Game-Tipp

"Anthem"

published: 22.02.2019

In "Anthem" kämpfst du in einem Science-Fiction-Szenario (Foto: Bioware/Electronic Arts) In "Anthem" kämpfst du in einem Science-Fiction-Szenario (Foto: Bioware/Electronic Arts)

Das Entwicklerstudio Bioware ist für Rollenspiele mit ausführlicher Storyline bekannt. Der neueste Titel der Kanadier bricht mit dieser Tradition und setzt stattdessen auf schnelle Feuergefechte, die überwiegend online stattfinden. "Anthem" heißt dieser Versuch, in das Genre der Loot-Shooter vorzudringen und mit Games wie "Destiny 2" zu konkurrieren. Wie sich "Anthem" schlägt und ob das Videospiel seinen hohen Erwartungen gerecht wird, erfährst du in unserem Test.

Trailer zu "Anthem"


Kämpfende Freelancer

Eine Story gibt es in "Anthem" zwar, doch diese ist so kurz wie inhaltsarm. Du schlüpfst in die Rolle eines sogenannten Freelancers. Freelancer sind eine Art Söldner, die in einem besonderen Javelin-Kampfanzug auf einen fiktiven Planeten geschickt werden. Dort müssen sie eine Naturkatastrophe abwenden. Das funktioniert am besten, wenn man allen Ungeheuern und Monstern den Garaus macht. Dass das Gameplay auch in der Story hauptsächlich aus Fortbewegen und Schießen besteht, verwundert angesichts des Genres nicht wirklich. Obwohl beides viel Spaß macht, bleibt festzuhalten: Die Story ist belanglos und nicht sehenswert. Die Zwischensequenzen sind zwar teilweise ganz nett, die schlechte deutsche Synchronisation trübt allerdings den positiven Eindruck. Etwa 15 Spielstunden kannst du für die Story einplanen.
 

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Tolles Gameplay - eintönige Missionen

Im Vordergrund von "Anthem" steht sowieso der Shooter an sich - und die Kämpfe machen wirklich viel Spaß. Mit bis zu drei anderen Spielern kämpfst du dich durch Horden von bösartigen Kreaturen. Die Freelancer haben dabei unterschiedliche Fähigkeiten, welche die Gefechte noch actionreicher machen. Die Schlachten sind spektakulär inszeniert. Vor lauter Explosionen und Kugelhagel weiß man manchmal gar nicht mehr, wo man sich gerade befindet. Zwischen- und Endbosse sorgen außerdem für neue Herausforderung und Abwechslung. Außerdem ist die Steuerung sehr intuitiv und so gehen die Schusswechsel leicht von der Hand. Der Shooter "Anthem" macht in seinem Kerngebiet also alles richtig.

Dagegen ist die Kampagne schwach und das Missionsdesign repetitiv. Denn das läuft fast immer gleich ab. Du fliegst zu einem bestimmten Ort. Dort ballerst du alles ab, was dir in die Quere kommt. Zwischenzeitlich sammelst du vielleicht noch etwas Loot. Sind alle Gegner besiegt, geht es zurück zum Startpunkt. Mehr Inhalt bieten die Missionen meistens nicht - und das ist dann doch sehr dünn. Auch die Gegnertypen und das Setting wechseln zu selten von Auftrag zu Auftrag. Der Fokus liegt fast ausschließlich auf den Kämpfen selbst. Diese sind wirklich toll, etwas mehr Inhalt wäre dennoch wünschenswert gewesen.
 

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Wunderschöne Landschaften

Es gibt aber zum Glück eine weitere Disziplin, in der "Anthem" zu überzeugen weiß. Optisch macht dem Game so schnell keiner was vor. Seien es Höhlen, Ruinen oder Dschungel: "Anthem" sieht in jeder Situation fantastisch aus. Die Grafik macht sich schon auf der Konsole großartig, auf dem PC kannst du dich auf knackig scharfes 4K-Gameplay freuen. Der fiktive Planet zeigt sich also von seiner besten Seite und ist eine der schönsten Welten, die es auf dem Spielemarkt gibt. Trotz dieser Grafikpower läuft "Anthem" sehr flüssig. Einbrüche der Performance konnten wir in unserem Test nicht feststellen. Dafür haben sich einige Bugs in Spiel geschlichen. Mit Verbindungsabbrüchen oder unsichtbaren Gegnern musst du also rechnen. Hier dürfte ein Patch aber sicher zu Verbesserungen führen. Negativ fallen außerdem die langen Ladezeiten nach jeder Mission auf, die den Spielfluss stören.
 

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Fazit

"Anthem" ist ein toller Loot-Shooter für Zwischendurch. Das Game sieht nicht nur super aus, sondern beeindruckt auch mit großartigen Gefechten. Viel mehr hat das neue Spiel von Bioware allerdings nicht zu bieten. Weder die Story noch das Missionsdesign wissen zu überzeugen. Wer einfach mal abschalten will und sich mit Freunden spannende Schießereien liefern möchte, der ist bei "Anthem" gut aufgehoben. Spieler, die mehr Wert auf eine gute Story und abwechslungsreiche Aufträge legen, sollten sich einen Kauf dagegen genau überlegen. "Anthem" kostet rund 60 Euro und ist für die Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.
 

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Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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