Cybermobbing

Fieser Angriff im Netz

published: 15.03.2012

Professor Schulte-Markwort (Foto: !!!!!!!)Professor Schulte-Markwort (Foto: !!!!!!!)

Ein mit dem Handy auf dem Pausenhof geschossenes Foto, ein paar Mausclicks bei Photoshop und schon sieht Leonie aus wie ein dicker Mops. Dann das Foto auf Facebook gepostet und geteilt und das Gelächter ist groß. Ein harmloser Spaß? Wohl nicht. Eher schon eine kriminelle Handlung aus dem Bereich Cybermobbing. Denn Leonie sieht sich belustigten Blicken ausgesetzt, wird von fremden Schüler angemacht und ausgelacht und hat jetzt ein echtes Problem.
Oder Justus, der Vollpfosten! Der mit den komischen Turnschuhen und den uncoolen Klamotten. Über den sich die ganze Klasse in ihrer Facebook-Gruppe lustig macht. Nur Justus kriegt es nicht mit, denn der darf Facebook nicht. Deswegen kann er sich auch kaum wehren - er weiß einfach nicht, warum ihn morgens alle so komisch ankucken und hinter seinem Rücken lachen. Ihm geht´s nur gar nicht gut dabei.

Suche Menschen deines Vetrauens
Gewiss, es gibt krassere Fälle von Cybermobbing und manchmal können die Opfer den psychischen Druck nicht ertragen und landen im Krankenhaus. Wenn sie dabei Glück haben, kommen sie zu jemandem wie Prof. Dr. med. Schulte-Markwort. Der ist Leiter des Zentrums für Psychosoziale Medizin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.
Schulte-Markwort und seine Mitarbeiter haben schon vielen Mobbing-Opfern den Rücken gestärkt und ihnen so wieder auf die Beine geholfen. Deswegen sagt er im Interview auch, was besonders wichtig ist: Nicht alles stillschweigend ertragen, sondern drüber reden und Hilfe suchen bei Menschen, denen man vertrauen kann. Das können Eltern sein, Lehrer oder Mitschüler, einer aus dem Schulsprecherteam oder ein Arzt. Hilfe gibt es auch im Internet.

Interview mit Prof. Dr. med. Schulte-Markwort

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[TK]

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