Game-Tipp

"Red Dead Redemption 2"

published: 29.10.2018

"Red Dead Redemption 2" setzt neue Maßstäbe für Open-World-Spiele (Foto: Rockstar Games) "Red Dead Redemption 2" setzt neue Maßstäbe für Open-World-Spiele (Foto: Rockstar Games)

Lange mussten Videospielfans warten, doch nun ist es endlich da: "Red Dead Redemption 2" von Entwickler Rockstar Games ist erschienen. Eine große und lebendige Open World, eine ergreifende Geschichte und Grafik auf höchstem Niveau machen das Western-Abenteuer zum besten Spiel des Jahres. Pointer hat das Game getestet.

Trailer zu "Red Dead Redemption 2"


Der Schneesturm tobt durch die Grizzly-Berge. Arthur Morgan ist mit seiner Bande im tiefen Weiß gefangen, nachdem ein Raubüberfall in der Stadt Blackwater schiefging. Wir schreiben das Jahr 1899, die Zeit der großen Revolverhelden geht in den USA langsam zu Ende. Recht und Ordnung übernehmen das Land, die Gesetzeshüter machen sich breit. Nur wenige Outlaw-Banden kämpfen noch dagegen an. Morgan ist Teil einer solchen Bande, der berüchtigten Gemeinschaft von Dutch van der Linde. In einer über 50-stündigen Story berichtet "Red Dead Redemption 2" die Geschichte dieser Bande. Sie ist spannend erzählt und wird hohen Ansprüchen gerecht.

Das Spiel ist ein Action-Abenteuer in einer großen, offenen Spielwelt. Arthur reitet mit Pferden durch die Landschaft, ist mit Revolvern und Gewehren bewaffnet. Es gibt unzählige Sachen, die man im Wilden Westen anstellen kann: Züge überfallen, Schulden eintreiben, Poker spielen, Jagen oder fremden Menschen helfen: Die Möglichkeiten, die einem vom Spiel geboten werden, können hier nicht ansatzweise aufgezählt werden. Die Open World ist groß und die wohl schönste, die es jemals gab. Doch nicht nur die Kulisse mit detailgetreuen Städten und Landschaften ist beeindruckend. Besonders ist vor allem, dass die Welt lebt. Es gibt ein realistisches Ökosystem mit über 200 Tierarten, die miteinander interagieren. Auch die Menschen gehen ihrem Tagesgeschäft nach, können angesprochen werden und reagieren beispielsweise auf die Kleidung des Protagonisten. Durch viele zufällige Ereignisse wird die Erfahrung noch lebendiger und immersiver.
 

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Beispielsweise sehe ich einen älteren Mann am Wegrand, der mit seinem widerspenstigen Pferd zu kämpfen hat. Kaum komme ich näher, tritt das Pferd nach hinten aus und tötet seinen Besitzer. Oder ich werde Zeuge einer Hinrichtung, während eines ganz normalen Besuchs in der Stadt. In viele dieser zufälligen Events kann man eingreifen, bei anderen ist man nur Zeuge. Die Welt interagiert auch ohne eigenes Zutun und fühlt sich deswegen so lebendig an. Das Erkunden der großen Landschaft hält immer wieder Überraschungen für den Spieler parat. So finde ich mitten in der Wildnis ein zerfallenes Haus. Beim Betreten wartet eine unangenehme Überraschung auf mich: Das gesamte Haus ist voll mit Skeletten. Die Kulisse ist mehr als gruselig, untermalt von einem bedrohlichen Soundtrack. Etwas weiter hinten im Raum steht ein Altar, auf dem ich einen Brief finde. In diesem erfahre ich, dass die Toten einer Sekte angehörten und freiwillig starben, um im neuen Jahrtausend wieder aufzuerstehen. Diese Details, diese Geschichten, auf die man vollkommen zufällig stößt, machen die Welt von "Red Dead Redemption 2" so besonders.
 

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Grafisch ist "Red Dead Redemption 2" wohl das beste Spiel seines Genres auf den Konsolen. Die Texturen sind scharf und wirken sehr realistisch. Die Lichtstimmung ist traumhaft schön und sorgt für viele tolle Momente. Außerdem ist der Detailgrad des Games extrem hoch. Ein Beispiel: Fällt Arthur Morgan auf den schlammigen Boden, bleibt Schlamm an seiner Kleidung haften. Auch die Haare des Protagonisten wachsen beispielsweise mit der Zeit, können aber natürlich beim ortsansässigen Barbier geschnitten werden. Die Steuerung ist anfangs gerade für unerfahrene Spieler etwas komplex. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Merklich entschleunigt ist das Gameplay. Einige Animationen sind etwas länger und auch Schießereien sind deswegen bei weitem nicht so rasant wie in bekannten Ego-Shootern. Aber auch diese Entscheidung fällte Rockstar bewusst, denn dadurch fühlen sich Kämpfe noch realistischer an. Insgesamt ist die Gameplay-Erfahrung bei "Red Dead Redemption 2" sehr gut.
 

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"Red Dead Redemption 2" ist ein Meisterwerk und setzt neue Maßstäbe in der Videospiel-Landschaft. Die Story kann mit vielen Kinofilmen mithalten, die Sprecher sind gut gewählt. Dabei muss man aber im Auge behalten, dass es keine deutsche Synchronisation des Spiels gibt. Dialoge finden also ausschließlich in Englisch statt. Deutsche Untertitel gibt es aber glücklicherweise, weswegen man der Geschichte auch ohne gute Englischkenntnisse problemlos folgen kann. Die Open World des Games definiert das Genre neu und sieht nicht nur verdammt gut aus, sondern ist tatsächlich lebendig. Gutes Gameplay, ein hoher Detailgrad und eine stimmige Gesamtatmosphäre machen "Red Dead Redemption 2" zum Spiel des Jahres - mindestens.

"Read Dead Redemption 2" kostet um die 60 Euro und ist für Playstation 4 und Xbox One erhältlich. Eine PC-Version ist noch nicht vorhanden, könnte aber im nächsten Jahr erscheinen. Offiziell angekündigt ist sie aber noch nicht. Das Spiel verbraucht mit knapp 100 Gigabyte sehr viel Speicher.
 

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Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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