dir in Badesachen ans schwarze Brett der Schule hängen? Würdest du wildfremden Menschen verraten, was deine Hobbies sind oder wie es gerade in deinem Liebesleben aussieht? Wahrscheinlich nicht!

Doch genau das tun viele Menschen, die das erfolgreichste soziale Netzwerk unserer Zeit nutzen: Facebook. Hier veröffentlichen Millionen User weltweit private Daten, Bilder und Vorlieben. Manche von ihnen achten darauf, dass ihre Profile tatsächlich nur den Menschen ersichtlich sind, mit denen sie ihre Informationen teilen wollen, viele sind sich aber immernoch nicht bewusst, wie sie ihre Privatsphäre auf Facebook schützen können oder warum sie das tun sollten.

Wir haben mit Expertin Dr. Karin Anderson über dieses Thema gesprochen.

Dr. Karin Anderson lebt im US-Bundesstaat Maine. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und hat eine Zusatzausbildung für psychotherapeutische Medizin. Als Forenexpertin für Scoolz berät sie unsere User kostenlos. Wenn du unserer Expertin ein Problem schildern möchtest oder eine Frage stellen willst, tue dies jederzeit gerne in den Foren Gefühlssachen oder Help.

• Eine Umfrage unter US-Scheidungsanwälten ergab: Jede fünfte US-Ehe scheitert wegen Online-Affären auf Facebook, Twitter oder Myspace. Warum, glauben Sie, gefährden viele Menschen ihre Privatsphäre durch Flirts im Internet?
Dr. Anderson: "Soziale Netzwerke haben etwas sehr Verführerisches an sich. Es ist ja auch so unglaublich einfach, über Facebook, Twitter oder Myspace Kontakte zu einer Vielzahl von anderen Usern aufzunehmen. Eine kurze Anfrage reicht und schon hat man wieder einen neuen 'Freund'. Auf diese Weise kann jeder Teilnehmer mit Hunderten - manchmal sogar Tausenden - vollkommen unbekannter Leute 'Freundschaften' schließen.
Ohne das Haus zu verlassen, tauscht man Erfahrungen aus und vermittelt sich Informationen, man zeigt sich gegenseitig Fotos und lässt andere an seinem Alltag teilhaben, man macht Witze, kritisiert und kommentiert – genauso, als würde man sich bereits lange kennen. Dieser problemlose Austausch gelingt deswegen so leicht, weil er so schön anonym ist. Was im 'richtigen Leben' Tage, Wochen oder manchmal sogar Monate dauern würde, nämlich die Entwicklung vom ersten Kennenlernen zu einer Freundschaft oder Liebesbeziehung, geschieht im virtuellen Raum quasi im Zeitraffer.
Schüchternheit, Hemmungen, Selbstwertzweifel? Im Internet überhaupt kein Problem! Man muss ja schließlich keine Zeit damit vergeuden, sich ängstlich danach zu fragen, ob man wirklich attraktiv, intelligent oder witzig genug ist, um das Interesse seines Gegenübers zu wecken. Man muss auch nicht versuchen, an Mimik und Körpersprache des Chatfreunds zu erahnen, wie man auf ihn wirkt, und ob man auch bei ihm gut ankommt.
Anflüge schlechten Gewissens lassen sich leicht verdrängen, weil man ja 'nicht wirklich' mit dem Internetfreund intim wird. Man muss seinen Partner auch nicht groß anlügen oder sich in Widersprüche verstricken, keine merkwürdigen Anrufe, keine heimlichen Treffen, die Misstrauen erwecken oder peinliche Nachforschungen auslösen könnten.
'Gelegenheit macht Diebe', und Facebook, Twitter und Myspace liefern diese Gelegenheiten massenweise frei Haus. Was da als völlig harmloser Chat beginnt, kann sehr leicht in Flirt und Intimität abrutschen, natürlich ganz besonders dann, wenn man sich gerade in seiner Lebenssituation und in seiner Partnerschaft nicht so recht zufrieden und ausgelastet fühlt."

