Game-Tipp

"Days Gone"

published: 14.05.2019

Das Motorrad ist in "Days Gone" dein treuer Begleiter (Foto: Sony) Das Motorrad ist in "Days Gone" dein treuer Begleiter (Foto: Sony)

Riesige Zombiehorden stürzen auf dich zu. Der letzte Ausweg: Flucht mit dem Motorrad, weg von der untoten Masse. Im Action-Adventure-Game "Days Gone" erlebst du dieses furchteinflößende Szenario regelmäßig. Ob das PS4-Spiel mit offener Spielwelt überzeugen kann, erfährst du in unserem Test.

Trailer zu "Days Gone"


Ein Biker zwischen Zombies

Hauptfigur des Spiels ist der Biker Deacon St. John. Dieser verlor seine Partnerin Sarah kurz vor der gemeinsamen Hochzeit und ist in dem Glauben, dass sie tot ist. In dieser Zeit breitete sich eine große Pandemie aus, in der Menschen zu sogenannten Freakern wurden. Freaker ist im Grunde nur ein anderer Begriff für Zombies. Zwei Jahre nach diesen Ereignissen tauchen Hinweise auf, dass Sarah eventuell noch lebt. So macht sich Deacon auf die gefährliche Suche im postapokalyptischen Westen der USA, der von Zombiehorden befallen ist.

Die Story fängt sehr vielversprechend an. Das Setting und der Spannungsaufbau fesseln von Beginn an. Die Charaktere sind vielschichtig und bedienen sich nicht an klassischen Stereotypen. Mit der Zeit verliert sich die Story aber in ihren vielen Handlungssträngen. Diese werden zu oft nicht konsequent weiterverfolgt. So vergibt die 30-stündige Geschichte in "Days Gone" ihr eigentliches Potential und ist insgesamt nur Durchschnitt. Doch zum Glück gibt es andere Elemente, die das Game trotzdem spielenswert machen.
 

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Große Zombiehorden

So schafft es "Days Gone", die apokalyptische, von Freakern befallene Welt sehr gut darzustellen. Die offene Spielwelt sieht toll aus und ist lebendig. Freaker, Räuber und gefährliche Tiere lauern an jeder Ecke. Die NPCs agieren eigenständig und realistisch. Insbesondere die großen Zombiehorden beeindrucken. So triffst du auf Gruppen mit bis zu 500 Freakern, die in hohem Tempo auf dich zurennen. Da bleibt oft nur die Flucht, wenn du nicht vorher einen guten Plan ausgeheckt hast. Hast du viele Freaker ausgeschaltet, muss die Gruppe erstmal ihre Wunden lecken.

Triffst du nur wenig später erneut auf dieselbe Horde, ist sie deswegen stark ausgedünnt. Deine Aktionen haben so auch Einfluss auf den weiteren Spielverlauf. Durch die ständige Freaker-Bedrohung stellt sich des Öfteren ein beklemmendes Gefühl ein. Dafür sorgen auch Autowracks und verfallene Gegenden, denen du in der Open World regelmäßig begegnest. Gleichzeitig trumpft das Spiel mit einer wunderschönen Natur auf, die einen passenden Gegensatz zur Zombie-Katastrophe darstellt. Leider trüben schwammige Texturen und diverse Bugs das Bild der sonst so starken Open World. Auf schwebende Freaker oder einen Hauptcharakter, der nicht mehr von der Stelle kommt, trifft man leider etwas zu häufig.
 

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Überlebenskampf mit Motorrad

Dein wichtigstes Fortbewegungsmittel in "Days Gone" ist dein Bike. Dieses musst du regelmäßig betanken, um nicht irgendwann in der Wildnis ohne Sprit dazustehen. Neben dem Tankstand des Motorrads solltest du auch auf die Lebensenergie und Ausdauer deines Charakters achten. Das sind aber die einzigen im Spiel enthaltenen Survival-Elemente. Dadurch verliert sich das Spiel nicht in lästigen Standardaufgaben, was dem Spielspaß zugute kommt. Zum Überleben in der Zombie-Welt sind auch Waffen dringend notwendig. Diese bekommt und verbessert man beispielsweise in Camps. Diese Lager sind über die ganze Karte verteilt und werden von Menschengruppen verwaltet.

Erledigst du Aufgaben für ein Camp, profitierst du in Form von Waffen- oder Bikeverbesserungen. Mit Hilfe des umfangreichen Crafting-Systems kannst du außerdem verschiedene Gegenstände zusammenzimmern. So wird aus einem Stuhlbein und einer Schachtel Nägel schnell ein gefährliches Schlagbeil. Das kannst du dann bei der nächsten Kopfgeldjagd oder Lagerbefreiung gut gebrauchen. "Days Gone" bietet viele verschiedene Aufgaben, sodass einem auch außerhalb der Hauptstory nicht langweilig wird.
 

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Fazit

"Days Gone" schafft es, die Zombie-Epidemie sowohl optisch als auch von der Gesamtstimmung realistisch und packend wiederzugeben. Leider kann die Story da nicht ganz mithalten, da sie nach starkem Start deutlich abbaut. Doch insgesamt bekommt man ein sehr solides Action-Adventure, das einmal mehr mit Zombiehorden arbeitet. Das kennt man schon aus diversen anderen Titeln und bei denen bedient sich "Days Gone" auch. Zu viele Spiel-Elemente stammen aus Games wie "The Last of Us" oder "Far Cry 5". Es fehlt einfach etwas, was "Days Gone" wirklich einzigartig macht. So ist es zwar ein schönes Game zum Zocken, wird aber wohl nicht lange in Erinnerung bleiben. "Days Gone" kostet um die 60 Euro und ist exklusiv für die Playstation 4 verfügbar.

Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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