Buch-Tipp

"Medienmenschen..."

published: 06.02.2007

Jens Bergmann/Bernhard Pörksen - "Medienmenschen - Wie man Wirklichkeit inszeniert" (Foto: solibro) Jens Bergmann/Bernhard Pörksen - "Medienmenschen - Wie man Wirklichkeit inszeniert" (Foto: solibro)

Journalismus-Studenten der Universität Hamburg haben mit
„Medienmenschen – Wie man Wirklichkeit inszeniert“ ein unmögliches Unterfangen gewagt. Die angehenden Journalisten befragten mehr als 30 Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit agieren, zu ihrem Verhältnis zu den Medien.

Wer lenkt wen? Kann man die Medien kontrollieren? Und wieviel Macht haben sie über uns? Politiker wie Joschka Fischer, Führungskraft trigema-Inhaber Wolfgang Grupp aber auch Werbe-Ikone Verona Pooth waren bereit, über ihre Hass-Liebe, Abhängigkeit oder den Missbrauch der Medien zu sprechen.

Die Studenten wurden von Professor Bernhard Pörksen angeleitet. Dieser gestaltete das Seminar, in dessen Rahmen die Interviews entstanden. Brand-eins-Journalist Jens Bergmann unterstütze sie dabei, ihre Gesprächspartner auszuwählen, die Begegnungen vorzubereiten und die Texte zu redigieren.

Von Tim Mälzer über Ursula von der Leyen bemühten sich alle Befragten, ehrlich und kritisch von der Darstellung des eigenen Selbst und den persönlichen Erfahrungen mit der Medienwelt zu berichten. Auf die Frage, wie wahrhaftig Selbstdarstellung in den Medien sein kann, finden die Interviewten ganz unterschiedliche Antworten. Doch wie ehrlich können die geführten Gespräche sein?

Die Autoren von „Medienmenschen – Wie man Wirklichkeit inszeniert“ erheben keinen Anspruch auf Absolutheit oder vollkommene Wahrheit. Das Buch ist der Versuch, etwas zu verstehen, von dem die 26 Autoren längst Teil geworden sind. Ob man diesem Vorhaben überhaupt gerecht werden kann, bleibt fraglich. Doch von der Courage, mit der sie es versucht haben, könnte sich jeder eine Scheibe abschneiden.

[Birte Frey]

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