Beide Spiele, die ausgezeichnet wurden, bestehen aus Karten und Illustrationen und sind am besten im Team lösbar (Foto: Thomas Ecke / Spiel des Jahres) Beide Spiele, die ausgezeichnet wurden, bestehen aus Karten und Illustrationen und sind am besten im Team lösbar (Foto: Thomas Ecke / Spiel des Jahres)
Spiel des Jahres 2021

"MicroMacro: Crime City"

Das Detektivspiel "Micro Macro: Crime City" von Johannes Sich ist in Berlin zum Spiel des Jahres 2021 gekürt worden. "Micro Macro: Crime City" ist ein Kartenspiel, bei dem man Hinweise sammeln muss, um Verbrechen aufzudecken. Die Rekonstruktion der einzelnen Fälle erfolgt dabei ganz ohne Text und mit minimalem Regelwerk. Der Kritikerpreis Spiel des Jahres ist eine vom Verein Spiel des Jahres e. V. seit 1979 vergebene Auszeichnung für deutschsprachige Brett- und Kartenspiel-Neuheiten.
 


In "Micro Macro: Crime City" durchlebt man Szenarien, die sich in einer Stadt abspielen, wobei der Stadtplan zum Zentrum des Spielverlaufes wird. Er wird benötigt, damit die Spieler und Spielerinnen das Verbrechen und das Motiv des Verbrechers rekonstruieren können. Dabei gibt es unterschiedliche Szenarien: beispielsweise ein Skateboadfahrer, dem ein Messer in den Rücken gestoßen wurde, oder ein Bürgermeister, der vor seinem Tod mit einem großen Geldkoffer gesichtet wurde.
 


Die Jury zeichnete das Spiel aus, da es ihm trotz seiner minimalistischen Ausstattung in Form eines Schwarz-Weiß-Posters und ein paar Karten gelinge, die Spielerinnen und Spieler in seinen Bann zu ziehen. "Wenn sich die Spieler:innen über den Tisch beugen, um in der Szenerie zu versinken, dann herrscht knisternde Spannung im Raum", so die Jury in der Begründung. Und weiter: "Alle Augen huschen über den Stadtplan, um ihm neue Informationen über die Verbrechen zu entlocken. Wenn sich in angeregter Diskussion über Motiv und Tathergang eins zum anderen fügt, erzeugt das Spiel unvergessliche Momente".
 


Das kooperative Suchspiel entstand laut Sich dadurch, dass er gemeinsam mit seinem Team ein Gesellschaftsspiel mit einer Mikro- und einer Makroebene erschaffen wollte, wie er gegenüber Spiel des Jahres erzählt. Die Idee, dass die Rätsel einzelne Szenen aus einer chronologischen Abfolge sein könnten, die es zu entschlüsseln gilt, sei ihm und seinem Team erst später gekommen.
 


Als Kennerspiel des Jahres 2021 wurde "Paleo" von Peter Rustemeyer ausgezeichnet. Das kooperative Abenteuerspiel versetzt den Spieler oder die Spielerin in die Steinzeit. Im Kartenspiel werden unterschiedliche Szenarien geschildert, z.B. das Sammeln von Beeren und ob diese giftig oder ungiftig sind. Diese Risiken sind auf den Kartenrückseiten anhand von Illustrationen abgebildet. In der Gruppe wägt man nun gemeinsam ab, was zu tun ist. Beim Umdrehen der Karte offenbart sich die Lösung.
 


Laut Spiel des Jahres gelingt es "Paleo" auf außergewöhnliche Weise, dynamische Geschichten und Bilder in den Köpfen der Gruppe entstehen zu lassen. Im harten Kampf ums Überleben lernten die Spieler, dass sie nur zusammen als Gruppe stark seien. Die Vielzahl an unterschiedlichen Ereignissen halte die Neugier über viele Partien dauerhaft aufrecht und belohne das Erkunden der packenden Steinzeitwelt.
 


Inspiriert wurde Rustemeyer von einem anderes Kartenspiel, welches ihm persönlich sehr gefiel, wie er im Gespräch mit Spiel des Jahres sagt. Er selbst wollte daraufhin ein Spiel entwerfen, in dem Aktionen auf den Karten angegeben würden und man nie genau wisse, was einen erwarte, wenn man die Karte ablege.
 

[Tabea-Jane Mählitz]

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