Game-Tipp

"Burnout Revenge"

published: 22.11.2005

“Burnout Revenge” gibt es für XBox und PlayStation (Foto: Electronic Arts)“Burnout Revenge” gibt es für XBox und PlayStation (Foto: Electronic Arts)

„Burnout Revenge“ heißt der neueste Teil der Rennspielserie mit einem Herz für genervte Autofahrer. Nach Herzenslust darf man hier all die Dinge tun, die im realen Leben einfach nicht möglich sind.
Die Entwickler von Rennspielen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen. Da sind die einen, die jedes Detail des Autofahrens in das Spiel übertragen wollen. Hier kann ein Spieler die exakt kopierten Rennstrecken der Welt erfahren, sich in sein Original-Traumauto setzen und in der Garage den Reifendruck einstellen. Die 24 Stunden von LeMans werden zum Härtetest für die Beziehung und zur körperlichen Höchstbelastung vor dem Bildschirm. Als Highlight und Referenzprodukt dieser Kategorie Rennspiel gilt wohl die „Gran Tourismo“-Reihe.
In der anderen Kategorie Rennspiel finden sich all diejenigen wieder, die die Realität zu Gunsten des fiktiven Spielspaßes über Bord geworfen haben und sich mit Herzenslust auf all die Dinge stürzen, die Otto-Normal-Fahrer eben nicht kann. Da wird jeder Wagen zum Hot-Rod und der Spieler zum „Pimp My Ride“-Fanatiker wie bei „Need For Speed Underground 2“. Oder aber man fährt sich durch den Rush-Hour-Verkehr und verursacht Blechschäden in Millionenhöhe. Wer schon mal im Berufsverkehr im Stau stand, kennt diese Fantasien aus eigener Erfahrung. Und auch die Vorstellung, mitten in eine große Kreuzung zu donnern und dort einen Schrotthaufen von der Größe eines Wohnblocks zu hinterlassen, ist sicher vielen Autofahrern nicht unbekannt.

Heiße Auto-Aktion – „Burnout Revenge“ (Foto: Electronic Arts)Heiße Auto-Aktion – „Burnout Revenge“ (Foto: Electronic Arts)


„Burnout Revenge“ macht möglich, was im realen Leben mit zu vielen traurigen Konsequenzen verbunden wäre. Natürlich fahren nur Pixel diese Wagen, keinesfalls entsteht Personenschaden. Das Spiel für Leute ab zwölf überzieht die Crashs dabei maßlos. Wer sich auf ein Vergnügliches was-wäre-wenn-Spiel einlassen möchte, kann hier nach Belieben Wagen verschrotten und sich durch den Verkehr rüpeln - ganz ohne Konsequenzen. Das Spiel fungiert dabei wie eine Art Rollenspiel zum Abreagieren von Aggressionen, die im normalen Straßenverkehr nichts zu suchen haben.
Wie schon bei den Vorgängern der Reihe wartet das Spiel mit einer Vielzahl an Kursen, Crashs und Wagen auf und bietet zahlreiche gut animierte Filmsequenzen mit spektakulären Stunts. Der Spieler steigt dabei durch zehn Ränge auf und wird zum am meisten gefürchteten Fahrer der Welt. In den unterschiedlichen Modi – neben den altbekannten Road Rage, Rennen und Eliminatoren gibt es jetzt auch Traffic Attacks und Crashbreaker-Rennen – muss man dreimal um die Welt rasen und Punkte sammeln. Viele Extras und ein steigender Schwierigkeitsgrad machen das Spiel auch nach Stunden noch interessant. Die Grafik und der wieder einmal exzellente Soundtrack sorgen für einen gelungenen, nicht ernst gemeinten Spielspaß.

[Lars]

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