• Gibt es denn Informationen und Daten, die man problemlos im Internet teilen kann?
"Je genauer man im Internet Auskunft über sich selbst gibt, je detaillierter man Angaben über seine Person, seine Familie, seine Ausbildung, seine Hobbys und Interessen macht, desto gezielter können Unternehmen, die Daten sammeln, diese Informationen entweder selber verwenden oder weiterverkaufen. Genauso wie Online-Händler deine Angaben speichern, sobald du ein Buch, ein Kleidungsstück, ein Computerzubehör bestellst,oder einen Song auf dein Handy lädst - um dir dann sofort neue Angebote zu machen, die in die gleiche Richtung gehen - können Firmen, die deine Daten von 'Data-Minern' gekauft haben, dich ganz gezielt mit Werbung eindecken.
Daher sollte man sich bei jedem Eintrag genau überlegen, welchen Nutzen andere möglicherweise aus diesen Informationen ziehen und welche Daten sie möglicherweise missbrauchen könnten.
Es ist übrigens auch sehr empfehlenswert, sich neben seiner 'privaten' E-Mail-Adresse, über die man sich mit Freunden und Bekannten austauscht, auch eine ‚öffentliche’ E-Mail-Adresse einzurichten, die man bei Online-Bestellungen oder bei Korrespondenz mit irgendwelchen Unternehmen aufführt.
So ist es wesentlich einfacher, einem Missbrauch der privaten E-Mail-Adresse vorzubeugen. Eine kostenlose Hotmail-, Yahoo- oder Google-Adresse kann man nämlich leicht wieder abschaffen (und sich eine neue einrichten), wenn Angebote für lukrative Geldgeschäfte aus Afrika und Wundermittel fürs Busenwachstum zunehmend den Posteingang überschwemmen."

• Welche Infos sollte man auf keinen Fall preisgeben?
"Auf gar keinen Fall solltest du Informationen preisgeben, die es Fremden ermöglichen, sich Zugang zu deinem Bankkonto oder Benutzerkonten bei anderen Institutionen zu verschaffen. Dazu gehören Geheimnummern, Benutzernamen und Passwörter und auch TAN-Nummern (die einzelne Transaktionen ermöglichen). Fallen diese Daten in die Hände von Kriminellen, können sie dein Konto leer räumen oder ohne dein Wissen Dinge auf deinen Namen, aber unter einer anderen Adresse, bestellen.
Auch wenn es bei so einem Datenmissbrauch nicht immer nur um Geld geht - Benutzernamen und Passwörter von sozialen Netzwerken wie Facebook & Co. können von Böswilligen auch dazu benutzt werden, in deinem Namen Nachrichten an alle deine Freunde zu schicken, um ihnen ebenfalls ihre Usernamen und Passworte abzuluchsen. Dieser Trick funktioniert, wie alle Phishing-Aktivitäten, indem du unter einem Vorwand dazu verführt wirst, dich auf so einer Piratenseite mit Benutzernamen und Passwort neu einzuloggen.
Ich habe das selbst gerade bei Facebook erlebt - ich erhielt scheinbar eine Nachricht von einem Freund meiner Tochter mit dem Inhalt: 'Richie scored 135 points on our IQ-test - can you top him? Have fun comparing your IQ with your friend’s...' Aus Neugierde klickte ich auf den Link, und ein neues Fenster erschien: 'Um an unserem lustigen IQ-Test teilzunehmen, musst du dich hier neu einloggen.'
Misstrauisch geworden, schrieb ich Richie, ich hielte diesen Test für einen Betrug. Er antworte sofort, dass er an überhaupt keinem IQ-Test teilgenommen hätte, dass sein Account aber gerade erst wegen verdächtiger Aktivitäten von Facebook geschlossen worden sei, und er ihn habe neu einrichten müssen."

• Immer wieder geschieht es, dass User nicht ihre wahre Identität, ihr wahres Geschlecht oder Alter in Netzwerken angeben und sich so Kontakt zu Personen verschaffen, mit denen sie in der Realität niemals zusammenkämen. Wie sichert man sich vor solchen Betrügereien ab?

"Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Myspace versuchen, solchen Missbrauch gerade von Jugendlichen dadurch zu verhindern, indem sie bei der Registrierung neuer User eine Altersgrenze setzen (bei Facebook z. B. 13 Jahre) und Angaben zur Person abfragen. Trotzdem gelingt es Wölfen im Schafspelz leider immer wieder, ihre wahre Identität zu verbergen und ihren jugendlichen Opfern vorzutäuschen, dass sie im gleichen Alter sind und gleiche Interessen haben wie sie, also 'Boyfriend-geeignet' sind.
Daher ist es ungeheuer wichtig (und Eltern sollten auch darauf achten), dass Jugendliche ihre Seiten und ihr Profil nicht aller Welt zugänglich machen, sondern wirklich nur Familienmitgliedern und Freunden, die sie persönlich kennen. Beispielsweise sollten dein Geburtsdatum, deine E-Mailadresse - und natürlich erst recht deine Wohnadresse - absolut vor fremden Augen verborgen bleiben.
Ebenso sollte dein öffentliches Profilbild, das von allen gesehen werden kann, auf keinen Fall ein detailliertes Foto deines Gesichts sein oder etwa den ganzen Körper zeigen. Alle Informationen, die es einem Pädophilen oder sonstigen sexuellen Straftäter ermöglichen könnten, euch als mögliches Opfer auszugucken, euch wiederzuerkennen oder herauszufinden, wo ihr wohnt, müssen unbedingt geschützt bleiben!"

