Zum Game Jam "Ludum Dare" reichte das Team der Hochschule Koblenz ein Strategiespiel ein und war damit erfolgreich (Symbolfoto: Hello Lightbulb/unsplash.com) Zum Game Jam "Ludum Dare" reichte das Team der Hochschule Koblenz ein Strategiespiel ein und war damit erfolgreich (Symbolfoto: Hello Lightbulb/unsplash.com)
Hochschule Koblenz

Studenten entwickeln in 72 Stunden ein Computerspiel

72 Stunden Zeit, um ein Computerspiel zu einem vorgegebenem Thema zu entwickeln. Das geht? Das Studenten-Team vom Remagener RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz macht es vor. Im Rahmen des offiziellen Game Jam "Ludum Dare" ist es ihm gelungen, das Spiel "Hedal Depth" zu entwickeln. In dem Game fährt man mit einem U-Boot und erreicht dabei verschiedene Meeresebenen, auf denen man gegen Seekreaturen bestehen muss. Das Spiel kannst du hier downloaden. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete "deep & deeper". Insgesamt wurden über 3800 Spiele eingereicht und von den Teilnehmenden untereinander bewertet. Das Remagener-Team schaffte es mit seinem Game in der Kategorie "Fun" in die Top zwölf.

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An "Hedal Depth" arbeiteten die Studenten drei Tage lange - und zwar Tag und Nacht. Dabei mussten sie das Spielkonzept immer wieder überdenken und die Schwierigkeitsgrade der einzelnen Level anpassen, bis das Game endlich spielfertig war. Die Idee des Spiels ist es, in jeder Runde mit einer neuen Kartenhand zu beginnen und die Karten in einer taktischen Reihenfolge so zu spielen, dass man möglichst viel aus jedem Zug herausholt. Dabei wird der nächste Zug jeweils durch den vorherigen beeinflusst.

Der Name des Spiels bezieht sich, wie Justin Osenberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Mathematik und Technik am RheinAhrCampus, laut Pressemitteilung der Hochschule sagt, auf die tiefste Region des Ozeans: die Hadopelagische Zone. Osenberg trat noch als Student damals einem Studierendenworkshop der Hochschule Koblenz bei, der sich mit dem Thema Spieleentwicklung befasste. Heute ist er der Organisator des Kurses. Die Hauptintention des Game-Kurses ist es, die Programmierkenntnisse der einzelnen Studierenden auf eine spielerische und interessante Weise zu verbessern.
 


Der Kurs an der Hochschule Koblenz verzeichnet aktuell 23 Mitglieder. Die Zahl der Teilnehmer variiert jedes Jahr zwischen sechs und 15. Dabei gibt es keine feste Struktur, denn die Teilnehmenden dürfen selbst entscheiden, mit welchen Themen sie sich befassen. Diese Freiheit im Kurs führe vor allem dazu, dass die Studierenden nicht nur Programmieren lernen, sondern auch zahlreiche andere Themen wie Computergrafik, Musikkomposition oder gar Storytelling, so Daniel Friemert, der im Fachbereich Mathematik und Technik lehrt. Der Game-Kurs wurde 2016 von ihm ins Leben gerufen. Auch gesellschaftliche Themen sind hier wichtig, denn bei der Auswahl des Game-Plots können die entwickelnden Studierenden sich z.B. mit Themen wie Integration auseinandersetzen.

Um sich gegenseitig herauszufordern, nehmen alle Teilnehmenden des Kurses regelmäßig am Game Jam "Ludum Dare" teil. Dieser Game Jam ist ein offizieller Wettbewerb, den es seit 2002 gibt und dessen Ziel es ist, bei einem vorgegebenen Thema eben innerhalb von 72 Stunden ein komplett spielfertiges Game herzustellen. Die Aufgabe ist knifflig, denn die Entwickler müssen auf viele Aspekte wie Grafiken, Sounds und die gesamte Spielmechanik Acht geben. Die eingereichten Spiele werden von der Community nach Einreichen gespielt und im Anschluss bewertet - es findet ein Ranking statt. Die Spielideen, die besonders spannend sind, haben Potenzial, weiterentwickelt und als vollwertige Spiele veröffentlicht zu werden.

[Tabea-Jane Mählitz]

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