Game-Tipp

"Need For Speed – Most Wanted"

published: 21.12.2005

„NFSMW“ gibt es für alle gängigen Konsolen und PC (Foto: EA)„NFSMW“ gibt es für alle gängigen Konsolen und PC (Foto: EA)

Wir haben es bereits zum Test von „Burnout Revenge“ festgestellt, dass die coolsten Autorennspiele nicht immer die realistischen sind. Und mit „Need For Speed Most Wanted“ geht ein Rennspiel-Klassiker in die nächste Runde, bei dem es um das große Protzen und Angeben geht, aber bestimmt nicht um Realität. Der Spieler trifft in seinem aufgemotzten und tiefer gelegten Gefährt in der Stadt ein und macht sich gleich zu Beginn keine Freunde bei der Polizei. Die sieht es in „Most Wanted“ nämlich gar nicht gern, wenn man sich wie ein Rüpel und Gangster aufführt und droht daher mit Knast. Doch das kann uns ja nicht schocken, oder?
Nach ein paar Rennen in der Stadt steht man gleich dem größten Kotzbrocken der Underground-Szene gegenüber und verliert spontan beim Rennen gegen ihn. Natürlich hat der Kerl nachgeholfen. Frisch aus dem Kittchen entlassen, machen wir uns also dran, unseren Wagen zurückzuholen. Aber bitte den Ehrenkodex nicht vergessen - so etwas gibt es auch bei illegalen Rennen. Wir arbeiten uns also brav von klein auf zum meistgesuchten Fahrer hoch, immer Schritt für Schritt die so genannte Black List erkletternd.
Dabei ist das Leben im Underground nicht einfach. Wir fahren Runden-, Sprint- oder Eliminationsrennen und lassen unseren Fahndungsgrad steigen, indem wir den Bullen vor dem Doughnut-Shop den Mittelfinger zeigen oder durch Radarfallen brettern. Zusätzlich verursachen wir Sachschäden, begehen Verkehrssünden und freuen uns der gesammelten Punkte (in Flensburg?), die unseren Zwielicht-Karriere-Status repräsentieren. Je waghalsiger wir fahren, desto mehr werden wir gesucht. Wird uns das dann zu heiß, weil die Polizisten schon mit Nagelbändern und Hubschraubern nach uns jagen, dann fahren wir in den Auto-Shop und verpassen unserem Baby ein Lifting. Ganz wie in der „Pimp My Ride“-Arie, die wir aus „Need For Speed Underground“ kennen.
Wie gesagt, mit Realismus hat das wenig zu tun, zumal die Autos keinen Kratzer abbekommen und die Polizei sich teilweise selten dämlich anstellt. Alles zum Vorteil des Spielspaßes, der mitunter an „Auf dem Highway ist die Hölle los“ mit Burt Reynolds erinnert. Es trieft nur so vor Klischee von harten Jungs, schnellen Karren und süßen Mädels. Und um es noch einmal deutlich auszusprechen: das ist auch gut so! Denn mit Realismus hätte man das große Angeben und Rumgeprolle nun einmal kaputt gemacht. Die Auto-Tuning-Pose und rotzig illegale Rennen gehören nicht auf die Straße, sondern auf die Konsole. Dort kann man nach Belieben Gas geben, Straßenlaternen umnieten und Cops ärgern. „Need For Speed Most Wanted“ erfüllt diesen Zweck - wie schon die Vorgänger „Underground“ und „Hot Pursuit“ - hervorragend.

[Lars]

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