Pilotstudie

Mehr Cyber-Mobbing

published: 07.03.2012

Cyber-Mobbing wurde lange Zeit nur für ein Randphänomen gehalten. Erst jetzt wurde bekannt, was für ein Problem es für viele Jugendliche darstellt (Foto: Universität Hohenheim)Cyber-Mobbing wurde lange Zeit nur für ein Randphänomen gehalten. Erst jetzt wurde bekannt, was für ein Problem es für viele Jugendliche darstellt (Foto: Universität Hohenheim)

Cyber-Mobbing ist kein Ausnahmephänomen mehr, wie eine Pilotstudie der Universität Hoffenheim bestätigt. 409 Schüler von zwei Schulen aus der siebten bis 13. Klasse wurden dabei im Raum Stuttgart befragt. Ein Fünftel von ihnen hat bereits selbst Erfahrungen mit dieser Art von Mobbing gemacht.

Beliebte Schüler als Täter

Bisher galt das Phänomen als weniger vordergründig und sollte angeblich hauptsächlich von Randgruppen ausgeübt werden. Es wurde als Racheakt der unbeliebten Schüler angesehen und betreffe deshalb nur eine kleine Gruppe. Doch genau das Gegenteil stellte jetzt die Universität Hohenheim fest. Besonders häufig übten sozial integrierte Schüler mit breitem Freundeskreis Cyber-Mobbing auf Schülerinnen oder Jüngere aus, die sich am Rand der Klassengemeinschaft befinden, so das Ergebnis.

Fördert der Internetzugang Mobbing?

Bei dieser Art von Mobbing greifen die Täter Seiten Sozialer Netzwerke und Communities an, veröffentlichen verletzende Bilder oder sogar peinliche Videos im Netz. "Der Zugang zu Multimedia-Handys und die Allgegenwart des Internet im Alltag Jugendlicher haben dazu geführt, dass der Schritt zum Mobben über das Netz oft nur noch ein kleiner ist", so Studienleiterin Ruth Festl. Die Reaktionen der Betroffenen seien dabei unterschiedlich und reichten von Wut und Angst bis hin zu reiner Belustigung.

[PA]

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