Game-Tipp

"Rage 2"

published: 22.05.2019

In "Rage 2" zerstörst du alles, was dir in die Quere kommt (Foto: Bethesda Germany) In "Rage 2" zerstörst du alles, was dir in die Quere kommt (Foto: Bethesda Germany)

Großartige Feuergefechte und ein Ödland, das seinem Namen alle Ehre macht: Der Ego-Shooter "Rage 2" von Entwickler Avalanche hat seine großen Stärken im Gameplay, schwächelt aber an vielen anderen Stellen. Ob das Game um den Ranger Walker trotzdem Spaß macht, erfährst du in unserem Test.

Trailer zu "Rage 2"


Eine Story zum Vergessen

In "Rage 2" schlüpfst du in die Rolle von Walker, einem Ranger in einer postapokalyptischen Welt. Er bekämpft die sogenannte "Autorität" mit ihrem Bösewicht General Cross. Überzeugen kann die Story nicht, sie ist langweilig und ohne Biss. Es fehlt alles, was eine gute Geschichte in einem Videospiel auszeichnet. Das wird schon von Beginn an klar. Dort wird Walkers Tante kaltblütig ermordet - und von eben jenem Walker kommt nichts. Keine Emotionen, kein wirkliches Mitgefühl. Alles wirkt kalt, und das zieht sich durch die gesamte Story. Dialoge sind bedeutungslos und oft auch klischeehaft.

Bezeichnend ist, dass man die langen Zwischensequenzen per Knopfdruck überspringen kann - die Macher scheinen von der Geschichte selbst nicht überzeugt zu sein. Positiv hervorzuheben sind die deutschen Synchronsprecher, welche den Szenen etwas Leben einhauchen. Die Kampagne schafft man in rund zehn Stunden. Mit allen Nebenaufgaben und Zusatzmissionen beträgt die Spielzeit aber mindestens 30 Stunden. Außerdem gibt es vier Schwierigkeitsstufen, von denen die härteste wirklich eine große Herausforderung ist.
 

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Spektakuläre Feuergefechte

"Rage 2" zeichnet sich durch schnelle Schießereien aus. Im Kampf gegen Mutanten und andere Gegner ist deswegen ständige Bewegung wichtiger als eine gute Deckung. Denn die Kontrahenten greifen konsequent an und lassen dir kaum Luft zum Atmen. Um dagegen bestehen zu können, stehen dir insgesamt neun Waffen zur Verfügung. Das ist für einen Ego-Shooter ziemlich wenig. Von der Schrotflinte über den Wingstick bis zum Raketenwerfer ist aber alles dabei. So reicht das Waffenarsenal aus und bietet für jede Situation etwas Passendes. Die Waffen können außerdem aufgewertet und persönlichen Vorlieben angepasst werden. Die Schießeisen liegen schwer in der Hand und fühlen sich gut an. Der Sound macht Spaß, und das Zielen ist relativ einfach. "Rage 2" ist also ein guter und spaßiger Ego-Shooter.

Darüber hinaus erlernst du im Spielverlauf verschiedene Super-Fähigkeiten. Diese helfen im Kampf weiter und machen ihn noch abwechslungsreicher und dynamischer. So kannst du beispielsweise einen Schild einsetzen, der dich vor Angriffen schützt. Oder du aktivierst den sogenannten Overdrive, durch den deine Waffen noch mächtiger werden und schneller schießen können. Insgesamt gibt es sechs Fähigkeiten, die taktischen Möglichkeiten im Feuergefecht sind groß. Im Kernelement des Spiels, den Kämpfen selbst, macht "Rage 2" vieles richtig.
 

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Öde Open World

"Rage 2" spielt in der Postapokalypse. Die offene Spielwelt trägt deswegen den Namen Ödland. Leider ist der Name auch Programm, denn die Open World ist tatsächlich ziemlich öde. In den ersten Stunden ist das Erkunden der Welt noch spannend, doch viele Highlights werden dabei nicht geboten. Die Welt ist teilweise generisch und leer. Bis auf ein paar Begegnungen mit Banditen, Händlern oder Rennfahrern passiert nicht viel. Auch grafisch hinkt das Ödland deutlich hinter anderen Open-World-Titeln hinterher. Die Welt sieht ganz ordentlich aus, mehr aber auch nicht. So stellt sich beim Erkunden nur selten ein "Wow"-Effekt ein. Durch das Ödland kannst du mit sechs verschiedenen Fahrzeugen fahren oder fliegen. Auch eine Schnellreise gibt es. Dieses Angebot nimmt man nach einigen Spielstunden auch gerne an.
 

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Fazit

"Rage 2" hinterlässt gemischte Gefühle. Die Story ist austauschbar und streckenweise einfach langweilig. Die Spielwelt sieht solide aus, ist aber verglichen mit anderen Games nur Durchschnitt. Dafür macht das Gameplay selbst richtig Spaß. Action-geladene Kämpfe mit tollen Waffen und einzigartigen Spezialfähigkeiten sorgen für schöne Stunden. Die Computergegner sind zwar nicht sehr intelligent, gerade auf der letzten Schwierigkeitsstufe aber sehr bedrohlich und schwer zu bezwingen. Wer also einen guten Action-Shooter spielen möchte, ist bei "Rage 2" gut aufgehoben. Wer mehr Wert auf eine gute Geschichte oder atemberaubende Optik legt, sollte von einem Kauf eher absehen. "Rage 2" kostet um die 50 Euro und ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.

Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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