Game-Tipp

"Need for Speed: Payback"

published: 13.11.2017

Einige spektakuläre Szenen werden in der Kampagne der Arcade-Racers geboten (Foto: Electronic Arts) Einige spektakuläre Szenen werden in der Kampagne der Arcade-Racers geboten (Foto: Electronic Arts)

Als EA Ghost vor zwei Jahren die Serie "Need for Speed" wiederbelebte, war die Enttäuschung bei den Spielern groß. Denn das Game konnte in vielen Punkten absolut nicht überzeugen. Nun ist der Nachfolger erschienen: "Need for Speed: Payback". Ob der Arcade-Racer dieses Mal besser ist, erfährst du in unserem Test.

Trailer zu "Need for Speed: Payback"


Auf das Feedback seiner Spieler hat EA zumindest gehört. Das sieht man am deutlich überarbeiteten Story-Modus des Rennspiels. Während im Vorgänger die Zwischensequenzen noch mit realen Darstellern gedreht wurden und dabei aufgrund eines schlechten Drehbuchs oft nur Kopfschütteln auslösten, nutzt der neue Teil nun virtuelle Protagonisten. Gerade im Umstieg von Zwischensequenz zum normalen Spiel wirkt das deutlich besser. Außerdem hat die Story einen kleinen Sprung nach vorne gemacht: Zwar agieren die Charaktere ziemlich oberflächlich, und eine wirkliche Tiefe der Story kann man auch nicht erwarten. Trotzdem sind die Dialoge in Ordnung und auch die Handlungen der Akteure ergeben Sinn.


Die Missionen sind gut aufgebaut, können auf Dauer aber eintönig werden. Anders sieht das bei den wenigen Blockbuster-Missionen aus, die ein absolutes Highlight sind. In spannenden Rennen gegen das Gesetz wechselst du schnell zwischen einzelnen Charakteren und bekommst tolle Inszenierungen zu Gesicht. Die filmartigen kurzen Zwischensequenzen mitten in der Verfolgungsjagd sind passend eingebaut und sorgen für spektakuläre Bilder. Das Tuning verleiht dem Storymodus seinen letzten Schliff. Mit Hilfe eines Kartensystems lassen sich die Rennautos aufmotzen. Leider verstecken sich hier wieder InGame-Käufe: So können Lootboxen auch für echtes Geld erworben werden. Insgesamt dauert die Story 17 bis 20 Stunden.


Das Gameplay ist für einen Arcade-Racer solide. Die Fahrphysik kann überzeugen und besonders Drifts machen richtig Laune. Denn diese sind sehr genau und lassen sogar Ausweichmanöver in letzte Sekunde zu. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugklassen sind klar erkennbar, sowohl vom Verhalten auf der Straße als auch vom Sound des Motors her. Das passende Geschwindigkeitsgefühl ist ebenfalls gegeben. Die Strecken sind jedoch teilweise langweilig aufgebaut, und auch die Kulisse kann nicht vollständig überzeugen. Eine hohe Blickweite und tolle Lichteffekte sorgen zwar für schöne Momente - doch die Umgebung wirkt oft leblos. In Städten fehlen die Fußgänger. Auch die anderen Kulissen bleiben selten in Erinnerung. Immerhin schauen die Autos selbst schick aus.


"Need for Speed: Payback" ist ein ziemlich klassischer Arcade-Racer. Das Gameplay und die Steuerung passen sehr gut zum Genre und stellen genau das dar, was man sich vorstellen konnte. Die Story ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich besser und sorgt mit einigen Blockbuster-Missionen für Wow-Momente. Die sonstigen Missionen werden mit der Zeit etwas eintönig. Insgesamt kann das Game im Arcade-Sektor überzeugen - doch da ist noch eine Menge Luft nach oben. "Need for Speed: Payback" kostet um die 50 Euro und ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.



[Jonas Bickel]

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"Need for Speed" im Web

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