• Manche Facebook-Nutzer halten ihre Privatsphäre-Einstellungen sehr offen. So können sie von allen anderen Usern als Freunde angefragt werden, auch von solchen Menschen, die sie gar nicht persönlich kennen. Wie sollte man in so einem Fall reagieren?
"Zum einen ist es sehr ratsam, sich seine Privatsphäre-Einstellungen genau anzusehen, und sich bei jedem Punkt wirklich zu überlegen, ob du für alle Welt wirklich der 'gläserne Mensch' sein willst, dessen Daten, Einstellungen, Vorlieben, Kommentare und Fotos von jedermann problemlos eingesehen kann.
Zum anderen solltest du genauso wenig jeden naiv als 'Freund' akzeptieren, einzig und allein aus dem Grund, weil er dich danach fragt! Es mag zwar schmeichelhaft sein, dass du scheinbar so beliebt bist, dass völlig Unbekannte dir ein Freundschaftsangebot machen. Vielleicht bist du auch Anhänger des (abgewandelten) Sprichworts 'Viel Freund - viel Ehr!'.
Eine solche Gutgläubigkeit ist aber gefährlich, denn du kannst wirklich nicht unbesehen davon ausgehen, dass jeder neue 'Freund' auch wirklich freundliche Absichten hegt. Daher rate ich, wenn eine Freundesanfrage bei dir landet, dir als erstes das öffentliche Profil desjenigen anzuschauen, so weit es für dich einsehbar ist.
Als nächstes solltest du dem anderen User eine Nachricht schicken, und ihn fragen, woher er dich kennt, oder wie diese Verbindung zustande kommt. Erst wenn du eine Antwort erhältst, die plausibel erscheint - und auch nur dann, wenn du wirklich diesen Kontakt willst - solltest du die 'Annehmen'-Taste drücken.
Und dann sieh dir wirklich das ganze Profil deines neuen 'Freundes' an. Entsprechen die Fotos und Kommentare wirklich den Angaben, die er über sich gemacht hat? Oder fällt dir irgendetwas als nicht zusammenpassend oder irgendwie nicht ganz schlüssig auf? Verhält sich der 'süße 15-Jährige von dem Foto' wirklich wie ein Jugendlicher dieses Alters? Und falls du nicht als unfreundlich gelten willst und deswegen ein Freundesangebot mehr oder weniger unfreiwillig akzeptiert hast: Die Netzwerke bieten zum Glück die Möglichkeit, diese unerwünschten 'Freunde' nachträglich wieder zu entfernen - und zwar ohne sie davon zu informieren. Das gleiche gilt natürlich auch für Exfreunde und Leute, mit denen man sich gestritten hat, oder mit denen man aus anderen Gründen nichts mehr zu tun haben will - man kann sie wieder 'entfreunden' und ihnen sogar den Zugang zu eurer Seite vollkommen versperren. Was erst einmal im Internet steht, bleibt auch dort - für alle Ewigkeit! Du glaubt, du hast es nur mit Freunden zu tun? Da irrst du dich gewaltig: eine riesige, unsichtbare Menschenmenge hört ständig mit!
Du fühlst dich in deiner Netzwerk-Community wie zuhause, sicher und vertraut. Du kannst blitzschnell mit deinen Freunden, Klassenkameraden, der Oma auf Mallorca und der Cousine in Amerika kommunizieren. Das ist viel einfacher, als würdest du ihnen schreiben, e-mailen oder mit ihnen telefonieren. In dieser Einfachheit und Bequemlichkeit liegt aber auch ein großes Risiko. Du musst nicht lange darüber nachdenken, was du postest, Fotos sind im Nu hochgeladen und Meldungen und Kommentare in Sekundenschnelle abgeschickt.
Leider machen sich viele User dabei in keinster Weise klar, dass alles, was sie online stellen, eine digitale Spur hinterlässt, die sich überall hin verbreiten und niemals wieder gelöscht werden kann - wenn sie ihre Privatsphäre nicht ausreichend schützen!
Was du mit 14 oder 16 witzig und cool fandest - ein ulkiges Foto nach einer feuchtfröhlichen Party, ein mehr als gewagtes (oder gar kein!) Outfit, eine hämische Bemerkung über Mitschüler oder Lehrer - kann noch nach Jahren wieder auftauchen und dir einen schlechten Ruf einbringen. Denn wenn du nicht genügend auf deine Privatsphäre achtest, wirst du nicht nur begehrtes Zielobjekt für Marketingfirmen (und Sexualtäter!). Auch zukünftige Ausbilder und Arbeitgeber können sich im Internet Informationen über dich verschaffen, die ihr ihnen niemals freiwillig preisgegeben hättet.
Du denkst vielleicht, dass du nur deine Freunde mit deinen Postings erreichst - aber deine Freunde können deine Bilder, Links und Informationen an andere Freunde schicken, die sie dann wiederum an ihre Freunde weiterleiten und immer so weiter. Und dann kann mit deinen Postings das passieren, was die Amerikaner 'go viral' nennen: Sie verbreiten sich wie Viren im Internet und werden dabei dann zunehmend verdreht und verfälscht.
In diesen Zeiten von Schul-Amokläufern und internationalen Terrorismus gibt es auch noch etwas anderes zu bedenken. Du ärgerst dich gerade mal wieder über einen Lehrer oder Mitschüler oder euer Flug nach Lanzarote hat endlose Verspätung? Du tweetest schnell mal eben den Freunden: 'Kotzbrocken-XY abknallen! ' oder 'Nächstes Mal: Bombe ins Gepäck!'?
Wundere dich nicht, wenn plötzlich die Polizei vor dem Haus steht, oder, wie es gerade einem vergrätzten Fluggast in London passiert ist, du unter Terrorismusverdacht und damit auf die 'Flugverbots-Liste' gerätst!
Nicht unbedenklich ist es im Übrigen auch, wenn du Programme benutzt, die melden, wo du dich gerade aufhältst. Diese Informationen erreichen nämlich ebenfalls nicht nur deine Freunde, sondern auch Fremde, z.B. Firmen, die dieses Wissen nutzen, um dich gezielt mit Werbung zu bombardieren."

• Bisweilen tendieren Nutzer soziale Netzwerke dazu, mehr Freizeit virtuell zu verbringen, als sich tatsächlich mit Freunden zu treffen. Wie sollte man sich verhalten, wenn man bei Freunden oder Familienmitgliedern diese Tendenz wahrnimmt?
"Facebook, Twitter & Co. können manche User regelrecht süchtig machen. Immer wieder müssen sie sich vergewissern, dass sie auch über alles auf dem Laufenden sind. Alle zehn Minuten unterbrechen sie ihre jeweilige Tätigkeit, um zu schauen, ob nicht etwa eine neue Mitteilung in ihrem Posteingang gelandet oder eine neue Meldung auf ihrer Seite aufgetaucht ist. Der ständig 'tweetende' Mensch, der jeden Gedanken, jedes Erlebnis seiner Twitter-Community mitteilen muss, egal wie unbedeutend oder belanglos dieser Tweet auch sein mag, ist bereits dankbares Objekt zahlreicher Karikaturen!
Für seine Umgebung kann jemand, der dauernd auf sein Handy schaut, oder untrennbar mit seinem Computer verwurzelt ist, schon eine rechte Plage werden. Wenn du bemerkst, dass dein Kumpel oder deine Freundin ihre virtuellen Kontakte bereits ernster nehmen als ihre realen Freundschaften, solltet ihr das nicht einfach stillschweigend hinnehmen. Oft merken diejenigen, die ständig in ihren Netzwerken unterwegs sind, nämlich gar nicht, wie unsozial sie sich gegenüber ihren realen Freunden und ihrer Familie verhalten. Wenn dein Freund oder deine Freundin also dauernd tweetet, mailt oder SMS schreibt, während er oder sie gerade mit dir im Gespräch ist, wenn deine Freunde zunehmend lieber vorm Computer sitzen, als mit dir etwas zu unternehmen, solltest du ihnen unbedingt deutlich machen, wie kränkend du es findest, weniger wichtig als die virtuellen Freunde genommen zu werden."

• Welche Tipps haben Sie für unsere User, wie sie ihre Privatsphäre am besten schützen können, wenn sie in Facebook, Twitter oder Myspace posten?
1. Wenn du dich in einem sozialen Netzwerk registrierst, musst du deinen Namen, deine E-Mail-Adresse, dein Geschlecht und dein Geburtsdatum angeben. Du kannst ein Profilfoto für dich auswählen. Sobald du Mitglied geworden bist, kannst du weitere Informationen wie Wohnort, Heimatstadt, Familie, Beziehungen, Hobbys und anderes, was dich betrifft, eintragen. Zwar sind einige dieser Daten, wie dein Name und dein Profilfoto, immer öffentlich, für andere Informationen kannst du aber selber festlegen, ob sie für 'Alle', für 'Freunde von Freunden' oder nur für 'Freunde' sichtbar sein sollen. Das gleiche gilt für deine Posts und Fotos. Diese Privatsphäre-Einstellungen sind dann grundsätzlich für dich gültig.
2. Darüber hinaus kannst du aber auch bei jedem einzelnen Beitrag, den du beispielsweise bei Facebook postest, noch einmal individuell entscheiden, wer sie sehen darf. Achte auf das kleine Schloss-Symbol. Wenn du darauf klickst, erscheint ein Menü mit den verschiedenen Auswahlmöglichkeiten.
3. Nutze diese Kontrollen, denn wenn du es versäumst, gilt für viele Daten die vorgegebene Standardeinstellung deines Netzwerks. Und die bedeutet fast immer 'Alle'!
4. Überleg dir bei der Festlegung deiner Privatsphäre-Einstellungen auch, wer dich im Netzwerk finden darf oder mit dir kommunizieren kann. Dein Profilfoto braucht auch kein echtes Foto von dir zu sein, sondern nur ein Bild, das dich symbolisiert. Denke immer daran - dieses Bild ist immer für jedermann sichtbar - auch für Leute, die möglicherweise alles andere als deine Freunde sind.
5. Mach dir auch klar, dass alles, was du über das Profil eines anderen Nutzers postest, und alle deine Kommentare zu Beiträgen deiner Freunde, nicht mehr deinen eigenen Privatsphäre-Einstellungen unterliegen, sondern denen des anderen Users - und der hat vielleicht überhaupt nicht daran gedacht, sich zu schützen.
6. Wenn du bemerkst, dass deine Freunde etwas ins Netz stellen, dass ihr für zu riskant haltet, weil es entweder zu 'aussagekräftige' Fotos sind oder Informationen, die ihnen oder dir eventuell schaden könnten, solltest du sie unbedingt darauf hinweisen. Manchmal wird aus einem plötzlichen Einfall heraus drauflosgepostet, ohne dass sich der Betreffende vorher klarmacht, was für nachhaltige, negative Folgen daraus für ihn - oder seine Freunde - entstehen könnten.
7. Wenn aber alles nichts hilft, und dein sogenannter 'Freund' weiterhin Dinge von dir veröffentlicht, mit denen du nicht einverstanden, solltest du die Konsequenzen ziehen, dich 'entfreunden' und die Verbindung zu ihm lösen.

[TK]

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